DEL Winter Game in Dresden: Dynamo darf nicht in die Dynamo-Kabine

Am Samstag um 17 Uhr startet im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion das diesjährige Winter Game der DEL zwischen den Dresdner Eislöwen und den Eisbären Berlin. Bei erwarteten Temperaturen von etwa –10 Grad Celsius erwartet die Fans ein echtes Winterspiel – vor über 32.000 Zuschauern.
Beide Teams bereiten sich auf ihre Weise auf das Spiel vor. Die Eislöwen haben bereits am heutigen Donnerstag die Eishalle verlassen und trainieren nun im Stadion, dem Wohnzimmer von Dynamo Dresden.
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Die Eisbären Berlin treten am Donnerstagabend noch in Iserlohn an und haben sich für die Fahrt in die sächsische Landeshauptstadt zwei Nightliner-Busse gechartert, um ausgeruht in Dresden anzukommen, berichtet Sportdirektor Stéphane Richer. Die ehemaligen Dynamos aus Berlin müssen dort allerdings mit der Gästekabine vorliebnehmen. Die heiligen Hallen von Dynamo Dresden bleiben den Eislöwen vorbehalten. Grund ist die dort vorhandene Sauna, erzählt Dresdens Geschäftsführer Maik Walsdorf mit einem Augenzwinkern.
Ein riesiger logistischer Aufwand wurde in Dresden gestemmt, um das Stadion in eine Eisarena umzubauen. Walsdorf geht von etwa 800.000 Euro Fixkosten aus, die natürlich durch Einnahmen wie Ticketverkäufe und Sponsoren wieder hereinkommen müssen. Im Idealfall sollte für die Eislöwen am Ende ein Überschuss im sechsstelligen Bereich verbleiben. Ursprünglich war angedacht, das Event sogar größer zu gestalten und es mit der DEL2 oder der tschechischen Liga zu kombinieren, das verhinderten aber Terminschwierigkeiten relativ schnell.
Für Dresdens neuen Cheftrainer Gerry Fleming ist es das dritte Outdoor-Game seiner Karriere: „Jedes ist besonders und ein spezielles Event und für viele eines, welches man nur einmal im Leben haben wird.“ Wichtig für ihn ist es, sich mit den besonderen Bedingungen zu arrangieren: „Es sind einige Herausforderungen beim Wetter, bei den Windbedingungen, der Eisqualität, der Energie, die von den Rängen kommt, auf die wir uns einstellen müssen. Auch während des Spiels können sich die Bedingungen ändern, das Eis kann weicher werden und auf alles müssen wir reagieren.“
Stéphane Richer geht von einem interessanten Spiel aus und erwartet eine überragende Stimmung im fast ausverkauften Stadion aus, auch durch die circa 10.000 Fans, die allein aus Berlin erwartet werden. Auch Eisbären-Spieler Jonas Müller freut sich auf das Match: „Es ist mein erstes Winter Game und ich will so viel wie möglich von der Atmosphäre aufnehmen, gerade beim Einlaufen und wenn man auf der Bank sitzt.“
Sein Gegenpart bei den Eislöwen, Alec McCrea, kann es ebenfalls kaum erwarten: „Ich freue mich auf das Spiel seit dem Sommer, als ich davon erfahren habe. Es ist mein erstes Outdoor-Game. In unserer Situation ist jedes Spiel wie ein Playoff-Spiel, wir brauchen jeden Punkt, egal gegen wen wir spielen.“
Im Vergleich zu normalen Liga-Spielen gibt es kleinere Änderungen im Ablauf: es wird in den jedem Drittel zwei Powerbreaks geben, jeweils nach 8 und 14 Minuten, außerdem werden im letzten Abschnitt nach zehn Minuten mit hartem Cut die Seiten gewechselt. Bei Schneefall wäre es auch denkbar, dass die Eismaschine zwischendurch zum Einsatz kommt.
Das Spiel wird am Samstag ab 16 Uhr von Magenta-Sport übertragen, wenige Restkarten für das Live-Erlebnis sind noch unter delwintergame.de erhältlich.














