Trauer um Wilbert DuszenkoFrüherer Spieler und Trainer stirbt mit nur 69 Jahren

104385820 (Foto: dpa/picture alliance/chromorange)104385820 (Foto: dpa/picture alliance/chromorange)
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Geboren am 13. Oktober 1950 kam er in Bad Tölz recht schnell zum Eishockey und in Trainerkreisen merkte man, dass man mit Duszenko einen Rohdiamanten im Nachwuchs hat, der nur noch geschliffen werden muss.

Daher war es kein Wunder, dass er bereits als 19-Jähriger in der Saison 1969/70 für den damaligen Bundesligisten Mannheimer ERC auf Torejagd ging.  Ein Jahr später musste Duszenko mit dem MERC den Bundesliga-Abstieg hinnehmen, spielte danach noch mit Mannheim bis 1975 in der zweiten Liga. Danach wechselte er zum damals aufstrebenden ERC Freiburg, mit dem er 1977 den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Bis zum Karriereende 1981 blieb er Freiburg treu, dann wechselte Wilbert Duszenko ins Trainerfach und coachte bis 1984 den EHC Freiburg. Nach einem Jahr in der Bundesliga bei Mannheim blieb er seinem Ländle treu und trainierte bis 1991 den Heilbronner EC, mit dem er den Zweitligaaufstieg schaffte. Von 1991 bis 1993 schließlich kam es zum einzigen Ausflug in den Norden, als er den damaligen EC Hannover übernahm, mit dem er die sportlichen Grundlagen für den späteren DEL-Aufstieg schaffte. Nach 1993 ging Duszenko nach Stuttgart, wo er zunächst den EC, später dann den Wizards bis 2006 half.

Nach seiner Trainerkarriere wechselte Duszenko ins Immobilienfach, war Geschäftsinhaber der Firma Duszenko Immo Service.

Bernd Haake, Eishockeyfachmann und aktueller Trainer der litauischen Nationalmannschaft: „Wilbert Duszenko war ein hervorragender Trainer. Er hat jüngere und ältere Spieler zur Fairness und steter Leistungsbereitschaft mit seinem persönlichen Engagement begeistert. Er hat selbst vorgelebt, dass nicht das Geld, sondern die Erziehung der Spieler vorrangig für ihn war.“

„Wilbert war einer der wenigen, die alle drei Flemmings trainiert haben. Markus und ich hatten eine sehr gute Zeit mit ihm in Hannover am Pferdeturm sowie mein Bruder Michael in Mannheim“, erklärt Martin Flemming, der Wilbert Duszenko als Trainer in Hannover erlebt hatte.