Corona-Virus: National League setzt Play-offs bis zum 15. März ausSchweizer Bundesrat verhängt Veranstaltungsverbot

Denis Vaucher, Direktor der National und Swiss League, bei der Pressekonferenz zur Unterbrechung der Saison in der Schweiz. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)Denis Vaucher, Direktor der National und Swiss League, bei der Pressekonferenz zur Unterbrechung der Saison in der Schweiz. (Foto: dpa/picture alliance/KEYSTONE)
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Am 6. beziehungsweise 7. März sollten die Play-offs in der ersten und zweiten Liga beginnen. Die 24 Clubs beider Ligen haben sich dagegen ausgesprochen, diese Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. Daher wurden die Play-offs nun erst einmal bis zum 15. März ausgesetzt. Die U20- und U17-Ligen setzen ihren Spielbetrieb fort – wohl auch, weil dort nicht mit derart großen Zuschauerzahlen zu rechnen ist.

Allerdings ist auch denkbar, dass die Spielunterbrechung über den 15. März hinausgeht – wenn der Schweizer Bundesrat das Veranstaltungsverbot verlängern sollte. Auf einer Pressekonferenz erklärte Denis Vaucher, Direktor der National und Swiss League, dass je nach Dauer der Unterbrechung auch weitere Maßnahmen denkbar sind – wie die Verkürzung der Play-offs auf einen Best-of-Five- oder Best-of-Three-Modus. Im schlimmsten Fall müssten die Play-offs komplett abgesetzt werden. Sollte es zu diesem Fall kommen, müsste die Ligaversammlung entscheiden, ob es einen Schweizer Meister 2020 gibt. Der Kandidat für diesen Fall wären dann sicherlich die Zürcher SC Lions, die die Hauptrunde der National League als Erster abgeschlossen haben.

In Deutschland gibt es derzeit noch keine Tendenz zu einer Generalabsage von Sportveranstaltungen. „Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit dem Gesundheitsministerium, um uns ständig über den aktuellen Stand zu informieren. Zudem halten wir Kontakt zur Deutschen Fußball-Liga“, erklärt Konstantin Krüger, Sprecher der Deutschen Eishockey-Liga. „Letztlich obliegen solche Entscheidungen den örtlichen Behörden. Wir halten aber ständig den Kontakt, um einschätzen zu können, ob sich die Sachlage ändert.“

Der berühmteste Fall eines Saisonabbruchs im Eishockey liegt nun schon 101 Jahre zurück. Die Stanley-Cup-Serie zwischen den Montreal Canadiens als Meister der National Hockey League und den Seattle Metropolitans als Meister der Pacific Coast Hockey Association wurde wegen des Ausbruchs der „Spanischen Grippe“ beim Serienstand von 2:2 abgebrochen. Einige Spieler der Canadiens erlagen der Krankheit. Dieser Serie wird auf dem Stanley Cup mit der Gravur „1919 – Series not completed“ gedacht. 


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