Den Heimfluch rechtzeitig besiegt: Deutscher Meister 2013 sind die Eisbären Berlin! DEL-Finale, Spiel 4

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Wie auch im letzten Spiel in Köln waren Intensität und Tempo auch in Spiel vier von Beginn an enorm hoch. Beide Teams war unübersehbar die Bedeutung des Spiels hoch bewusst. Auch atmosphärisch ging es heiß her. Der Anhang der Haie, per Sonderzug in die Hauptstadt gereist, war in der o2 World mit ca. 800 Fans in punkto Lautstärke und Anzahl gut vertreten. Auf den Rängen ging es zwischen Eisbären- und Haie-Fans ebenso hoch her wie auf dem Eis. Die Kölner aber ein wenig zu verbissen im Zweikampf, kassierten schnell zwei Strafzeiten, die noch ohne Folgen blieben. In der 9. Spielminute jedoch erhielten die Eisbären nach einem Solo von Corey Locke einen Penalty zugesprochen, den der zuvor Gefoulte sicher verwandelte – 1:0. Die besten Möglichkeiten hatten auch in der Folge die Berliner, die bei zwei weiteren Alleingängen von TJ Mulock (in Unterzahl) und Darin Olver an Kölns Torsteher Danny aus den Birken scheiterten. Die Gäste zwar immer wieder gefährlich vor dem von Rob Zepp gehüteten Eisbären-Gehäuse, doch Berlin verteidigte hier geschickt, blockte viele Schüsse oder unterband den finalen Pass der Gäste. Was doch durchkam, wurde zur Beute von Zepp.

Ins Mitteldrittel starteten die Haie noch eine Spur entschlossener und waren damit zunächst auch erfolgreich: Rok Ticar schloss einen zügig vorgetragenen Angriff über die Stationen Holmqvist und Claaßen mit dem Treffer zum 1:1 (25.) ab. Alles wieder offen! Nach den ersten zwanzig Minuten mussten sich die Eisbären zu Recht den Vorwurf machen lassen, insbesondere ihre Powerplay-Gelegenheiten nicht zu weiteren Treffern genutzt zu haben. Aber just nachdem eine Strafe gegen Köln abgelaufen war, nahm in der 32. Minute Julian Talbot Maß und schmetterte die Scheibe zur erneuten Berliner Führung in die Maschen. Wenige Minuten später zog Constantin Braun mit dem Puck am Schläger vehement ins Kölner Drittel, schießt knapp am Gehäuse vorbei, der Puck springt TJ Mulock quasi auf die Kelle, der zum 3:1 (35.) für die Eisbären einnetzen kann. Die Vorentscheidung?

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Die Haie begannen Abschnitt Nummer drei in Überzahl, nur war ihre Lunte inzwischen ziemlich kurz. Nach unkorreketem Körperangriff auf Berlins Torsteher Zepp marschierte Kölns Moritz Müller auf die Strafbank und der zahlenmäßige Vorteil für die Haie war unnötigerweise dahin. Die Eisbären machten es nun besser, sezierten während eines Powerplays in der 47. Spielminute die Kölner Unterzahlformation, Julian Talbot kam am rechten Pfosten freistehend zum Schuss und erhöhte mit seinem zweiten Treffer im Spiel auf 4:1 für die Eisbären. Die Haie gaben nicht auf, wehrten sich tapfer, fanden aber nur noch selten Mittel, das bereits unabwendbar Erscheinende doch noch verhindern zu können. Sechseinhalb Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit nahm Gästecoach Uwe Krupp bei Strafe gegen Berlin erstmals seinen Torsteher für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Die Mannschaft von Chefcoach Don Jackson ließ dennoch wenig zu, spielte die letzten Momente der Saison 2012/13 geschickt herunter. Längst hatten auf den Rängen die Siegerfeierlichkeiten begonnen. Und dann war es vollbracht: Deutscher Meister 2013 – Eisbären Berlin!

Tore: 1:0 (9.) Locke PS; 1:1 (25.) Ticar - Claaßen/Holmqvist; 2:1 (32.) Talbot – Olver; 3:1 (35.) Mulock, TJ – Braun, C.; 4:1 (47.) Talbot – Tallackson/Locke PP1;

Schiedsrichter: Brüggemann/Piechaczek

Strafen:10/18

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)


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