Hart gekämpft und doch verloren
Die Eispiraten haben ihr Auswärtsspiel bei den Roten Teufeln aus Bad Nauheim nach Overtime mit 6:5 (2:1,1:2,3:2) verloren. In einer hart umkämpften Partie sicherten sich die Gastgeber den Extrapunkt in der letzten Minute der Verlängerung.
Auch dieses Spiel war, wie viele Aufeinandertreffen in der Vergangenheit, wieder auf absoluter Augenhöhe mit dem Gegner. Während die Westsachsen nun sicher mit den PlayDowns planen müssen, haben die Hessen allerdings noch beste Möglichkeiten auf die PlayOffs.
Zu Spielbeginn merkte man den Sachsen an, dass sie sich erstmal darauf einstellen mussten, die verletzten Spieler André Schietzold, Jakub Körner und Alexander Hutchings zu kompensieren.
Gerade die beiden Verteidiger Schietzold und Körner bewiesen in der bisherigen Saison, dass sie stets eine zuverlässige Abwehrarbeit leisten und die sonst noch junge Abwehr zusammenhalten konnten.
Es war die 3. Spielminute, als die Roten Teufel das erste Mal jubeln duften. Alexander Thiel markierte nach Vorlage von Matt Beca und Kyle Helms im Powerplay den ersten Treffer. Das war für die Crimmitschauer aber eher ein Wachrüttler. Nun spielten auch sie mutig nach vorn und wurden in der 4. Minute auch gleich belohnt und konnten durch Matthew MacKay den 1:1 Ausgleich erzielen. Die Vorlage hier kam von Jamie MacQueen und Dominic Walsh. Doch auch das währte nicht lang und nach nur 46 Sekunden musste Ryan Nie einen weiteren Treffer hinnehmen. Vitalij Aab traf nach Pass von Max Campbell und Drew Paris. Ein Paar Minuten später zeigten die Eispiraten, dass sie sich so schnell nicht geschlagen geben wolten und erzielten ein Tor, das aber nach einigen Diskussionen dann doch nicht gegeben wurde. Das sollte auch nicht die letzte Situation gewesen sein, die wiedermal verdeutlichte, dass man den Videobeweis dringend auch in der DEL2 einführen sollte. Mit einem knappen 2:1 für Bad Nauheim ging es in die Pause.
Im zweiten Drittel geht es zunächst munter hin und her, ehe die Hessen das 3:1 durch Harry Lange erzielen konnten. Nun war wieder Crimmitschau am Drücker und konnte nach einem abgefälschten Schuss von Matthias Forster durch Martin Heinisch verkürzen. Jetzt machten die Gäste weiter Druck und es war wieder Matt MacKay, der nach einem Lattentreffer von Dominic Walsh im Nachschuss einnetzte. Nachfolgend passierte im zweiten Drittel nicht mehr viel. Bad Nauheim war nach Kontern stets gefährlich, doch der starke Piratenkeeper Ryan Nie verhinderte einen weiteren Treffer im zweiten Drittel.
Der Schlusssbschnitt sollte es dann in sich haben. Die Eispiraten gingen zunächst durch ein Tor von Matt MacKay, der damit seinen dritten Treffer an diesem Abend machte, mit 4:3 in Führung. Zwei Minuten wieder fiel zwar erneut der Ausgleich, doch Matt MacKay hatte noch nicht genug und traf auch ein viertes Mal in den Kasten der Teufel, Eric Lampe und Marvin Tepper hatten diesen vorbereitet. Nun hofften die mitgereisten Fans der Eispiraten, dass man das 5:4 über die verbleibenden nicht ganz fünf Minuten retten kann. Doch es sollte anders kommen. Sechs Sekunden vor Schluss entschied Schiedsrichter Eugen Schmidt auf Penalty: Ryan Nie sollte absichtlich sein Tor verschoben haben. Die Eispiraten waren mit dieser Entscheidung keines Falls einverstanden, da es aus ihrer Sicht eine natürliche Abwehrbewegung von Ryan Nie gewesen war. Dass der Schiedsrichter, nachdem er Eric Lampe und später auch Martin Heinisch mit einer Zehn-Minutenstrafe wegen Meckerns vom Eis schickte, noch den Eismeister holte, um das Tor neu zu befestigen machte, seine Entscheidung nicht unbedingt glaubhafter. Max Campbell versenkte den Penalty gegen seinen alten Bekannten Ryan Nie und rettete so die Nauheimer in die Verlängerun. In der Overtime spielte dann nur noch der EC Bad Nauheim und konnte in der letzten Spielminute folgerichtig den Siegtreffer durch Dusan Frosch erzielen. Eispiraten-Verteidiger Nico Opreé sagte nach dem Spiel: "Es ist natürlich verdammt bitter. Wir haben hart gekämpft auch wenn nicht alles schön war haben wir ein starkes Spiel gemacht, haben super Charakter gezeigt. Wir sind nach Rückschlägen immer zurück gekommen. Es ist natürlich bitter nach einer solch strittigen Entscheidung sechs Sekunden vor Schluss das Spiel aus der Hand zu geben."














