Nachtschicht in Duisburg: Füchse besiegen die Hannover Scorpions um 1.01 Uhr

Wenn die Play-offs laufen, könnte ein Spiel schon mal nach 1 Uhr zu Ende gehen. Dass jedoch eine Partie in der regulären Saison erst um 1.01 Uhr mit der Schlusssirene in den Büchern ist, ist dann schon maximal ungewöhnlich.
Weil die Hannover Scorpions etliche Stunden in einer Vollsperrung auf der Autobahn standen, begann die Oberliga-Partie bei den Füchsen Duisburg erst um 22.53 Uhr. Letztlich fuhr der EVD einen verdienten 5:2-Sieg ein.
Als die Gastgeber von der Wedau auf ihren Gegner warteten, da flachste Füchse-Coach Frank Petrozza bereits ein wenig: „Ich habe den Jungs gesagt, dass doch jeder mal in der NHL spielen will. Das ist heute die Night Hockey League.“ Tatsächlich ist noch nie ein Spiel in Duisburg derart spät zu Ende gegangen. Nur einmal in der nun schon 55-jährigen Eishockey-Geschichte der Stadt gab es ein Spiel, das an zwei aufeinanderfolgenden Tagen stattfand. Ende der 1980er-Jahre endete eine Partie des damaligen DSV 87 gegen den SC Solingen erst nach Mitternacht – weil beide Teams immer wieder aneinander geraten waren. Die aktuelle Partie war nun tatsächlich aber die späteste der Clubgeschichte.
Im Spiel war der junge Goalie Aaron Kaiser einer der Matchwinner. Entscheidend war das zweite Drittel, als der EVD in Überzahl traf, eine lange 3:5-Unterzahl überstand, und dann erneut im Powerplay erfolgreich war. Ebenfalls auffällig war, wie gut den Füchsen die Rückkehr ihres Spielmachers Sandis Zolmanis tat. Je zweimal waren Enrico Saccomani und Santeri Haarala treffsicher. Den Schlusspunkt setzte Philippe Sanche. Beide Wedemärker Treffer erzielte übrigens Ex-Fuchs Adam Kiedewicz. „Wir haben heute nicht zu unserer Offensiv-Power gefunden“, sagte Scorpions-Trainer Rico Rossi.
Das gelang den Tilburg Trappers da schon besser. Nach jeweils acht Toren gegen Duisburg und die Hannover Scorpions gewannen die Niederländer nun mit 7:2 gegen die ebenfalls stark eingeschätzten Saale Bulls Halle. Dem EHC Neuwied gelang in Erfurt ein 5:4-Auswärtssieg. Die Tabelle führen die Tilburg Trappers vor den Rostock Piranhas an.













