Was macht eigentlich... Dominic Auger?Spieler, Trainer, Funktionäre von einst

Dominic Auger im Trikot der Starbulls Rosenheim (Foto: Kevin Niedereder)Dominic Auger im Trikot der Starbulls Rosenheim (Foto: Kevin Niedereder)
Lesedauer: ca. 5 Minuten

Hockeyweb: Herr Auger, vorab die wichtigste Frage, wie geht es Ihnen und wie verbringen Sie die Eishockey-freie Zeit?

Auger: Angesichts der aktuellen Situation aufgrund des Coronavirus geht es mir sehr gut. Ich habe kein Home-Office, also muss ich immer noch zur Arbeit, aber nicht zu oft, da wir in Kurzarbeit sind. So kann ich viel mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen, was wirklich großartig ist. Und ich nutze die zusätzliche Freizeit, um andere Dinge zu erledigen.

Hockeyweb: Sie sagen selbst, man ist nie zu alt für Hockey – und sind das beste Beispiel dafür: Sie spielen noch immer? Was hält Sie fit und wie ist der Alltag für Sie beim EHC Königsbrunn?

Auger: Die letzten beiden Winter habe ich weitergespielt, weil es einfach immer noch viel Spaß macht, Eishockey zu spielen. Eigentlich werde ich immer Eishockey spielen, jährlich mindestens einmal Eiszeit pro Woche wird mein Ziel bleiben, bis ich alt werde. Ich denke, meine Fitnessgene sind ziemlich gut, weil ich nichts Besonderes getan habe, um fit zu bleiben, außer auf meine Ernährung zu achten. Aber auch hart arbeiten, wenn wir Eistraining oder Spiele hatten. In der letzten Saison war ich jede Woche für fünf Abende auf dem Eis, so dass ich meine Fitness hochhalten konnte. Momentan hält mich die Flucht vor dem Virus fit! (lacht)

Hockeyweb: Viele Fans blicken immer gerne zurück auf verdiente Spieler Ihrer Teams und stellen sich die Frage, was macht unser Spieler nach der Karriere – wie ist es bei Ihnen?

Auger: Ich habe vor vielen Jahren ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft abgeschlossen und habe mich immer mit Finanzen beschäftigt. Seit September 2018 arbeite ich als Finanzbuchhalter, aber ich möchte mich eventuell mit dem Finanzcontrolling beschäftigen. Der Übergang vom Profisportler auf das Berufsleben war für mich sehr schwer: Jeder Spieler vermisst das Zusammenleben in der Mannschaftskabine. So ging es mir auch, trotz meiner introvertierten Seite. Und: Es gibt keine „VIP“ – Behandlung mehr. Jetzt muss ich zum Beispiel wochenlang warten, um einen Termin bei einem Arzt zu bekommen.

Hockeyweb: Bei all Ihren Stationen galten Sie als Publikumsliebling. Wie stellt man sowas an?

Auger: Die Fans wollen Leidenschaft auf dem Eis sehen und so habe ich immer gespielt. Mein Papa hat immer gesagt: „Tue es richtig oder tue es gar nicht!“. Dieses Motto hat mein Leben definiert. Dazu nehme ich mir Zeit, den Fans zuzuhören und mit ihnen zu reden. Solange dies aus dem Thema „Privatleben“ bleibt, kann man sich immer über Eishockey austauschen und herausfinden, ob die Fans genug bekommen für ihr Geld.

Hockeyweb: Sie sind den meisten Fans als offensivstarker Verteidiger in Erinnerung und als brandgefährlich im Powerplay: Stand denn nie ein Wechsel in die Offensive zur Diskussion?

Auger: Egal ob Stürmer oder Verteidiger, alle fünf Spieler, die auf dem Eis sind, müssen Offensive und Defensive spielen können. Ich kann nicht sagen, warum es so ist, aber ich war immer Verteidiger, auch schon als kleines Kind. Ich hatte einige Chancen als Stürmer, aber meine optimale Position war ohne Zweifel Verteidiger. Obwohl ich mit meinem Passspiel offensive Chancen schaffen konnte, war ich sehr stolz auf meine defensive Arbeit.

