Kreutzer freut sich besonders auf TurkuAuslosung der Champions Hockey League

DEG-Coach Christof Kreutzer. (Foto: Imago)DEG-Coach Christof Kreutzer. (Foto: Imago)
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Nach Österreich und Finnland geht die Reise für die Düsseldorfer EG in der Champions Hockey League (CHL). Bei der gestrigen Auslosung am spielfreien Tag der 79. Eishockey-Weltmeisterschaft wurden dem Team von Trainer Christof Kreutzer in der Ceskomoravska-Arena von Prag der EHC Black Wings Linz und TPS Turku zugelost. „Wir freuen uns, an der Champions League teilnehmen zu können und werden die Spiele genießen. Aber auch wenn deren Termine in unsere Saison-Vorbereitung fallen, werden das für uns keine Tests. Für uns ist das ein Wettbewerb. Das heißt, dass wir in unserer Gruppe mindestens zweiter werden wollen, um ins Sechzehntelfinale einzuziehen“, sagte Kreutzer.

Der 47-Jährige war gestern früh eigens zur Auslosung in die tschechische Hauptstadt geflogen. Schließlich galt es vor Ort, sich mit den Vertretern der anderen Klubs zu treffen, um die exakten Spieltermine, mögliche Hotelunterkünfte und Trainingszeiten in den Hallen zu koordinieren. Beeindruckt war Kreutzer, der bereits in der vergangenen Woche bei den deutschen Spielen gegen Schweden und Lettland WM-Besucher war, erneut von der Organisation. „Tschechien ist ein würdiger Ausrichter. An jeder Ecke des Landes merkt man, dass Eishockey hier die Sportart Nummer eins ist. Auch die Auslosung hat mir Spaß gemacht und war spannend zu verfolgen“, sagte Kreutzer.

48 Teams wurden auf 16 Dreiergruppen verteilt, aus denen die jeweils ersten zwei ins Sechzehntelfinale einziehen. Nach dem Prozedere setzte sich Christof Kreutzer bei einer kräftigen Flädlesuppe und Salat zum Gespräch mit unserem Mitarbeiter vor Ort in der Prager Arena zusammen. „Die Gruppe hört sich machbar an, aber das muss man mit Vorsicht genießen. Österreich hat Deutschland bei der WM geschlagen und finnische Teams sind von Natur aus gut, auch wenn TPS Turku zuletzt nicht mehr so erfolgreich war.“

Der EHC Black Wings Linz, bei dem neben Top-Stürmer Brian Lebler auch Jason Ulmer spielt, dessen Bruder Jeff in der Saison 2011/12 das Trikot der DEG trug, hat in der abgelaufenen Spielzeit das Play-off-Halbfinale erreicht. 2003 sowie 2012 wurden die Oberösterreicher in der heimischen Liga Meister. Gleich zehn Mal triumphierte TPS Turku in Finnland, besonders in den 90er Jahren war der Klub das Non-Plus-Ultra im Land der tausend Seen. Im Dezember 1993 gastierte TPS an der Düsseldorfer Brehmstraße zum Endturnier um den Europapokal. Die DEG gewann das Gruppenspiel mit Christof Kreutzer in der Abwehr 5:4, doch ins Finale zog Turku ein. Dort holte das Team um die Superstars Hannu Virta, Esa Keskinen und Saku Koivu mit einem 4:3 über Dynamo Moskau dann auch den Titel.

Inzwischen ist der Ruhm etwas verblasst, in den vergangenen drei Jahren wurden die Play-offs jeweils verpasst. Mit 80 000 Euro kaufte sich TPS ebenso wie die Krefeld Pinguine für sechs Jahre in die CHL ein, um den Ruf etwas aufzupolieren. Christof Kreutzer freut sich dennoch mächtig auf Turku. „Wir hatten da in den 90ern mit der DEG mal ein Trainingslager. Das ist eine wunderschöne Stadt mit ihrer Schärenlandschaft und die Fans von TPS sind unglaublich enthusiastisch“, sagte der Trainer der DEG. Deren Vereinsfarben sind bekanntlich rot-gelb. Ein gutes Omen? Es sind die gleichen Farben wie die von Lulea HF und die Schweden gewannen schließlich 2015 die CHL.

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