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Insolvenzverfahren angekündigt

Jonsdorf will weitermachen

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Jonsdorf will weitermachen

Durchatmen ist noch nicht angesagt, aber zumindest die Hoffnung besteht, dass die Oberliga Ost keinen Super-GAU erlebt – den Verlust eines Teams wenige Tage vor dem Saisonstart. Die offenbar angeschlagenen Jonsdorfer Falken haben zwar ein Insolvenzverfahren angekündigt, wollen aber weiterhin in der Oberliga spielen.

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In den letzten Tagen hatten sich im Zittauer Gebirge die Ereignisse überschlagen. Von Verbindlichkeiten war die Rede, der Vorstand, der erst Anfang Juli gewählt worden war, trat größtenteils zurück. Am gestrigen Dienstagabend fand nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. „Die Mitgliederversammlung hat sich mit überwältigender Mehrheit für einen Fortbestand des Eishockeysportes in Jonsdorf ausgesprochen“, erklärten die Falken in einer Mitteilung. Weiter heißt es: „Ein klares ‚Ja‘ zum Verein, zur Oberliga und zur Förderung des Kinder- und Jugendsportes! Zu diesem Zweck wird sich der Verein zunächst unter das Dach eines Insolvenzverfahrens begeben, mit dem Ziel einer wirtschaftlichen Konsolidierung im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens. Das Vereinsleben und der Spielbetrieb sollen möglichst uneingeschränkt aufrechterhalten bleiben.“ Theoretisch ist das durchaus denkbar – und birgt die Chance auf die Rettung des Vereins. In der West-Staffel der Oberliga haben die Moskitos Essen lange Zeit unter Insolvenzverwaltung gespielt und können voraussichtlich in Kürze nach Beendigung des Verfahrens wieder eigenständig agieren. „Meiner Ansicht nach spricht nichts dagegen, dass Jonsdorf in einem Insolvenzverfahren in der Oberliga Ost spielen kann“, sagte Andreas Werkling auf Anfrage gegenüber Hockeyweb. „In so einem Verfahren geht es ja darum, den Verein am Leben zu halten. Das größte Problem, das ich in Jonsdorf sehe, sind aber nicht die Verbindlichkeiten. Aktuell gibt es dort keinen Vorstand. Es müsste also ein Notvorstand eingesetzt werden, damit der Verein handlungsfähig ist. Als Verband versuchen wir alle Brücken zu bauen, damit es weitergehen kann.“ Die Situation in Jonsdorf hat freilich Auswirkungen auf die gesamte Oberliga Ost, die nach dem Aus in Chemnitz, wo es nach der Neugründung eines Vereins in dieser Saison Regionalliga-Eishockey gibt, ohnehin nur noch aus sieben Teams besteht. Am Januar werden die Oberligen West und Ost eine gemeinsame Endrunde spielen. Am Freitag müsste Jonsdorf zum Auftakt bei den Saale Bulls Halle antreten. „Die unsichere Lage in Jonsdorf ist aktuell damit ein Problem für Halle“, so Werkling, der sich vorstellen könnte, dass dieses Spiel verlegt wird, um den Falken Zeit zum Handeln zu verschaffen. Definitiv ist das aber ausdrücklich noch nicht. „Zur Zeit ist gar nichts definitiv“, erklärt Werkling.

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