Indians im Pokal gegen Leipzig chancenlos

Deutlicher hätte es nicht werden können. Beim 0:6 (0:2, 0:2, 0:2) vor knapp über 1000 Zuschauern zeigte sich der Ostvertreter, die Icefighters Leipzig, den Hannover Indians überlegen und kassierte mehr als verdient die drei Punkte im Nordost-Pokal.
Dass es zwischen der Oberliga Ost und dem Norden leichte Unterschiede gibt war eigentlich schon vor der Partie klar. Trotzdem überraschte, mit welcher Sorglosigkeit die Indians in das Pokalspiel gegen die Icefighters Leipzig gingen. Der Ost-Oberligist zeigte jedenfalls schnell den Gastgebern wo der Hammer hängt und ehe die Truppe von Peter „Peewee“ Willmann dies begriffen hatte, stand es schon 0:2. Erst hatte Oldie Esbjörn Hofverberg, im Slot völlig alleingelassen, die Führung markiert, dann erhöhte Tom Fiedler in ähnlicher Art auf 0:2. In der Folgezeit ließen die Leipziger zwar den einen oder anderen Konter zu, zeigten sich aber stets präsent. Trotzdem hätte das 1:2 durchaus fallen können, denn der am Anfang nicht immer sichere Leipziger Keeper Sebastian Staudt ließ den einen oder anderen Puck prallen, aber die Chancen von Moallim, Koziol und del Castillo blieben ungenutzt. Genau in dieser Phase erwies ECH-Abwehrspieler Maxi Pohl seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er völlig unmotiviert neben seinem Tor Gästestürmer Hannes Albrecht umwarf, dieser sich eine blutende Nase holte und Pohl prompt zu Recht mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe bedacht wurde. Diese Unbeherrschtheit wurde zwar nicht direkt bestraft aber auch im zweiten Drittel beherrschten die Leipziger deutlich das Spiel. Jetzt überließen sie immer wieder den Hannoveranern das Feld, ließen aber kaum Chancen zu, verlegten sich auf das Kontern, dass mit Erfolg praktiziert wurde. In der 28. Minute rannte Fiedler den ECH-Verteidigern davon, bediente Hannes Albrecht und dieser markierte das 0:3. Sieben Minuten später dann wieder eine 1:1-Situation, diesmal stand Tomas Vrba alleine vor Ackers und das 0:4 war Realität. In der 40. Minute hätte es gar fast 0:5 gestanden, aber Hannes Albrecht scheiterte an Ackers, der mit einem echten Monstersave das fünfte Gegentor verhinderte. Zwar hatten auch die Indians einige Möglichkeiten, aber wenn man zu zweit vor Leipzigs Keeper Sebastian Staudt auftaucht und trotzdem die Scheibe nicht über die Linie bringt, dann muss man sich nicht wundern, wenn nach vierzig Minuten ein 0:4 auf der Anzeigetafel steht. Auch im dritten Drittel verfolgte die Indians das Pech. Andre Gerartz, Karim Moallim scheiterten am jetzt souveränen Staudt, der neben einer kleinen Portion Glück sich seinen Shoot-up klar verdiente. Anders die Leipziger, die schnell merkten, dass den Gastgebern neben der Kraft auch eine gehörige Portion Esprit fehlte. Immer häufiger, wie zu Anfang des Spieles stürmten die Blau-Weißen in Richtung Indians-Tor und der jetzt zwischen den Pfosten stehende Nachwuchskeeper Michael Güßbacher musste mehr als einmal eingreifen. Bei den beiden Gegentoren, erzielt von Tomas Vrba und Tom Fiedler war er jedoch machtlos. Am Ende stand ein hochverdienter, auch in der Höhe in Ordnung gehender Erfolg der Leipziger. Lediglich ein Tor für die Indians wäre fair gewesen aber wer derart fahrlässig mit seinen Chancen umgeht, muss sich nicht wundern, wenn am Ende eine echte „Reibe“ zu Buche steht.









-tm.webp)



