Spitzenspiel in Grafing: Waldkraiburg bei Klostersee

Vier Teams, ein Punkt Abstand: Der Tabellenvierte EHC Waldkraiburg spielt am Freitag beim Zweiten EHC Klostersee und empfängt am Sonntag Peißenberg.
Enger geht es kaum: Nach neun Spieltagen haben Amberg, Klostersee und Kempten je 19 Punkte, der EHC Waldkraiburg folgt mit 18 auf Rang vier. Wer am Wochenende patzt, kann schnell abrutschen, wer gewinnt, steht womöglich ganz oben. Für Waldkraiburg geht es am Freitag um 20 Uhr zum EHC Klostersee nach Grafing, am Sonntag um 17:15 Uhr kommen die Peißenberg Miners in die Raiffeisen-Arena.
Die Zahlen sprechen für ein ausgeglichenes Wochenende. Waldkraiburg hat mit 22 Gegentoren die beste Defensive der Liga und mit 47 eigenen Treffern eine der stärksten Offensiven. In Unterzahl kassierte das Team in 31 Situationen nur vier Tore, das Powerplay kommt auf eine Quote von 31 Prozent. Zwei Tage nach dem 1:4 gegen Amberg gewann Waldkraiburg zuletzt 10:1 in Landsberg. Kapitän Nico Vogl führt die interne Scorerliste mit 23 Punkten an, vor Jakub Šrámek (14), Santeri Ovaska und Andris Džeriņš (je 13).
Klostersee mit Gagnon und Braccini
Mit Klostersee hatten vor der Saison nicht alle in der Spitzengruppe gerechnet. Sechs der neun Spiele gewann das Team in der regulären Spielzeit, zuletzt zeigte es aber Schwächen: Nach dem 6:3 in Peißenberg verlor Klostersee am Sonntag zu Hause 2:4 gegen Buchloe. Den Angriff führt Alexandre Gagnon an, der wie Vogl in neun Spielen 23 Punkte gesammelt hat. Tyler Braccini kommt auf zehn Tore und fünf Vorlagen.
Seit 2005 standen sich beide Teams 15-mal in Pflichtspielen gegenüber. Waldkraiburg gewann achtmal, Klostersee siebenmal, beim Torverhältnis liegt Klostersee mit 50:45 vorn. Neun der 15 Duelle endeten mit einem Tor Unterschied. Bester Scorer in diesen Spielen ist Klostersees Philipp Quinlan mit 17 Punkten, Vogl kommt auf 13.
Zwei Vogls, keine Verwandten
Peißenberg ist mit zwölf Punkten nur Elfter, hat aber schon mehrfach gezeigt, dass es Spiele drehen kann. Gegen Kempten wurde aus einem 0:3 im Schlussdrittel ein 5:3, gegen Landsberg aus einem 1:4 ein 5:4 nach Verlängerung. Zuletzt verloren die Miners 5:6 beim Tabellenführer Amberg. Ilya Zheltakov und Dejan Vogl kommen auf je 19 Scorerpunkte, Zheltakov sammelte seine in nur sieben Spielen. Weiland Parrish folgt mit 15. Im Powerplay traf Peißenberg bereits 13-mal.
Mit 43 Pflichtspielen seit 2005 ist das Duell mit Peißenberg eines der häufigsten in Waldkraiburgs Bayernliga-Geschichte. Waldkraiburg gewann 22, Peißenberg 20, das Torverhältnis lautet 169:154. Dabei kommt es zu einem Vogl-Duell ohne Verwandtschaft: Nico Vogl hat gegen Peißenberg 30 Punkte gesammelt, Dejan Vogl gegen Waldkraiburg 25.















