Towerstars gewinnen in Bietigheim

Vor 2.766 Zuschauern mussten die Bietigheim Steelers am heutigen Nachmittag eine Niederlage gegen den württembergischen Rivalen aus Ravensburg hinnehmen. Nach einem 1:4 Rückstand fingen sich die Gastgeber zwar wieder etwas, kamen noch auf 3:4 heran, für einen Punktgewinn sollte es aber heute nicht reichen.
Der Spitzenreiter begann gut gegen die personell besser gestellten Ravensburger. Immer wieder gelang es dem Team um Kapitän Adam Borzecki, den schwäbischen Rivalen unter Druck zu setzen. Die Towerstars standen hinten jedoch sicher und konnten in Unterzahl in Führung gehen. Marcus Sommerfeld behinderte den davoneilenden Radek Krestan und Hautpschiedsrichter Köttsdorfer entschied folgerichtig auf Penalty. Krestan trat an und blieb im Duell mit Martinovic Sieger, neuer Spielstand damit 1:0. Der Vizemeister konterte jedoch und konnte wenige Minuten später den Ausgleich erzielen. Über Dominic Auger und Archie Skalbeck kam die Scheibe zu Frederik Cabana. Der ehemalige Ravensburger konnte in der Mitte nahezu unbedrängt zum 1:1 einschießen. Die Gäste versuchten die Bietigheimer Angriffe frühstmöglich zu unterbinden. Das sich bietende leichte plus an Spielanteilen konnten die Towerstars zunächst nicht nutzen. Erst in der 17. Spielminute bot sich den Ravensburgern wieder eine Gelegenheit, die eiskalt genutzt wurde. Sinisa Martinovic brachte den Puck nicht unter Kontrolle und dieser kullerte im wahrsten Sinne des Wortes über die Linie. Austin Smith war, nach Vorlage von Fabio Carciola, der Torschütze. Doch damit nicht genug - 48 Sekunden vor dem Pausenpfiff erhöhte der Tabellensechste auf 1:3, wieder war es Austin Smith.
Es lief auch weiterhin nicht wirklich gut für die Ellentaler. Einen eigentlich harmlosen Distanzschuss von Andreas Farny ließ Steelers-Keeper Martinovic zum 1:4 passieren.
"Wir haben ganz gut begonnen und uns heute aber zu viele Fehler und Gehirnfürze erlaubt und das hat Ravensburg gnadenlos ausgenutzt.", haderte Kevin Gaudet mit den vielen Fehlern seiner Mannschaft. Auf der Gegenseite konnten sich das Team vom Mehlsackturm auf Keeper Matthias Nemec verlassen, der gleich mehrfach gegen Matt McKnight, Frederik Cabana und Marcus Sommerfeld rettete. In Überzahl gab es dann wieder ein Lebenszeichen des Spitzenreiters. Auf Vorlage von Marcus Sommerfeld und Frederik Cabana brachte Dominic Auger sein Team auf 2:4 heran. Die Steelers waren nun wieder besser in der Partie und hatten gleich zwei dicke Möglichkeiten, auf 3:4 heran zu kommen. Erst scheiterte Frederik Cabana am Ravensburger Torhüter und aus kurzer Distanz vergab dann Robin Just. Ein unnötiger Scheibenverlust von Cabana leitete den nächsten Konter der Gäste ein. Brian Roloff war nur noch durch ein Foul zu stoppen und der Schiedsrichter entschied erneut vollkommen korrekt auf Penalty, diesmal aber mit dem besseren Ausgang für Martinovic. Bietigheim leistete sich insgesamt aber zu viele Fehlern im Spielaufbau und individuellen Fehlern, sodass eine durchgehende und konsequente Offensive kaum möglich war. Bei Chancen von McKnight, Cabana und Just war zudem mitunter auch viel Pech dabei. Zwei Mal verpasste die Scheibe nur um Haaresbreite das Gehäuse der Oberschwaben. Zwölf Sekunden vor Drittelende gab es dann endlich den verdienten Lohn für den Spitzenreiter. In Überzahl traf erneut Dominic Auger, wunderbar in Szene gesetzt von Matt McKnight und Marcus Sommerfeld, zum 3:4 Pausenstand.
Der Gastgeber nahm den Schwung aus dem vorigen Drittel mit hinein in den Schlussabschnitt und drängte nun auf den Ausgleich. Robin Just vergab zunächst aus aussichtsreicher Position das 4:4. Bietigheim befand sich kurz darauf in Überzahl und wieder ließen die Schützlinge von Trainer Kevin Gaudet beste Gelegenheiten ungenutzt. Der Spitzenreiter hatte nun deutlich mehr Spielanteile, wusste die Towerstars immer wieder gut unter Druck zu setzen, ließ aber alles in allem die letzte Konsequenz vermissen, sodass sich keines der beiden Teams wirklich zwingende Torchancen erarbeiten konnte. Ravensburg verlagerte sich nun komplett auf die Verteidigung und überliess dem Vizemeister nun komplett das Feld. Kevin Gaudet nahm kurz vor Ende der Partie noch seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Ein weiterer Treffer wollte jedoch nicht mehr fallen und so blieb es bei einer knappen 3:4 Niederlage.
Towerstars Trainer Daniel Naud zeigte sich nach der Partie durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Heute war es wichtig für uns einen guten Start zu erwischen und agressiv nach vorne zu spielen. Aber auch hinten wollten wir sicher stehen. Das ist uns heute wirklich gut gelungen. Die Jungs haben Schüsse geblockt und die Passlinien sehr gut dicht gemacht. Bietigheim hat zwar viel Druck gemacht und wollte unbedingt gewinnen. Das ist ihnen aber nicht gelungen und daher bin ich sehr zufrieden." Kevin Gaudet sagte hierzu: "Wir haben nach dem 1:4 zwar nochmal alles versucht. Wir sind zwar nochmal gut herangekommen, aber schlussendlich hat es heute einfach nicht gereicht. Ravensburg stand hinten sicher und hat heute unter dem Strich alles richtig gemacht."
Statistik:
1:0 - Radek Krestan (Penaltyschuss) - 5.
1:1 - Frederik Cabana (Archie Skalbeck, Dominic Auger) - 8.
1:2 - Austin Smith (Fabio Carciola) - 17.
1:3 - Austin Smith (Stefan Langwieder) - 20.
1:4 - Andreas Farny (Maximilian Brandl) 1:46
2:4 - Dominic Auger (Überzahl-Tor) (Marcus Sommerfeld, Frederik Cabana) - 29.
3:4 - Dominic Auger (Überzahl-Tor) (Marcus Sommerfeld, Matt McKnight) - 40.
Schiedsrichter: Georg-Rainer Köttstorfer
Strafzeiten:
Bietigheim Steelers: 2
Ravensburg Towerstars: 8














