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Absolute Zahlen wie erwartet gesunken

Stadionauslastung der DEL gestiegen – starke Zahlen auch im TV

Lesedauer: 3 Minuten
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zieht ein positives Zwischenfazit.
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zieht ein positives Zwischenfazit. (Foto: dpa/picture alliance/Sportfoto Zink)

Die absoluten Zahlen sind wie erwartet gesunken, die Stadionauslastung aber gestiegen. Zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde und dem Start der Play-offs zieht die Deutsche Eishockey-Liga ein positives Zwischenfazit für die Saison 2025/26.

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„Durch die Diskrepanz zwischen dem Zuschauerschnitt der Düsseldorfer EG und der Stadionkapazität der Dresdner Eislöwen sowie dem kleineren Stadion für das Winter Game sind wir von rund 140.000 bis 150.000 Zuschauern weniger ausgegangen als im Vorjahr“, erklärt Gernot Tripcke, der Geschäftsführer der Penny DEL. Allerdings liegt der strukturell bedingte Rückgang der absoluten Zahlen nur bei 90.000. In der laufenden Spielzeit kamen – prognostiziert mit den Zahlen für das kommenden Wochenende – 2,74 Millionen Fans in die Eisstadien der DEL-Clubs. Im Rekordjahr 2024/25 waren es 2,83 Millionen Euro. Damit hat sich die Stadionauslastung von 88,6 Prozent auf 93,2 Prozent gesteigert. „Elf Vereine kommen auf eine Auslastung von über 90 Prozent“, so Tripcke.

Natürlich hat der erneute Europarekord der Kölner Haie, die im Schnitt 18.112 Fans begrüßt haben, einen großen Anteil an diesem Erfolg. Der KEC steht damit wie gemeldet weltweit auf Rang 13, noch vor 20 NHL-Teams.

Auch die Zahlen beim TV-Partner Magenta-Sport haben sich nach oben entwickelt – und das um rund 21 Prozent. Bis zum Hauptrundenende erwartet Magenta 25,2 Millionen Zuschauer – gegenüber 20,8 Millionen in der Vorsaison. Dabei hat übrigens DEL-Neuling Dresdner Eislöwen, der auch als Absteiger feststeht, seinen Anteil daran. Das Saisoneröffnungsspiel sowie das DEL Winter Game, die freilich aber auch frei zu sehen waren, hatten die höchsten Einschaltquoten der laufenden Saison. „Ansonsten gehören die Dresdner Spiele zu den Spielen mit den besten Zahlen“, sagt Stefan Thelen von Magenta-Sport.

Interessanterweise hat die DEL aber anscheinend kein Interesse daran, die „Kuh“ bis zum letzten Tropfen zu melken, wie es in anderen Sportarten durchaus üblich erscheint. Auf die Frage, ob angesichts der guten Zahlen nicht ein nationaler Pokalwettbewerb Sinn machen würde, auch um die Zweitligisten in Wettbewerbsspielen an die DEL heranzuführen, sagte Gernot Tripcke: „Ich glaube nicht, dass es dafür einen Bedarf gibt. Bereits die Champions Hockey League wird nicht optimal angenommen, sodass dies auch bei einem Pokalwettbewerb zu erwarten wäre. Außerdem haben wir schon genügend Wochenspieltage. Dazu kommen die jährliche Weltmeisterschaft und der Deutschland-Cup. Wir wollen einfach keinen Overkill.“

Tatsächlich scheint die CHL eines der wenigen aktuellen Eishockey-Produkte zu sein, die nicht gut angenommen wird. „Ich denke, das liegt an der Tradition und hohen Akzeptanz der nationalen Ligen“, sagt der DEL-Geschäftsführer. „An kleineren Standorten, aber auch generell in Deutschland, der Schweiz und Österreich läuft es eigentlich gut. Aber es gibt anders als im Fußball nicht die großen internationalen Namen, die die Zuschauer anlocken. In der CHL wird guter Sport geboten, aber tatsächlich haben die reinen Namen beispielsweise der schwedischen oder finnischen Mannschaften keine große Zugkraft. Bei den schwedischen Teams, die die CHL dominieren, ziehen die Spiele erst ab dem Halbfinale so richtig.“

Und wie sieht die Prognose für die Play-offs aus? Sind die Kölner Haie der große Favorit oder ist der früh feststehende Hauptrundensieg der Domstädter vielleicht sogar ein Problem, weil die Anspannung in den letzten Hauptrundenspielen fehlt? „Das ist am Ende Kaffeesatzleserei“, so Tripcke. „In Köln gibt es eine große Euphorie angesichts einer sehr starken Saison. Ob das antreibt oder am Ende hemmt, werden die Play-offs zeigen. Es gibt Argumente für eine große Anzahl von Titelkandidaten.“

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