Matchstrafe überschattet den Hammer Sieg in Duisburg

An sich war das Ganze eine alltägliche Szene: Im Oberliga-Spiel zwischen den Füchsen Duisburg und den Hammer Eisbären sprachen die Unparteiischen eine Strafzeit wegen zu vieler Spieler auf dem Eis aus – doch darauf entwickelte sich eine Szenerie, die dem Ex-Duisburger und jetzigen Hammer Stürmer Pontus Wernerson Libäck eine Matchstrafe einbrachte. Sein Team gewann das Spiel an der Wedau dennoch verdient mit 5:2.
Was war passiert? Linus Wernerson Libäck – die beiden schwedischen Zwillingen haben insgesamt zwei Saisons für den EVD absolviert – lief in der 27. Minute aufs Tor zu, als die Schiedsrichter das Spiel längst wegen zu vieler Spieler auf Seiten der Eisbären unterbrochen hatten. Der schwedische Stürmer brach seinen Angriff aber nicht ab und schoss nach dem Abpfiff auf das Duisburger Tor. Das wird im Eishockey alles andere als gerne gesehen, da diese Situation für den Torhüter gefährlich werden könnte. So stieß EVD-Angreifer Luis Üffing den Hammer Stürmer um, was wiederum dessen Bruder Pontus auf den Plan rief. Nach der Auseinandersetzung schauten sich die Schiedsrichter die Videobilder an und entschieden schließlich wegen Slewfooting auf Matchstrafe. Da ein Spieler bei einem solchen Foul hart nach hinten fallen kann, wird dieses Vergehen, das gegen die Beine geht, hart sanktioniert.
Bezeichnenderweise waren danach aber die Hammer Eisbären besser im Spiel, weil die Special Teams der Gäste klar besser waren. Zwar trafen die Füchse in der so entstandenen fünfminütigen Überzahl zum zwischenzeitlichen Ausgleich, doch die Eisbären waren insgesamt dreimal im Powerplay erfolgreich, einmal davon sogar nach nur sieben Sekunden. Matchwinner für Hamm waren Dominik Lascheit mit vier Vorlagen sowie Luc Laylin mit zwei Treffern und einem Assist.













