Löwen Frankfurt bieten desolate Vorstellung gegen KaufbeurenWenn der Lieblingsgegner die Krise verschärft

Ratlose Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)Ratlose Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)
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So siegte der ESV Kaufbeuren verdient mit 6:1 am Frankfurter Ratsweg. So pfiffen viele der 4500 Zuschauer eine leblose Frankfurter Mannschaft zum Ende sogar aus.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: die Löwen Frankfurt waren, wie man gerne so sagt und beurteilt, stets bemüht. Stets bemüht schienen sie über das komplette Spiel hinweg. Doch spätestens nach dem 0:2, das ebenso wie das 0:1 bei einem 2:1-Konter fiel, schienen die Löwen schon früh im Spiel nach dem ersten Drittel gebrochen. Im zweiten Drittel zogen die Joker ebendiesen und den Löwen den Zahn, indem sie auf 5:1 erhöhten. Der zwischenzeitliche Löwen-Treffer zum 1:3 durch Brett Breitkreutz entflammte ein kurzes Aufbäumen der Löwen, das die Gäste mit den Treffern vier und fünf im Mitteldrittel schnell zu Nichte machten. Meist konterten die Joker, viermal trafen die Gäste nach Kontern. Während die Löwen immer wieder planlos anrannten und spätestens im Angriffsdrittel kein Rezept gegen die stark am Mann verteidigenden Kaufbeurer fanden, setzten diese immer wieder Nadelstiche und gewannen sogar den Schlussabschnitt mit 1:0 – so dass am Ende ein verdienter 6:1-Sieg am Ratsweg zu Buche stand. Ebenso verdient war die Auszeichnung Spieler des Tages für den Doppeltorschützen Max Schmidle im Dress der Joker. Dass auch die Löwen einen Spieler des Tages ernennen mussten, war mehr den Konventionen geschuldet als dem spielerischen Verdienst auch nur eines Einzelnen. Auf Brett Breitkreutz fiel die Wahl. Die folgenden Pfiffe fielen aber auf alle Löwen zurück. Auch dies war mehr als verdient.

Maximilian Haas