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Indians gewinnen deutlich

Zum Familientag Schützenfest am Pferdeturm

Lesedauer: 4 Minuten
(Foto: Imago)

2625 Fans, darunter zahlreiche junge Fans zur extra frühen Anfangszeit von 16 Uhr, wurden Zeuge eines lediglich im ersten Drittel etwas holperigen Spiels der Hannover Indians gegen den ECC Preussen Berlin. Der Endstand von 11:0 (1:0, 4:0, 6:0) spricht für sich, von einem ernsthaften Eishockeyspiel konnte letzten Endes keine Rede sein.

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Das Ziel, einen unterhaltsamen Tag für die besonderen Gäste mit einem deutlichen Sieg, kamen die Cracks des ECH gerne nach. ECH-Geschäftsführer David Sulkovsky vor dem Spiel: „Wir wollen mit dieser Aktion bewusst Familien mit Kindern den Besuch bei einem unserer Spiele schmackhaft machen und ihnen das Erlebnis Eishockey näher bringen. Außerdem haben wir gezielt einige Schulklassen eingeladen, die jetzt zusammen mit ihren Familien bei uns zu Gast sein werden.“ Dazu wurden noch einige weitere Aktionen für Kinder angeboten wie z.B. kriegspfadtaugliches Kinderschminken. Im ersten Drittel schienen die Berliner Preussen, die mit nur 13 Spielern inklusive zweier Keeper angereist waren, noch halbwegs mithalten zu können. Von Anfang an standen die Gäste unter Druck, Keeper Thomas Mende unter Dauerbeschuss. In den ersten Minuten war er noch Herr der Lage, rettete mehrfach und hielt immerhin bis zur siebten Minute sein Tor sauber. Dann zeigte sich der „Spieler des Tages“, Bradley McGowan (7.) recht humorlos, beförderte die Scheibe über die Linie und das wichtige 1:0 war erzielt. Man war den angestrebten drei Punkte einen deutlichen Schritt näher. Zwar hätte es schon nach zwanzig Minuten höher als 1:0 stehen müssen, aber noch hielt die Kraft der Preussen. Die Hoffnung auf ein Wunder zerstob jedoch 52 Sekunden nach Wiederanpfiff. Wiederum zeigte sich Bradley McGowan (21.) als eiskalter Knipser und als drei Minuten später der wieder genesene Sebastian Lehmann (24.) das 3:0 markierte, war die Messe gelesen. Am Gesicht von Preussen-Trainer Björn Leonhardt konnte man deutlich absehen, dass er hoffte, dass das Spiel möglichst schnell zu Ende sein möge und hoffentlich nicht zweistellig. Zwei Wünsche, die nicht komplett in Erfüllung gingen. Die nun sich langsam in einen Rausch spielenden Indians bekamen nun richtig Oberwasser, die Belagerung des Preussen-Gehäuses nahm stellenweise beängstigende Formen an. Bradley McGowan (28.) und Andre Gerartz (36.) ließen jeweils im Powerplay erneut zweimal das Tornetz der Preussen beben und am Ende des Zwischendrittels stand, zum Jubel der Zuschauer und vor allem der begeisterten jüngeren Fans ein 5:0 auf der Anzeigetafel. In den letzten zwanzig Minuten fing das Scheibenschiessend dann richtig an. Als innerhalb von 24 Sekunden erst Bradley McGowan (41.) mit seinem vierten Tagestor und sogar Maximilian Pohl (41.) das Ergebnis gar auf 7:0 schraubten, hatte Gästecoach Leonhardt ein Einsehen mit seinem Keeper. Der heutige Back-up Patrick Hoffmann, normalerweise die Nr. 1, sollte das befürchtete zweistellige Resultat verhindern. Hoffmann führte sich auch gleich gut ein, konnte das 0:8 aus seiner Sicht bis zur 47. Minute verhindern, dann war Robby Hein erfolgreich. Und wenn vieles klappt, dann sogar das Penaltyschießen. Tobias Maeter, normalerweise kein ausgewiesener Strafschussspezialist, trat in der 53. Minute und verwandelte kühl zum 9:0. Logisch, dass jetzt vom Publikum die „Zehn“ gefordert wurde und 132 Sekunden später war es soweit. Dennis Arnold zeigte sich für das zehnte Tor verantwortlich aber noch war die Begegnung nicht zu Ende. Andre Gerartz war es letztendlich vorbehalten, mit Tor Nr. 11, zumindest was das Toreschießen, das Ende der Partie einzuläuten. Den Abschlusshöhepunkt lieferte sich noch Nick Bovenschen, der mit Vymazal nach einem hohen Stock zusammenrasselte, sich eine leichte Verletzung zuzog und eine Prügelei begann, die ihm eine Fünfer plus Spieldauer einbrachte. Damit ist Bovenschen bei dem wichtigen Derby am 6. März nicht mit dabei. Eine Tatsache, die Indians-Coach Fred Carroll nicht amüsant fand. Tore: 1:0 (6:13) Bradley McGowan (Lehmann, Turnwald), 2:0 (20:52) Bradley McGowan (Gerartz), 3:0 (24:15) Sebastian Lehmann (Gerartz, Schütt), 4:0 (27:22) Bradley McGowan (Schütt, Lehmann/5-4), 5:0 (35:45) Andre Gerartz (McGowan, Schütt/5-4), 6:0 (41:11)  Bradley McGowan (Gerartz, Lehmann), 7:0 (41:35) Maximilian Pohl (Finkel, Lehmann), 8:0 (46:19) Robby Hein (Gradl, Grass), 9:0 (52:31) Tobias Maeter (Penalty), 10:0 (54:43) Dennis Arnold (Kukavec, Meve), 11:0 (58:56) Andre Gerartz (Finkel, Bovenschen). Strafen: Hannover 8 + 5 + Spieldauer (Bovenschen), Berlin 10. Zuschauer: 2625.

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