Eisbären Sieger der European Trophy!
In einer hochklassigen und hart umkämpften Partie behielten die Eisbären Berlin im Finale der European Trophy mit 5:3 (2:0; 2:3; 1:0) verdient die Oberhand über den schwedischen Meister HV 71 Jönköping. Obwohl die Schweden im Schlussabschnitt vehement auf den Ausgleich drückten, behielten die Berliner den Kopf stets oben. Und als Routinier Stefan Ustorf in der Schlussminute ins verwaiste Tor des HV 71 traf, war den Eisbären der Gewinn der European Trophy nicht mehr zu nehmen. Als Sahnehäubchen oben drauf wurden Rob Zepp als bester Torhüter und Jimmy Sharrow als bester Verteidiger des Turniers geehrt. Die Auszeichnung des besten Stürmers erhielt HV 71’s André Petersson.
Am Abend vor dem Finalmatch gab es bei den Eisbären eine Mannschaftssitzung der ganz besonderen Art: dem Abendessen folgte der Sprung der gesamten Mannschaft in den 18°C kühlen Zeller See. Gut möglich, dass die Eisbären deshalb hellwach und bestens vorbereitet in das Finalmatch gegen das schwedische Top-Team gingen. Was auch dringend nötig war! Denn spätestens nachdem die Eisbären überraschend mit 3:0 Toren in Führung gegangen waren, fühlten sich die Cracks des HV 71 offensichtlich arg an der Ehre gepackt und schlugen vor allem in Überzahl knallhart zurück. Auf den 2:3-Anschluss durch Jesper Williamsson fanden die Eisbären jedoch die passende Antwort: denn Jimmy Sharrow stellte erneut einen Zweitore-Vorsprung für die Eisbären her. Die Schweden damit aber längst noch nicht am Ende ihres Lateins! Sie kamen durch den Ex-Kölner Kamil Piros noch einmal auf ein Tor heran. Der Boden für ein höchst spannendes letztes Drittel war somit bereitet. Dort hatte der HV 71 mehr vom Spiel und erarbeitete sich etliche gute Einschussmöglichkeiten. Das Eisbärengehäuse, mit Glück und Geschick verteidigt, blieb jedoch wie vernagelt. Und als der gute schwedische Torsteher Andreas Andersson sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte, bestrafte Stefan Ustorf die vorherigen Nachlässigkeiten der Schweden mit seinem Treffer zum 5:3 Endstand. Vor dem Spiel hatte Eisbärenstürmer Sven Felski gesagt: „Weder Schweden noch Schweizer halten viel vom DEL-Eishockey. Dementsprechend groß ist ihre Überraschung.“ Mit der sollte es fortan allerdings vorbei sein, da am Ende des Tages Dennis Pederson, im Finale Kapitän der Eisbären, den Siegerpokal der European Trophy in die Luft stemmen durfte. Die Eisbären Berlin haben im neu geschaffenen Wettbewerb jedenfalls beste Werbung für Eishockey der Marke „Made in Germany“ betrieben. (mac/TS)
Eisbären Berlin – HV 71 Jönköping 5:3 (2:0; 2:3; 1:0) Tore: 1:0 (11:49) Braun, Laurin – Pederson; 2:0 (12:05) Friesen – Rankel; 3:0 (21:54) Friesen – Walser/Rankel PP2; 3:1 (26:13) Fasth – Puistola/Voutilainen PP; 3:2 (26:43) Williamsson - Beech; 4:2 (26:58) Sharrow – Christensen/Felski; 4:3 (35:23) Piros PP; 5:3 (59:05) Ustorf - EN Schiedsrichter: Kurmann/Berneker Strafen: 12/13 + Spieldauer (Sundh) Zuschauer (in Salzburg): 1.400














