Leon Draisaitl glänzt mit fünf Punkten bei Sieg gegen Champion

Neben dem überragenden Leon Draisaitl haben auch JJ Peterka, Moritz Seider und Philipp Grubauer Grund zu jubeln.
Die Edmonton Oilers haben sich in einem spektakulären Duell mit 6:5 nach Penaltyschießen gegen die Carolina Hurricanes durchgesetzt. Überragender Akteur war Leon Draisaitl, der mit zwei Treffern und drei Vorlagen maßgeblich am Heimerfolg beteiligt war. Auch Connor McDavid lieferte mit zwei Toren und drei Assists eine herausragende Vorstellung ab. Es war das vierte Mal, dass beide in einem Spiel jeweils fünf Punkte erzielten. Für Connor McDavid war es das 17. Fünf-Punkte-Spiel seiner Karriere. Damit überflügelte er Marcel Dionne, Steve Yzerman und Jari Kurri und hat nur noch drei Spieler vor sich.
Draisaitl erzielte seine Saisontreffer neun und zehn jeweils im Powerplay und baute damit seine beeindruckende Serie weiter aus. Im fünften Spiel hintereinander gelang ihm mindestens ein Tor. Dieses Kunststück schaffte der deutsche Superstar im Laufe seiner NHL-Karriere bereits zum elften Mal. In dieser Statistik liegen nur sechs Spieler vor ihm oder auf einem höheren Niveau: Mario Lemieux führt mit 17 solchen Serien, gefolgt von Alex Ovechkin und Wayne Gretzky mit jeweils 16. Mike Gartner kommt auf 13, Steven Stamkos und Luc Robitaille auf jeweils zwölf.
Nach zehn Saisonspielen steht Draisaitl bereits bei 21 Scorerpunkten, die sich aus zehn Toren und elf Assists zusammensetzen. McDavid hat mit 31 Punkten – acht Treffer und 23 Vorlagen – sogar noch mehr Zähler gesammelt. Zusammen kommen die beiden Offensivstars damit auf 52 Punkte nach den ersten zehn Partien. In der NHL-Geschichte waren lediglich vier Duos zum gleichen Saisonzeitpunkt noch erfolgreicher.
Besonders bemerkenswert ist zudem McDavids Ausbeute: Bereits zum dritten Mal in dieser Saison sammelte er in einer Partie fünf Punkte. Innerhalb der ersten zehn Saisonspiele war dies zuvor nur Mario Lemieux gelungen – und zwar in den Spielzeiten 1988/89 und 1992/93, wobei er jeweils acht Einsätze benötigte.
Sportlich mussten die Oilers gegen Carolina allerdings lange kämpfen. Nach einem 2:4-Rückstand im Schlussdrittel kämpfte sich Edmonton zurück und erzwang die Entscheidung im Penaltyschießen. Dort verwandelte Ryan Nugent-Hopkins den entscheidenden Versuch und machte den Comeback-Sieg perfekt und feierte damit ein gelungenes Saison-Debüt..
JJ Peterka und Head-Coach Marco Sturm durften mit den Boston Bruins einen überzeugenden 6:0-Erfolg gegen die Nashville Predators feiern. Peterka trug sich im zweiten Drittel in die Torschützenliste ein und erhöhte auf 4:0. Nach einer Vorlage von David Pastrnak traf der gebürtige Münchner zunächst nur den Pfosten. Er reagierte jedoch schnell, setzte nach und beförderte den Abpraller anschließend ins Netz. Damit setzte er einen weiteren Höhepunkt in einer einseitigen Begegnung, in der Boston die Gäste klar beherrschte. Für die Bruins war der Erfolg ein weiterer Beleg ihrer aktuellen Konstanz: Die Mannschaft blieb bereits im siebten Spiel in Folge punktetechnisch erfolgreich. Auch Torhüter Michael DiPietro durfte sich feiern lassen. Mit 28 abgewehrten Schüssen sicherte er sich seinen ersten Shutout in der NHL.
Weniger Grund zur Freude hatte Tim Stützle. Der deutsche Nationalspieler erzielte zwar einen Treffer für die Ottawa Senators, musste mit seinem Team gegen die San Jose Sharks - auch durch zwei Empty Netter der Gäste - jedoch eine deutliche 2:6-Heimniederlage hinnehmen. Die Sharks feierten damit ihren ersten Sieg nach 60 Minuten in dieser Saison. Mit Blick auf die Endrunden-Ambitionen der Kalifornier kann das am Ende der Saison noch ein Faktor werden, denn die "Regulation Wins" sind in der Abschlusstabelle das erste Kriterium, das bei Punktgleichheit zweier Mannschaften über die Platzierung entscheidet.
Die Seattle Kraken haben sich vor heimischem Publikum mit 5:3 gegen die Utah Mammoth durchgesetzt. Einen wichtigen Anteil am Erfolg hatte der deutsche Torhüter Philipp Grubauer, der mit 33 Paraden überzeugte und seinem Team auch in schwierigen Phasen den Rücken freihielt.
Nico Sturm sammelte hingegen bei der 1:2-Niederlage der Minnesota Wild gegen die Calgary Flames mit einer Vorlage seinen ersten Scorerpunkt der laufenden Spielzeit.
Moritz Seider feierte hingegen einen 5:2-Erfolg mit den Detroit Red Wings gegen die Vancouver Canucks - die neunter Niederlage in Folge für das Team von der kanadischen Pazifikküste. Der Nationalverteidiger zeichnete sich in etwas mehr als 23 Minuten Eiszeit vor allem defensiv mit fünf geblockten Schüssen aus.
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