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Zwischen Titelträumen und neuen Herausforderungen

Die deutschen NHL-Stars im Fokus zum Saisonstart 2026/27

Lesedauer: 4 Minuten
Leon Draisaitl konnte - auch ohne selbst zu punkten - das deutsche Duell mit Tim Stützle zweimal hintereinander als Sieger verlassen.
Leon Draisaitl (links) und Tim Stützle (rechts) gehören auch in der Saison 2026/27 zu den Leistungsträgern ihrer Teams. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jason Franson

Die neue NHL-Saison beginnt am heutigen Dienstag und verspricht aus deutscher Sicht zahlreiche spannende Geschichten.

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Bereist am Dienstag startet die NHL in die neue Spielzeit und erstmals mit 84 anstatt der zuvor gewohnten 82 Hauptrunden-Partien. Während Leon Draisaitl, Moritz Seider und Tim Stützle erneut zu den Leistungsträgern ihrer Teams gehören, stehen JJ Peterka, Philipp Grubauer und Nico Sturm vor wichtigen Aufgaben. Auch der Nachwuchs drängt in Nordamerika auf höhere Einsätze.

Für die deutschen NHL-Profis beginnt eine Spielzeit mit unterschiedlichen Vorzeichen. Leon Draisaitl will mit den Edmonton Oilers nach einer enttäuschenden Saison mit dem Erstrundenaus erneut um den Stanley Cup kämpfen. Gemeinsam mit Connor McDavid gehört er zu den prägenden Offensivspielern der Liga. Entscheidend wird sein, ob Edmonton neben seiner individuellen Klasse auch die notwendige Konstanz entwickeln kann, um in den Playoffs wieder erfolgreich zu sein. Neu hinter der Bande steht der umstrittene Coach Mike Babcock, der die Oilers zurück in die Erfolgsspur führen soll.

Bei den Detroit Red Wings bleibt Moritz Seider eine zentrale Figur. Der Verteidiger soll mit seiner körperlichen Präsenz, seinem Spielverständnis und seiner Vielseitigkeit dazu beitragen, Detroit, trotz einiger Unruhen im Sommer (Neubesetzung General Manager weiterhin offen und Wechselgerüchte um Dylan Larkin), wieder näher an die Playoff-Plätze heranzuführen. Er gehört zudem zu den Favoriten die Red Wings zukünftig als Kapitän anzuführen.

Tim Stützle trägt bei den Ottawa Senators ebenfalls große Verantwortung. Der deutsche Angreifer soll seine offensive Kreativität erneut unter Beweis stellen und Ottawa dabei helfen, nach zwei Jahren des Erreichens der ersten Playoffrunde nun den nächsten Entwicklungsschritt zu machen. Wie Seider darf auch er sich Hoffnungen auf das Kapitänsamt machen.

Besonders im Fokus steht JJ Peterka, der seit dieser Saison für die Boston Bruins aufläuft. Unter dem deutschen Cheftrainer Marco Sturm soll der schnelle und torgefährliche Stürmer neue offensive Akzente setzen. Peterka dürfte dabei zu Saisonbeginn nach ersten guten Eindrücken in den Testspielen an der Seite des neuen Kapitäns und Superstars David Pastrnak die Chance erhalten.

Auch Nico Sturm steht vor einer wichtigen Saison. Bei den Minnesota Wild soll der erfahrene Center mit seiner defensiven Zuverlässigkeit, seiner körperlichen Präsenz und seiner Vielseitigkeit für Stabilität sorgen. Er dürfte in seinem zweiten Jahr nach der Rückkehr zu den Wild in der dritten oder vierten Sturmreihe zum Einsatz kommen. Da es sein letztes Vertragsjahr ist, muss er sich mit konstant guten Leistungen für einen neuen Kontrakt empfehlen.  

Für Philipp Grubauer geht es bei den Seattle Kraken darum, sich im Konkurrenzkampf um den Starterjob im Tor zu behaupten. Mit seiner Erfahrung möchte der deutsche Schlussmann nach seiner starken Vorsaison erneut eine wichtige Rolle übernehmen und sich in seinem ebenfalls letzten Vertragsjahr zugleich für seine sportliche Zukunft empfehlen.

Josh Samanski hofft bei den Edmonton Oilers auf den nächsten Karriereschritt. Mit überzeugenden Leistungen möchte er sich weiterhin für regelmäßige Einsätze empfehlen. Allerdings hat er nach einer durchwachsenen Vorbereitung unter dem neuen Head-Coach Mike Babcock einen schwereren Stand und muss zum Saisonstart in der AHL bei den Bakersfield Condors starten. 

Auch Lukas Reichel steht bei den Boston Bruins weiterhin vor der Herausforderung, sich dauerhaft in der NHL zu etablieren. Nach der Vorbereitung  wurde der 24-jährige Stürmer kurz vor Saisonstart in die AHL zu den Providence Bruins geschickt und muss dort seine Chance nutzen und sich das Vertrauen seines Trainers Marco Sturm erarbeiten.

Weitere deutsche Nachwuchsspieler wie Maksymilian Szuber (Montreal Canadiens) und Julian Lutz (Utah Mammoth) arbeiten ebenfalls daran, sich über die American Hockey League für höhere Aufgaben zu empfehlen. Der Weg in die NHL bleibt anspruchsvoll, doch die Entwicklungsmöglichkeiten sind vorhanden. Torhüter Arno Tiefensee wird nicht im Kader der Dallas Stars zu Saisonbeginn stehen und muss sich im Farmteam der Texas Stars für seinen ersten NHL-Einsatz empfehlen. Verteidiger Phillip Sinn wechselte erst vor kurzem in die Organisation der San Jose Sharks und soll zunächst wichtige AHL-Erfahrung bei den San Jose Barracuda sammeln.

Die deutschen Profis gehen somit mit ganz unterschiedlichen Zielsetzungen in die neue Saison. Während Draisaitl den nächsten Anlauf auf den Stanley Cup nimmt, tragen Seider und Stützle mehr Verantwortung bei ihren Teams, Peterka will bei seinem neuen Team in Boston zum Leistungsträger aufsteigen und Nico Sturm seinen Stammplatz in Minnesota verteidigen. Grubauer kämpft hingegen um den Job als Nummer eins im Tor, während die jüngeren Spieler auf ihren Durchbruch hoffen.

Damit bietet die NHL-Spielzeit 2026/27 aus deutscher Sicht zahlreiche interessante Entwicklungen. Neben den Erfolgen der etablierten Stars wird vor allem entscheidend sein, welchen Spielern der nächste Schritt in ihrer Karriere gelingt.

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