Hockeyweb: Allen Fans fehlt die fünfte Jahreszeit unseres Sports: Wenn Sie zurückblicken, was war „IHR“ besonderer Playoff- Moment?

Auger: Ohne Zweifel war der Gewinn der Meisterschaft in der Overtime im Jahr 2015 (gegen Bremerhaven) mein größter Playoff-Moment und meine beste Erinnerung meiner Karriere. Seit ich ein kleines Kind war, habe ich einen solchen Sieg immer wieder simuliert, als ich mit meinem Bruder im Keller „Minihockey“ gespielt habe. Wir spielten unsere eigene NHL-Best of Seven-Serie im eins gegen eins. Träume werden doch wahr…

Hockeyweb: Wie verfolgen Sie das Geschehen Ihrer ehemaligen Klubs? Und gibt es die Option, Sie in einer Funktion als Trainer oder Sportdirektor wieder zu sehen?

Auger: Ich habe die beste Zeit meiner Karriere in Bietigheim verbracht und habe dort viele tolle Menschen kennengelernt. Ich bin mit vielen Menschen von dort in Kontakt geblieben und ich verfolge aufmerksam die Entwicklung der Steelers. Ich könnte mir vorstellen, eines Tages in einer DEL2-Organisation zu arbeiten, wenn sich die richtige Gelegenheit bietet. Meine Siegererfahrung, Leidenschaft für Eishockey und zwischenmenschliche Beziehungen würden mich zu einem guten Kandidaten machen.

Hockeyweb: Zum Schluss unsere Rubrik „Fantasy-Hockey“: Stellen Sie sich die „Starting Six“ aus ehemaligen Mitspielern zusammen!

Auger: Oh, ich hätte es auch „Starting 12“ nennen können… Ich hatte die Chance, mit so vielen großartigen Spielern zu spielen. Silo Martinovic wurde im Laufe der Jahre ein sehr guter Freund und mit ihm gewann ich zwei Meisterschaften. Er hatte immer große Gelassenheit auf und neben dem Eis. Er ist das beste Beispiel, das ich kenne, wie man sich keine Sorgen um die Dinge machen sollte, die sich selbst nicht kontrollieren lassen. Aber für meine Starting Six muss ich Norm Maracle nehmen. Ohne Zweifel war er der Grund, warum wir in Rosenheim so erfolgreich waren. Er gab dem Team viel Vertrauen und seine „Old Style-Technik“ brachte viele Gegenspieler zur Verzweiflung. Ich hatte auch die Chance, mit Brad Bergen zu spielen, bevor er in den Ruhestand ging. Er war so ruhig, ausgeglichen und hatte immer die Kontrolle. Ich wollte die gleiche Art Spieler werden, wie er war. Brad Burym war auch so ein ausgezeichneter Verteidiger – gute Sicht, großartige Skating-Fähigkeiten, geschmeidige Hände und Bewegungen und ein tödlicher Schuss; stark in der Defensive und mit großartigen Offensivfähigkeiten ausgestattet. In der Offensive spielen: Dave Wrigley, Justin Kelly und Matt McKnight. Alle von Ihnen sind äußerst klug und talentiert. Dave ist auch körperlich so stark. Er hätte ein Power-Forward sein können, hatte es aber nicht nötig, weil er so viel Talent hatte. Er würde alles verlangsamen, um sich mehr Zeit und Raum zu geben, um großartige Moves auszuführen. Justin Kelly kann mühelos den Puck so hart und präzise passen und schießen. Selbst wenn ein Torwart wüsste, wohin er schießt – er würde dennoch treffen. Justin war wie Wayne Gretzky: Du siehst ihn nicht und dann fällt ein Tor!Matt McKnight ist ein Bully-König, der immer nach Perfektion sucht, egal, ob es um die Länge seines Schlägers geht oder wo jeder auf dem Eis positioniert sein sollte. Und es gibt keinen Tropfen Selbstsucht in seinem Geist oder Körper, er ist der ultimative Teamplayer. Auf meiner Wechselbank würde ich gerne haben: Marcus Sommerfeld für seinen unhaltbaren Schlagschuss, Adam Borzecki für seine Größe, denn an ihm kam keiner vorbei und Cory Quirk, weil er offensiv alles kann, sowie Hugo Boisvert, der nächste Bully-König und: für sein ehrliches Spiel!

