HC Mailand schießt sich den Frust von der Seele

An der Spitze der ICEHL hätte sich der HC Bozen mit einem Sieg in Székesfehérvár einen kleinen Vorsprung vor dem größten Verfolger, den Black Wings Linz, herausspielen können, scheiterte aber in der Overtime, und ob jetzt dieser kümmerliche Punkt reichen wird, wird man am Sonntag sehen.
Linz war am Freitag spielfrei. Dafür verkürzte Olimpija Ljubljana den Rückstand von sieben auf vier Punkte durch einen Erfolg gegen die Vienna Capitals. Einen Rückschlag musste Red Bull Salzburg in Bruneck hinnehmen, so dass der Vormarsch erst einmal gestoppt wurde.
Der Frust beim HC Mailand war groß. Nach dem erfolgreichen Start in die Saison trotz der neun Auswärtsspiele in Folge sollten die Heimspiele eigentlich als Booster für den Sprung an die Tabellenspitze werden, aber das funktionierte nicht. Bis auf Platz zehn wurden die Lombarden nach unten gereicht und die Mailänder Zuschauer bestraften das Team mit Liebesentzug. Auch gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Feldkirch, die Pioneers Vorarlberg, wollten nur 1.645 Fans die Begegnung sehen. Aber immerhin wurden sie nicht enttäuscht, zumindest nicht im ersten Drittel. Dante Hannoun, David Lindqvist, Chad Pietroniro und Tory Dello trafen in der ersten Viertelstunde zum 4:0. Danach schlich sich wieder Bruder Leichtsinn in das Mailänder Geschehen ein, was die Vorarlberger nur zum Teil nutzen konnten und am Ende konnten die Fans sich über einen Sieg mit vielen geschossenen Toren freuen.
Ein anderes Kaliber hatte dagegen die Partie in Székesfehérvár. Das heimische AV19-Team hielt gegen die favorisierten Bozener mit, konnte zwei Rückstände ausgleichen und bejubelte am Ende die Leistung von Istvan Terbocs. Der 30jährige Budapester, der seit 2021 bei Fehervar AV19 unter Vertrag steht, zeigte sich am heutigen Tag als der Matchwinner, weil er nicht nur das 1:1 erzielte, sondern in der Verlängerung auch noch Justin MacPherson so perfekt auflegte, dass dieser mit dem 3:2 keine Probleme hatte. Überraschend viel Probleme hatte Olimpija Ljubljana mit den Vienna Capitals. Dank der Fangkünste von Adam Reideborn im Tor der Capitals stand es lange remis, bis Terrence Brennan und Joshua Lawrence mit zwei Toren, letzterer war ein Empty-Netter, für die Slowenen die drei wichtigen Punkte eintüteten. Einen Rückschlag musste Red Bull Salzburg beim HC Pustertal hinnehmen, obwohl Nationalkeeper David Kickert ein überragendes Spiel ablieferte. Im ersten Drittel ließ er sich bei 19:3 Torschüssen für Pustertal nur einmal bezwingen und das auch noch im Powerplay. Ein weiteres Überzahltor der Gastgeber und nur ein eigener Treffer reichte dann für Salzburg nicht, so dass der Vormarsch in der Tabelle erst einmal auf Platz sieben gestoppt wurde.














