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Kanada wie erwartet im Semifinale

Kanada wie erwartet im Semifinale

Lesedauer: 3 Minuten

Kanada - Lettland 4:2 (0:0, 3:1, 1:1)

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Wenigstens eines ist dem lettischen Eishockey-Präsidenten Kirovs Lipmans erspart geblieben: Er brauchte sich keine Glatze zu rasieren. Dies hätte er nämlich tun müssen, wenn seine Akteure das Match gegen den Mitfavoriten gewonnen hätten. Erwartungsgemäß zieht Kanada durch einen 4:2 (0:0, 3:1, 1:1)-Erfolg ins Halbfinale ein und trifft morgen (Beginn 20.15 Uhr) auf den Sieger des Matches Schweden gegen Tschechien. Lettland bleibt die Genugtuung, einen Satz nach vorn in der Weltrangliste gemacht zu haben. Sie überholten Norwegen und Deutschland und liegen nun auf Platz zehn.

Das Match begann sehr verhalten von beiden Seiten. Chancen gab es nur für den Favoriten, wenn er in Überzahl spielte. So musste Lettlands Keeper Edgars Masalskis erstmals gegen Kapitän Shane Doan bei einem Direktschuss von Mike Fisher in der sechsten Minute eingreifen. Travis Zajac setzte die Scheibe sieben Zeigerumdrehungen später über den Kasten, Shea Weber prüfte den Ex-Duisburger zweimal mit „Knallern“ von der blauen Linie. Der Rest war in der Halle, die Opernhausatmosphäre verströmte, diskretes Schweigen. Lettland hatte keine einzige richtige Möglichkeit, in Führung zu gehen.

Die Ahornblätter dominierten von Anfang an das Mitteldrittel. Vor allen Dingen war es Fisher, der stets für Unruhe vor dem lettischen Kasten sorgte. So etwas wie Stimmung kam beim 1:0 für die Kanadier auf. Der Treffer war sehenswert. Weber passte nach links, wo an der blauen Linie dessen Verteidigerpartner Derek Roy wartete. Dieser lief ein paar Schritte und spielte die Scheibe in die Mitte zu Dany Heatley, der nicht lange fackelte und sofort abzog, Masalskis war geschlagen. Das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten. Einen vergleichsweise harmlosen Schuss von der blauen Linie ließ Masalskis passieren. Zwar kamen die Balten durch einen Unterzahlkonter zum Anschluss, doch die Freude hierüber währte nicht lange. Einen Schuss von Dan Hamhuis konnte Masalskis nicht fixieren. Den Abpraller verwertete 17 Sekunden später Steve Stamkos zum 3:1. Das war die Vorentscheidung, denn nur noch die Superoptimisten glaubten, dass die Letten eine Wende würden erzwingen können.

Hoffnung kam bei den Balten noch einmal auf, als ihr überragender Stürmer Herberts Vasiljevs für den erneuten Anschluss sorgte. Wieder hatten die Kanadier nicht auf den lettischen Spieler geachtet, der sich von der Strafbank kommend, sofort einen Gegenangriff inszenierte. Doch die Bilder glichen sich auch in einer anderen Weise. Kanada steckte wiederum den Gegentreffer weg und kam diesmal durch eine Einzelleistung von Matthew Lombardi zu Treffer Nummer vier. Zwei Gegenspieler ließ der Nordamerikaner aussteigen, bevor er auch noch Masalskis düpierte. Eine widerliche Szene noch in der 56. Minute, als Janis Sprukts von Marc-Edouard Vlasic mit dem Schläger im Gesicht mit Absicht getroffen wurde. Aus der relativ kurzen 5:3-Überzahl vermochten die Letten jedoch kein Kapital zu schlagen.

Tore: 1:0 (26;37) Heatley (Roy, Weber), 2:0 (34;03) Hamhuis (Stamkos, Doughty), 2:1 (37;30) Galvins (Vasiljevs), 3:1 (37;47) Stamkos (Hamhuis), 3:2 (41;27) Vasiljevs (Nizivijs, Sirokovs), 4:2 (43;07) Lombardi (Armstrong, Coburn) . - Zuschauer: 8.042 . – Strafminuten: Kanada 14 + 10 Hamhuis, Lettland 14 + 10 Darzins. - Schiedsrichter: Kurmann (Schweiz) , Orszag (Slowakei).

Foto: Marco Mega / www.marcomega.com

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