Beim Derby geht es um Alles oder Nichts

Die Fans sollen helfen, die Hornets zum Erfolg zu tragen.
Am Sonntag könnte es im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion (Kick off 15:30) durchaus zum letzten Hessenderby zwischen den Hanau Hornets und den Wiesbaden Phantoms kommen. „Realistisch gesehen haben wir noch 10% Chancen auf den Klassenerhalt aber genau die wollen wir am Sonntag nutzen“, hat Hornets Pressesprecher Achim Korn noch nicht aufgegeben. Sollten die Hornets das Derby gegen Wiesbaden und die beiden ausstehenden Spiele in Plattling und zu Hause gegen Königsbrunn gewinnen würde zumindest noch ein Fünkchen Hoffnung bestehen.
Trotz der zuletzt guten Leistungen gegen die Titelaspiranten aus München und Rothenburh werden die Sorgenfalten auf der Stirn von Hornets Headcoach Bernd Schmitt immer größer. Der gegen die Franken Knights verletzt ausgeschiedene Christian Röhrsheim wird nicht eingesetzt werden können. Dicke Fragezeichen stehen auch hinter dem Einsatz von Top Scorer Sascha Baptist und dem Grippekranken Peter Koch. „Ob die beiden spielen können wird sich wahrscheinlich sogar erst am Sonntag entscheiden“, meint Schmitt.
Die beiden Überraschungssiege von Mitabstiegskonkurrent Königsbrunn gegen Kirchdorf hatte die Hornissen zwar ins wanken aber noch nicht zu Boden gebracht. „Das war schon ein dicker Hammer da hätte keiner mit gerechnet aber da müssen wir jetzt durch“, so Schmitt.
Obwohl die Hornissen wieder mit ihrem Minimalkader antreten rechnet Schmitt mit einem packendem Derby: „Wir müssen unbedingt gewinnen und Wiesbaden wird uns nichts schenken die wollen auf Platz drei“, urteilt der Schwergewichtstrainer.
Für den letztjährigen Vizemeister aus der Landeshauptstadt verlief die Saison bisher auch nicht Optimal. Das Team von Headcoach Michael Treber konnte einige Male nicht das eigentliche Potential abrufen. Dennoch kommen die Phantoms nach dem 21 : 00 Arbeitssieg gegen Aschaffenburg mit breiter Brust nach Hanau. In sieben Zweitligabegegnungen konnten die Hornets das Hessenderby bisher noch nie für sich entscheiden. „Aber die Derbys gegen Wiesbaden waren immer packend und Derbys haben ja bekanntlich eigene Gesetze und demnach haben wir die Chance zum Sieg“, glaubt Schmitt an seine Schützlinge.
Gegen die Franken Knights meldeten sich die Receiver der Hornissen rechzeitig zurück. Endlich konnten die Quarterbacks Cliff Smith und Florian Kinner wieder das gefürchtete Passspiel der Hornissen aufziehen. Schmitt rechnet damit dass die Offenseline der Hornets am Sonntag im Blickpunkt stehen wird. „Beim letzten Spiel waren einige Wiesbadener zum Scouting da“. Demzufolge rechnet Schmitt damit das die starke Wiesbadener Defense von Beginn an mächtig Druck auf Smith und Kinner machen wird. „Da werden wir aber gegenhalten“, verspricht Offensecoordinator Wim de Hej. „Wir müssen im Angriff flexibel, dizipliniert und variabel spielen. Lauf- und auch Passspiel müssen am Sonntag funktionieren dann können wir Wiesbaden in die Enge treiben“, gibt der Holländer als Marschrichtung für das Derby vor. De Hej weiß das er auf eine starke Wiesbadener Defense treffen wird die beim Phantomssieg gegen Aschaffenburg den Grundstein zum Erfolg legte. Vor allen Dingen Perry Thierry der vor einigen Jahren das Hornets Trikot brennt versteht es immer gegen die Hornissen besonders zu glänzen.
In der Hornets Defense avancierte der erst 18-Jährige Cetin Soysal in den letzten Spielen zu einer echten Bank. „Wenn der Junge an seine Leistung vom letzten Spiel anknüpfen kann dann sind wir schon einen gewaltigen Schritt weiter“, lobt Schmitt. Das wieder viele Spieler in Offense als auch Defense eingesetzt werden ist bereits jetzt schon klar. „Wir stehen in der Defense am besten wenn Martin Latka und Cliff Smith beide Wege spielen. Die beiden bringen mehr Sicherheit ins Spiel“, erklärt Defensecoach Fritz Staarfänger.
„Eigentlich können wir befreit aufspielen. Die meisten haben uns nicht mehr auf der Rechnung. Wir haben uns aber geschworen am Sonntag das „Wunder von Hanau“ einzuleiten und dazu gehört dass wir trotz aller Widrigkeiten gegen Wiesbaden gewinnen“, erklärt das Team unisono.
Wiesbadener Vorteile durch den größeren Kader will Defense Kapitän Christian Fußenecker nicht gelten lassen: „Klar haben wir nur die Minimalanzahl an Spielern auf dem Feld. Die meisten spielen zwei Wege aber wir haben seit zwei Spielen eine sensationelle Stimmung im Stadion und die Fans werden am Sonntag der berühmte Spieler mehr auf dem Platz sein. Wir werden uns wie gegen Franken und München zerreißen und um jeden yard Raumgewinn kämpfen“.
Sollten die Hornets das Derby verlieren wäre der Gang in die Regionalliga nicht mehr zu vermeiden. „Aber an den Abstieg denken wir nicht jetzt. Wir konzentrieren uns auf das Derby werden unsere beste Leistung abrufen und die Saison bis zum letzten Heimspiel spannend gestalten“, bleibt Pressesprecher Korn weiter optimistisch.
Quelle: Hornets














