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Hannover Indians

Spitzenspiel der Oberliga Nord geht knapp an den Spitzenreiter

Lesedauer: 4 Minuten
Spitzenspiel der Oberliga Nord geht knapp an den Spitzenreiter

Mit einem äußerst knappen 4:3 (0:2, 2:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung vor über 3.400 Fans bezwangen die Hannover Indians den ärgster Verfolger, die Harzer Falken, und zementierten mit dem Erfolg die Tabellenführung in der Oberliga Nord mit nunmehr fünf Punkten Vorsprung.

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Traditionsgegner gibt es viele. An der Spitze liegen sicherlich die Begegnungen mit Hamburger und Berliner Vereinen, die jeweils über 100 Mal die Kräfte mit dem ECH maßen. Natürlich gibt es noch weitere herausragende Teams in der Geschichte, die den Kenner am Pferdeturm mit der Zunge schnalzen lassen: Herne, Essen, Duisburg und Grefrath im Westen, Leipzig, Erfurt im Osten und natürlich die Südvereine in diversen Qualifikationsspielen. Wenn jedoch die Rede auf das Stichwort Emotionen kommt, dann gibt es nur einen Verein. Die Rede ist natürlich von Braunlage. Ob der Vereinsname nun mit WSV, EC, EC Harz, EHC Harz oder jetzt mit „Falken“ beginnt, wenn die beiden Teams die Klingen kreuzen, dann kreist der Hammer. Zuschauer, Tore, Strafseiten satt, das war so, das gab es beim aktuellen gestrigen Spitzenspiel der Oberliga Nord und das wird wohl auch in der Zukunft so sein. Zwei Spieler prägten die Spitzenpartie eindeutig: Der Braunlager Christian Wittmann sowie der Hannoveraner Andre Gerartz. Der Erste der Beiden war Wittmann, der den 3200 ECH-Fans, der Rest kam aus Braunlage, einen Schock versetzte, als er im ersten Drittel zwei Treffer (7., 19.) erzielen konnte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Indians schon seit über 80 Minuten ohne eigenen Treffer und die Harzer hatten bei diesem Zwischenresultat den Punkterückstand bis auf einen aufgeholt. Sollte die aktuelle Formschwäche, die während der Woche sogar in der Frage gipfelte, ob Indians-Trainer Peter „Peewee“ Willmann der richtige Mann an der  Chefposition der Hannover Indians ist, sich fortführen? Die Antwort brachte der zweite Abschnitt. Den ersten Paukenschlag verabreichte Tobias Schwab den heimischen Indians, als er kurz nach Drittelbeginn (24.) auf 0:3 erhöhte. Damit war die Messe gelesen, dachten zumindest die meisten Fans und schnitten sich gewaltig. Nachdem sich zwei Hannoveraner nacheinander kleine Strafen abholten (Anderson in der 29. Minute und Richardt in der 32. Minute), eskalierte die Situation. ECH-Neuzugang und Kampfschwein, im positiven Sinn, Tobias Stolikowski, wurde Bruder des Anfangs erwähnten Christian Wittmann, Robert Wittmann,  mit einem Bandencheck bedacht, wehrte sich, und schon war eine Keilerei im Gange, wie man sie bestenfalls aus den Asterix-Romanen kennt. Am Ende stand eine Spieldauerdiszi für Robert Wittmann sowie jede Mengen 2+2 Strafen und die Gewissheit, dass auch Strafbänke bei Ausnahmesituationen schnell zu klein werden können. Fast hätten die Braunlager das fünfminütige Unterzahlspiel heile überstanden, als jenes Gespenst auftauchte, dass schon seit Wochen, vom Scorpions-Spiel am vergangenen Wochenende mal abgesehen, für Schrecken in gegnerischen Defensivreihen sorgt.  Andre Gerartz markierte in Gemeinschaftsarbeit mit Richardt und Koziol das erlösende erste Tor zum Spielstand 1:3. Die nun auf den Geschmack gekommenden Gastgeber brachten folgerichtig noch vor der Drittelsirene den zweiten Treffer zu Wege und die Scorereinheimser war fast die Gleichen, bis auf Richardt. Dessen Rolle nahm Nick Anderson an, der Torschütze war wieder der Gleiche. Andre Gerartz verantwortete das 2:3. Jetzt wackelte die Falkenmauer und das zehrte an den Nerven der Gästeakteure. Von den 51 vergebenen Strafminuten im letzten Drittel gingen die vollen 100 Prozent an die Gäste, wobei zu bemerken ist, dass der Ausgleich für den Tabellenführer fiel, als die Strafzeitenflut noch nicht über die Gäste hereingebrochen war. Torschütze war natürlich der „Mann des Tages“, Andre Gerartz. (50.). Die nun mit Haken und Ösen kämpfenden Falken gingen an den Rand des Erlaubten, als sie in den verbleibenden sieben Minuten fast durchgängig in Unterzahl bestreichen mussten, stellenweise sogar mit drei gegen fünf, wehrten sich aber erfolgreich. Am Ende stand ein 3:3 und die Frage nach der Spielentscheidung würde garantiert erst in letzter Minute gefällt wurden. Die Entscheidung fiel letztendlich in der 64. Spielminute. Die von einem zehnminütigen Unterzahlspiel zermürbten Falken liessen ECH-Defender Frank Richardt gewähren und dieser markierte zum Jubel der Fans in der 64. Minute endlich den Siegtreffer zum 4:3.   Fazit: Das Spitzenspiel entsprach voll und ganz dne Erwartungen. Die Indians sind dank eines Andre Gerartz mit einem blauen Auge davongekommen, die Gäste sind weiterhin eine Bank im Titelrennen, müssen jedoch unbedingt an ihrer Disziplin feilen.

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