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Berlin - Iserlohn 7:5

Eisbären gewinnen Wettschießen gegen Iserlohn

Lesedauer: 3 Minuten
Iserlohns Tyson Mulock (rechts) bei seiner Berlin-Rückkehr unglücklich - Berlins Daniel Weiß (links) mit aufsteigender Form. (Foto: jay)

Nach 3:4-Rückstand zur ersten Pause setzen sich die Eisbären Berlin vor 13.100 Zuschauern gegen die Iserlohn Roosters am Ende mit 7:5 (3:4, 2:0, 2:1) durch. Berlins Siegtreffer durch Florian Busch in Überzahl ging ein Zweikampf der Brüder Tyson und T.J. Mulock voraus.

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Sechs Jahre spielte Tyson Mulock für die Eisbären Berlin, feierte fünf Meisterschaften mit den Hauptstädtern. In diesem Sommer folgte der Wechsel von der Spree an den Seilersee zu den Iserlohn Roosters. In letzter Zeit führte der 30-jährige Deutsch-Kanadier unter Ex-Trainer Don Jackson eher ein Schattendasein. Erst in den Play-offs trat Tyson Mulock öfter aus diesem Schatten, steuerte einige wichtige Treffer zu den Erfolgen der Eisbären bei. Am Sonntag kehrte er nach Berlin zurück, betrat erstmals als Gegner seiner alten Kollegen das nur allzu vertraute Eis der o2 World. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Travis James, kurz T.J., trägt weiter das Trikot der Eisbären. Ein komisches Gefühl sei das gewesen, gaben die Brüder nach dem Spiel unabhängig voneinander zu. Klar, dass der ältere der beiden nach der 5:7-Pleite seiner Roosters weniger glücklich als der jüngere Mulock dreinschaute. Was auch daran lag, dass Tyson zehn Sekunden vor Ende des zweiten Drittels nach einem Zweikampf gegen seinen Bruder eine unglückliche Strafzeit kassierte, welche die Sauerländer mit in den Schlussabschnitt schleppten. Nur kurz zuvor musste schon der Iserlohner  Mike York auf der Strafbank Platz nehmen. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis konnten die mit 5:4 in Führung liegenden Eisbären in die letzten zwanzig Minuten starten. Exakt eine Sekunde bevor ein vierter Iserlohner wieder ins Geschehen hätte eingreifen können, landete ein abgefälschter Schuss von Florian Busch (42.) zum 6:4 für die Eisbären im Gästetor. Colin Danielsmeier brachte die Roosters in der 49. Spielminute noch einmal heran. Doch der erneut stark aufspielende Laurin Braun (60.) band mit seinem Schuss ins leere Tor der Sauerländer den Sack für den Deutschen Meister zu.  „Hätten wir diese 3:5-Unterzahl überlebt“, spekulierte Iserlohns Cheftrainer Doug Mason nach Spielende, „wäre es vielleicht anders gelaufen. Aber so hat es Berlin den Sieg gebracht.“ Mason haderte indessen nicht übermäßig mit dem Ausgang. Über weite Strecken des Spiels, in dem zunächst beiderseits die Defensive nicht oberste Priorität besaß, ärgerte seine Mannschaft die Eisbären nicht nur, sondern kaufte ihnen im ersten Drittel den Schneid ab. Auf jedes Berliner Tor fanden die Roosters eine Antwort, lagen zur ersten Pause sogar mit 4:3 in Führung. „Das war schon frustrierend“, räumte Eisbären-Coach Jeff Tomlinson ein. „Man hat den Iserlohnern ihren 6:0-Sieg vom Freitag angemerkt. Erst als wir die Zweikämpfe mehr angenommen und gewonnen haben, lief es besser. Die Zuschauer hatten ihren Spaß, ich nicht so. Es ist aber auch klar, dass wir am zweiten Spieltag nicht da sind wo wir hin wollen. Ich freue mich über den Arbeitssieg und die drei Punkte“, so Berlins neuer Chef hinter der Bande weiter. Mit sechs Zählern auf ihrem Konto schließen die Eisbären das erste DEL-Wochenende ab. So manch kritischer Beobachter in der Hauptstadt hatte da im Vorhinein mit weniger gerechnet. Auch weil mit Defensiv-Neuzugang Casey Borer (Rückenprellung), Constantin Braun sowie die Stürmer Matt Foy (Syndesmosebandriss) und Mads Christensen (Schulter) den Saisonstart verpassen. Dafür zeigte Daniel Weiß viel Einsatz, blockte vor dem eigenen Tor Schüsse, rackerte an der Bande, erkämpfte Pucks zurück und veredelte seine Leistung mit dem Treffer zum 4:4. „Das ist Daniel Weiß' Niveau, da muss er weitermachen“, lobte Tomlinson nicht zu Unrecht. Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 7:5 (3:4, 2:0, 2:1) Tore: 1:0 (1.) Olver – Busch/Tallackson; 1:1 (3.) Kopitz – Hommel; 2:1 (5.) Baxmann – Mulock, TJ/Braun, L. PP1; 2:2 (8.) Raedeke – Frosch/Foster; 3:2 (13.) Rankel – Braun, L./Talbot; 3:3 (18.) Wolf – Sertich/York PP1; 3:4 (19.) Frosch – Fischhaber/Foster; 4:4 (23.) Weiß - Tallackson/Trivellato; 5:4 (35.) Talbot –  Busch/Tallackson; 6:4 (42.) Busch – Baxmann/Hördler PP2;  6:5 (49.) Danielsmeier – /YorkMacek; 7:5 (60.) Braun, L. - Baxmann/Hördler EN Schiedsrichter: Lenhart/Oswald
Strafen: 12/12
Zuschauer: 13.100

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