Vielen Dank, Dominic Auger, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben!

Verteidiger kommt aus Schwenningen
Ex-Nationalspieler Benedikt Brückner verstärkt den EV Landshut

​Er bringt eine gehörige Portion DEL-Erfahrung mit zum EV Landshut. Ex-Nationalspieler Benedikt Brückner soll in der kommenden Saison der EVL-Defensive noch mehr Sic...

Lausitzer Füchse verlängern Verträge
Zwei Eigengewächse bleiben in Weißwasser

​Zwei Weißwasseraner Eigengewächse haben ihre Verträge bei den Lausitzer Füchsen für die kommende Saison verlängert. So werden Philip Kuschel und Luis Rentsch auch i...

Allrounder geht in seine neunte Saison mit den Westsachsen
Eispiraten Crimmitschau verlängern mit Dominic Walsh

​Die Eispiraten Crimmitschau können erste Kadernews für die anstehende Spielzeit 2021/22 verkünden. Die Westsachsen haben ihre Zusammenarbeit mit Dominic Walsh verlä...

Sechste Saison bei den Jokern
Sami Blomqvist verlängert beim ESV Kaufbeuren

​Dem ESV Kaufbeuren ist es erneut gelungen, den finnischen Torjäger Sami Blomqvist in der Wertachstadt zu halten. Der 30 Jahre alte Außenstürmer geht in der kommende...

Ausgleich in der Serie
Ravensburg Towerstars bezwingen die Kassel Huskies

Zum zweiten DEL2-Play-off-Halbfinale in dieser Serie gastierten die Kassel Huskies am Mittwochabend bei den Ravensburg Towerstars. Couragierte Oberschwaben gewannen ...

Zwei Vertragsverlängerungen
Knobloch und Riedl bleiben Dresdner Eislöwen

​Tom Knobloch und Bruno Riedl werden auch in der DEL2-Saison 2021/2022 das Trikot der Dresdner Eislöwen tragen. Beide haben ihren Vertrag bei den Blau-Weißen um eine...

Neuzugang aus U-20-Team der Düsseldorfer EG
Lennart Otten verstärkt den EHC Freiburg

​Mit dem 20-jährigen Lennart Otten steht der erste Neuzugang des EHC Freiburg für die kommende Saison fest. ...

29 Punkte in abgelaufener Saison
Christoph Körner spielt weiterhin für den EC Bad Nauheim

​Es geht voran: Nach Felix Bick, Stefan Reiter und Huba Sekesi hat nun auch Christoph Körner seinen Vertrag beim EC Bad Nauheim verlängert. Der 23 Jahre alte Stürmer...

Die Hessen legen vor
Kassel Huskies sichern sich Spiel eins gegen die Ravensburg Towerstars

Zum ersten Halbfinalspiel in den DEL2-Play-offs standen sich am Montagabend die Kassel Huskies und die Ravensburg Towerstars gegenüber. Beide Teams standen sich vor ...

Jetzt die Hockeyweb-App laden!

DEL2 PlayOffs

Freitag 07.05.2021
Kassel Huskies Kassel
- : -
Ravensburg Towerstars Ravensburg
EHC Freiburg Freiburg
- : -
SC Bietigheim Steelers Bietigheim
Sonntag 09.05.2021
Ravensburg Towerstars Ravensburg
- : -
Kassel Huskies Kassel
SC Bietigheim Steelers Bietigheim
- : -
EHC Freiburg Freiburg
Dienstag 11.05.2021
Kassel Huskies Kassel
- : -
Ravensburg Towerstars Ravensburg
EHC Freiburg Freiburg
- : -
SC Bietigheim Steelers Bietigheim
Aktuelle Online Eishockey DEL2 Sportwetten News mit Quoten & Tipps. Den besten Eishockey DEL2 Wettbonus suchen & finden
Aktuelle Wettangebote für die DEL2