KHL-Play-off: Omsk erwischt auch Kasan auf falschem Fuß

ZSKA unterliegt Dynamo knapp im ersten Duell der Hauptstadtklubs
Wie lautete gleich die Prognose von Trainerlegende Viktor Tichnow vor Beginn der Viertelfinal-Serie zwischen dem AK Bars Kasan und Avangard Omsk? Omsk würde mit Kasan nicht auch noch den zweiten Favoriten schocken können? Nun ja, einen wichtigen Teilerfolg jedenfalls konnten die „sibirischen Falken“ am gestrigen Dienstag mit ihrem 2:0 Auswärtssieg (1:0; 1:0; 0:0) aber doch einfahren und sorgten somit ein weiteres Mal für ziemlich großes Erstaunen unter den Experten. Chefcoach Igor Nikitin hatte sein Team auf ein Höchstmaß an taktischer Disziplin eingeschworen und die Mannschaft, die in der Vorrunde zwei Trainer verschlissen und bereits den Stempel „untrainierbar“ aufgedrückt bekommen hatte, folgte motiviert bis in die Haarspitzen der vorgegebenen Marschroute ihres jungen Trainers. In der 10. Spielminute ging Avangard durch Nikita Nikitin mit 1:0 in Führung, welche Denis Jeschow (25.) im Mittelabschnitt gar auf 2:0 ausbaute. Dass der eigentlich enorm offensivstarke AK Bars Kasan vor der Heimkulisse von 7.300 Zuschauern ohne eigenen Treffer blieb, war freilich auch der guten Leistung Alexander Fomitschews im Tor der „sibirischen Falken“ geschuldet. Bereits heute stehen sich beide Kontrahenten zum zweiten Mal gegenüber.
Ak Bars Kasan – Avangard Omsk 0:1 (0:2)
Ebenfalls mit einem Auswärtssieg startete Dynamo Moskau in die Viertelfinalserie gegen den Lokalrivalen ZSKA. 5.400 Zuschauer verfolgten, wie sich die Hausherren an der frühzeitig von Denis Tolpeko (2.) und Sergej Zinowjew (6.) herausgeschossenen Gästeführung die Zähne ausbissen. Noch während der ersten zwanzig Minuten kam ZSKA zwar durch einen Überzahltreffer Denis Parschins (18.) auf 1:2 heran, danach blieben beide Tore bis zur Schlusssirene wie vernagelt. Unter den Zuschauern befand sich auch Michail Ovechkin, der Vater von NHL-Star Alexander, der freilich Dynamo Moskau, dem Stammverein seines inzwischen weltweit berühmten Sprosses die Daumen drückte. „Wissen Sie“, sagte Michail Ovechkin gegenüber SPORT EXPRESS nach dem Spiel, “dort, wo mein Sohn derzeit ist, gibt es dieser Tage keinen größeren Dynamo-Fan. Ich habe Sascha bereits von unserem Sieg berichtet und er ist überglücklich. Wenn er könnte, wäre er jetzt bestimmt bei uns.“ Wie es ausschaut, hat Dynamo Moskau der Beistand des Stars der Washington Capitals aber auch aus der Ferne bestens geholfen. Stunden später gewann Alexander Ovechkin mit seinen Caps in Nashville nach Verlängerung übrigens ebenfalls mit 2:1, blieb zwar selbst ohne Scorerpunkt, half aber dennoch die nun schon länger andauernde Niederlagenserie der Caps zu stoppen. Sportlich gesehen am Ende also ein absolut runder Tag für den gesamten Ovechkin Clan. (mac)
ZSKA Moskau – Dynamo Moskau 0:1 (1:2)














