Der raue Wind im NordenFreezers besiegen den Vizemeister Ingolstadt

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„Hoch im Norden, da weht ein rauer Wind“, schallte es fünf Minuten vor Spielende, als 8.810 Zuschauer in der Barclaycard Arena mit ihrem Gesang für Gänsehautstimmung sorgten. Und tatsächlich ließen die Hanseaten den ERC Ingolstadt den nordischen rauen Wind spüren und gewannen mit 4:2 (2:0, 1:1, 1:1). Torschützen für die Nordlichter waren Nico Krämmer, Kevin Schmidt, Marcel Müller und Jerome Flaake. Für den  ERC waren Jared Ross und Brian Lebler erfolgreich.

Nicht mit für die Hamburger aufs Eis durften aus Verletzungsgründen: Garrett Festerling (Muskelfaserriss im Hüftbeuger), Brett Festerling (Nerv im Handgelenk) und Julian Jakobsen (Knöchel) – und des Weiteren wird auch David Wolf auf Grund einer immer noch andauernden Spielsperre bis Anfang Oktober fehlen.

Die Hamburger fingen gleich im ersten Drittel mit Druck nach vorne an, verfehlten aber zu nächst den Kasten von ERC-Goalie Timo Pielmeier. Nachdem Hamburg eine Unterzahlsituation überstanden hatte, nutzten die Freezers ihrerseits ein Powerplay. Freezers-Stürmer Nico Krämmer verwandelte aus kurzer Distanz zum 1:0. Eine 4:4-Situation nutzte Kevin Schmidt zum 2:0.

Auch der Mittelabschnitt begann mit vier gegen vier und gleich zu Beginn kreierten die Hanseaten wieder einige gute Chancen. Kaum waren beide Mannschaften wieder komplett, wurde Marcel Müller gecheckt und revanchierte sich dafür. Wieder mal hieß es vier gegen vier und diesmal kamen die Ingolstädter gefährlich nahe an das Tor der Hamburger. Dann jedoch das 3:0 für Hamburg durch Marcel Müller – aber der Anschlusstreffer des Vizemeisters ließ nur 24 Sekunden auf sich warten: Jared Ross verkürzte nach einem intensiven Drittel auf 1:3.

Gerade einmal 66 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels traf erneut der ERC. Diesmal war es Brian Lebler. Doch auch die Nordlichter ließen nicht locker, konnten aber ein folgendes Überzahlspiel nicht nutzen. Dänen-Stürmer Morten Madsen setzte zwar an, traf dann aber nur die Latte. Hamburgs Neuzugang Michael Davis versuchte sein Glück in Unterzahl – doch auch er blieb erfolglos. Schließlich fand der Puck dann doch seinen Weg und Freezers-Stürmer Jerome Flaake, der zuvor schon einige Male Anlauf genommen hatte, traf dank der Vorarbeit von Müller und Dupuis.

Marcel Müller wurde von seinen Teamkollegen als bester Spieler des Tages ausgewählt und durfte im Feuerwehrmannoutfit zur Ehrenrunde antreten: „Das vierte Tor fiel zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt, als Ingolstadt schon gedrückt hat. Ich denke, dass wir über 60 Minuten gutes Eishockey gespielt haben und dass war dann auch der Schlüssel zum Erfolg.“

„Wir sind froh, dass der Auftakt so gut läuft und wir heute unseren ersten Sieg eingefahren haben. Gegen den Vizemeister war das ein guter Start“, so Freezers-Kapitän Christoph Schubert „Wir haben über den Großteil des Spieles kompakt gestanden und das Spiel auch gut unter Kontrolle gehabt. Dass Ingolstadt  auch mal eine Chance bekommt, ist ganz normal, aber wir haben das über die Spieldauer ganz gut hingekriegt. Offensiv haben wir die Scheibe gut laufen lassen – da hat man wieder gesehen, welche Qualität wir haben. Jeder Einzelne hat seinen Job gut gemacht und dann kommen auch solche Resultate heraus.“

Hamburgs Headcoach Serge Aubin: „Es ist ein gutes Gefühl das erste Spiel der Saison zu gewinnen, besonders wenn man zu Hause spielt vor seinen Fans und der Familie. Mir hat es gefallen, wie wir heute in unser Spiel gefunden haben, der Umgang mit dem Puck war größtenteils wirklich gut und die Special Teams haben auch gut gearbeitet.“ 

Am Sonntag, 13. September, geht es für Hamburg um 16.30 Uhr bei der Düsseldorfer EG weiter. Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, 20. September, um 14.30 Uhr gegen die Thomas Sabo Ice Tigers statt.

Tore: 1:0 (10:36) Nicolas Krämmer (Philippe Dupuis, Marcel Müller/5-4), 2:0 (13:30) Kevin Schmidt, 3:0 (32:43) Marcel Müller (Philippe Dupuis, Michael Davies), 3:1 (34:07) Jared Ross (Brian Lebler, Daniel Irmen), 3:2 (41:06) Brian Lebler (Daniel Irmen, Benedikt Kohl), 4:2 (50:46) Jerome Flaake (Philippe Dupuis, Marcel Müller/5-4). Strafen: Hamburg 16 + 10 (Sean Sullivan), Ingolstadt 20 + 10 (Jared Ross). Zuschauer: 8810.