Spartak, Dynamo und ZSKA Moskau – Hauptstadtclubs trumpfen auf

Spartak dreht 0:3-Rückstand, Dynamo holt sich in der Schlussminute Sieg gegen Zagreb und ZSKA stiehlt in Prag drei Punkte. - Wladiwostok erklimmt Platz acht: Felix Schütz Sieg-Torschütze gegen Jekaterinburg
Nach Sakari Salminens Treffer zum 3:0 in der 36. Spielminute sah Torpedo Nischni Nowgorod schon wie der sichere Sieger über Spartak Moskau aus. Etwas mehr als eine Minute später verkürzte die Mannschaft von Chefcoach Fjodor Kanareikin durch Alexej Krutow jedoch auf 1:3 und läutete damit die Aufholjagd der Moskowiter ein. Die 5.100 Besucher in Nischni Nowgorod mussten zuschauen, wie ihr Team in Unterzahl nach Gegentreffern von Matt Anderson (43. - nach Vorlage von Deron Quint) und Alexander Nikulin (47.) seinen sicher scheinenden Vorsprung aus der Hand gaben. In der Verlängerung gelang Routinier Wjatscheslaw Kosslow (63.) der entscheidende Treffer zu Spartaks 4:3-Auswärtserfolg. Die Hauptstädter stehen aktuell mit 26 Punkten zwar auf Platz zehn der Westkonferenz, haben jedoch ein Spiel weniger absolviert als die unmittelbaren Konkurrenten (Lokomotive Jaroslawl, Atlant Mytischtschi, Lev Prag auf einen Play-off-Platz.
Noch knapper ging es bei Dynamo Moskaus Last-Minute-Sieg zu. In der 49. Spielminute hatte Ryan Michael nach Vorarbeit von Sinisa Martinovic Medvescak Zagreb vor 6.881 Zuschauern in der russischen Hauptstadt in Führung gebracht. Die sechzigste Spielminute war zehn Sekunden alt, da traf Alexej Zwetkow zum 3:3-Ausgleich für den aktuellen Gagarin-Cup-Champion. Noch vier Sekunden trennten Zagreb vom Punktgewinn und einem weiteren Achtungserfolg, da klinkte Denis Mosaljow für Dynamo zum 4:3-Heimsieg ein. Die Mannschaft von Chefcoach Oleg Znarok hatte im Wochenverlauf Platz eins in der Westkonferenz wieder an SKA St. Petersburg abtreten müssen, liegt aktuell mit einem Punkt Rückstand auf Rang zwei.
Auch der dritte im Bunde der russischen Hauptstadtclubs, ZSKA Moskau, war am Samstag erfolgreich. Durch einen knappen 2:1-Auswärtssieg entführte ZSKA, das ohne seinen Top-Star Alexander Radulow auskommen musste, drei Zähler aus Prag. Alexej Morossow (8. Spielminute) und Wladimir Scharkow (41.) sprangen als Torschützen ein. Levs Ehrentreffer vor einer Heimkulisse von 8.042 Zuschauern erzielte Michal Repik (23.). ZSKA rangiert mit 29 Punkten auf Platz vier der Westkonferenz. Lev Prag (27 Punkte), dessen Mannschaft seit Kurzem vom finnischen Cheftrainer Kari Jalonen betreut wird, rangiert auf Platz sieben.
Am Samstag endlich gelang Admiral Wladiwostok der Sprung auf Rang acht und damit in die Play-off-Ränge der Ostkonferenz. Mit 2:1 setzte sich die Mannschaft des deutschen Nationalstürmers Felix Schütz auf heimischen Eis und vor 5.000 Zuschauern gegen Awtomobilist Jekaterinburg durch. Ansonsten eher als Vorbereiter unterwegs, entpuppte sich Schütz' Treffer zum 2:0 (7.) am Ende als Siegtreffer. Kapitän Enver Lisin (5.) hatte Admiral zuvor in Führung gebracht. Den Gästen gelang durch Fjodor Malychin (40.) lediglich der Ehrentreffer. Wladiwostoks prominenter Verteidiger-Neuzugang Mike Commodore (2006 Stanley-Cup-Sieger mit den Carolina Hurricanes und 2007 Weltmeister mit Team Canada) kam dabei noch nicht zum Einsatz.
Für reichlich öffentliche Erregung sorgte dieser Tage eine höchst unfaire Aktion Kasans Verteidiger Grigori Panin. Der hatte Zagrebs bereits auf dem Eis liegenden Matt Murley brutal in die Bande gerammt. Die Disziplinarkommission der Liga hielt offen, ob es bei den 11 Spielen Sperre für Panin bleibt. Zuletzt häuften sich unfaire Aktionen auf KHL-Eis, so dass von offizieller Seite erwogen wird, an Panin ein abschreckendes Exempel zu statuieren. In engem Zusammenwirken mit der Spielergewerkschaft appelliert die Liga an die Spieler, überbordender Brutalität auf dem Eis Einhalt zu gebieten, berichtet khl.ru.














