Drei Derbys und ihre Geschichten: Wenn Rivalität den Spieltag prägt

Der zehnte DEL-Spieltag stand im Zeichen regionaler Rivalitäten.
In Mannheim, Ingolstadt und Nürnberg rückten drei DEL-Begegnungen in den Fokus, bei denen es um mehr als nur Punkte ging. Emotionen und die Unterstützung zahlreicher Gästefans verliehen den Duellen zusätzliche Brisanz.
Die Adler Mannheim und die Schwenninger Wild Wings lieferten sich das baden-württembergische Duell des Spieltags. Auf der einen Seite standen die Adler als etablierte Spitzenmannschaft der Liga mit hohen sportlichen Ansprüchen. Auf der anderen Seite gingen die Wild Wings als Tabellenletzter mit sieben Niederlagen aus den ersten neun Spielen in den Nachmittag.
Schwenningen nutzte die Gelegenheit, ärgerte den Rivalen und siegte am Ende mit 2:1 (0:0, 0:0, 2:1). In der Offensive sorgten Arkadiusz Dziambor und Philip Feist nach 50 torlosen Minuten für die Treffer des Tabellenletzten. 59 Sekunden vor Schluss vermasselte Geburtstagskind Luke Esposito dem starken Simon Wolf im Tor der Schwenninger den Shutout. Wolf hatte zuvor 35 Schüsse pariert. Mit neun Punkten gibt die Mannschaft vom Neckar die rote Laterne an die Iserlohn Roosters zurück.
Auch das Aufeinandertreffen des ERC Ingolstadt mit den Augsburger Panthern im sogenannten Panther-Derby versprach besondere Spannung. Nach zwei ausgeglichenen Dritteln führten die Gäste aus der Fuggerstadt noch mit 3:2. Den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 erzielte Philipp Krauß, der zuvor vier Spielzeiten das Trikot der Ingolstädter getragen hatte. Krauß setzte damit seine Tor-Serie fort. Bereits am vergangenen Freitag gegen Mannheim und im Auswärtsspiel am letzten Sonntag in Krefeld hatte er getroffen. Mit vier Toren im Schlussabschnitt drehte der ERC die Partie. Dabei erzielte Daniel Pietta sein erstes Saisontor und baute sein DEL-Scorerpunkte-Konto auf 851 Punkte aus. 6:3 (1:1, 1:2, 4:0) lautete das Endergebnis zugunsten der Ingolstädter, die zuletzt am 5. Januar 2024 zuhause gegen den Rivalen verloren.
Franken gegen Oberbayern so hieß das Abendspiel an diesem Sonntag. Mit fränkischem Kampfgeist versuchten die Nürnberg Ice Tigers dem Spitzenteam des EHC Red Bull München ein Bein zu stellen. Leidenschaft, Disziplin und Heimvorteil waren entscheidend für den 6:2 (1:0, 2:1, 3:1)-Erfolg. Zur Hälfte des Spiels schossen Greg Meireles und Markus Weber innerhalb von 21 Sekunden einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Ice Tigers heraus. Münchens Trainer Oliver David wechselte daraufhin zur Verwunderung von Torwart Antione Bibeau zu Mathias Niederberger. Dieser Impuls zeigte jedoch keine Wirkung mehr.
Aufseiten der Münchener kam Patrick Hager zu seinem 500. DEL-Einsatz im Trikot der Red Bulls. Hinter Maximilian Kastner, der bei 597 Spielen steht, sowie Konrad Abeltshauser und Daryl Boyle rangiert er in dieser Liste auf dem vierten Rang. Nach fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen, hatte Nürnberg zuletzt vier Mal verloren. Dieser Sieg gegen eine Spitzenmannschaft sollte ihnen wieder Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.
Weitere Spiele:
Im Duell zwischen dem DEL2-Meister aus Krefeld und dem DEL-Meister aus Berlin waren erneut Jonas Neffin und Tobias Krestan die prägenden Figuren aufseiten der Hauptstädter. Neffin feierte in seinem siebten Saisonspiel bereits seinen fünften Shutout. Das 18-jährige Talent Krestan markierte zunächst mit der Vorlage zum 1:0 seiner ersten DEL-Punkt, bevor er später auch seinen ersten DEL-Treffer bejubeln durfte. Berlin gewann die Partie mit 4:0 (1:0, 0:0, 3:0).
Die Löwen Frankfurt feierten am Bornheimer Hang einen 4:1-Heimsieg (1:0, 2:0, 1:1) gegen die Iserlohn Roosters. Dabei trafen die Frankfurter als bislang schwächste Heimmannschaft auf das bislang auswärtsschwächste Team der Liga. Drei ihrer vier Tore erzielten die Hessen in Überzahl und belohnten sich für ihren Aufwand.















