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Frankfurter Löwen verlieren erstes Heimspiel im neuen Jahr Nur ein Punkt gegen die Heilbronner Falken

C.J. Stretch handelte sich eine Strafe ein, die zur Frankfurter Niederlage führte. (Foto: dpa)C.J. Stretch handelte sich eine Strafe ein, die zur Frankfurter Niederlage führte. (Foto: dpa)
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Die Löwen konnten die gute Form aus den vergangen Partien mit ins erste Drittel nehmen und man sah, dass sie das neue Jahr begannen wollten, so wie das alte aufgehört hatte. Ein verdienter Heimsieg sollte her und das war von Anfang an bei den Löwen zu spüren. Die Heilbronner Falken standen noch gar nicht richtig auf dem Eis, da stand es schon 1:0 für die Löwen. C.J. Stretch konnte den Puck bereits nach 35 Sekunden im Netz von Andrew Hare unterbringen (1.). Matt Tomassoni nahm sich einen Schlagschuss von der blauen Linie, Stretch wartete vor dem Tor nur auf den Abpraller und konnten diesen dann ins leere Tor einschieben. Heilbronn wirkte nur geschockt. Man wurde das Gefühl nicht los, dass sie Angst vor einer deutlichen Auswärtsniederlage hatten. Sie beschränkten sich erstmal nur aufs Verteidigen. Die Devise lautete nun, hinten sicher stehen, vorne eine paar Nadelstiche setzen. Die weiteren Minuten des ersten Drittels verliefen ereignislos.

Im zweiten Drittel nun ein komplett anderes Bild der Partie. Die Falken kamen mit Schwung aus der Kabine und wollten nun auch zeigen, dass sie offensives Eishockey spielen konnten. Doch ein weiterhin stark aufgelegter Brett Jaeger hielt, was zu halten galt. Nach einer unnötigen Strafe der Löwen hatten die Falken im Powerplay nun ihre beste Phase. Entweder scheiterten sie zunächst am stark aufgelegten Brett Jaeger oder am Aluminium. Kurze Zeit später bekamen die Heilbronner Falken erneut ein Powerplay zugesprochen. Sie erhöhten den Druck deutlich und feuerten nun ein wahres Torschussfeuerwerk ab. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie den verdienten Ausgleich erzielen konnten. In der 35. Spielminute war es nun soweit. Nach Zuspiel von Jonathan Harty konnte Tyler Gron den Puck im Löwen-Gehäuse unterbringen. Brett Jaeger war nun doch geschlagen und die Falken konnten den verdienten Ausgleich erzielen. Zum Ende des zweiten Drittels gab es noch ein paar Nickligkeiten auszutauschen. Patrick Kurz, Spieler der Heilbronner Falken, musste nach einem hohen Stock mit fünf Minuten plus Spieldauer vom Eis und die Löwen bekamen das dementsprechende Powerplay, das sie aber nicht nutzen konnten.

Das dritte Drittel begann mit einem Paukenschlag für die Löwen. Ein in Frankfurt alter Bekannter, nämlich Patrik Vogl, konnte auf Zuspiel von Justin Kirsch aus dem Slot die Führung der Heilbronner Falken erzielen (44.). Doch die Führung sollte nicht lange halten. Zwei Minuten später konnte Matt Pistilli, nach einem traumhaften Zuspiel von Mike Card den Ausgleich für die Frankfurter Löwen erzielen (46.). Es war nun ein hart umkämpftes Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Frankfurt bekam den Puck nicht im Tor der Falken unter und die Falken scheiterten immer wieder am überragenden Brett Jaeger. Es sollte kein weiteres Tor mehr im Schlussabschnitt fallen, bedeutete also Verlängerung.

In der Verlängerung ließ sich C.J. Stretch zu einer unnötigen Strafe provozieren, die fällige Überzahl konnten die Heilbronner Falken clever ausspielen und Justin Kirsch konnte dann, ganz zur Freude der mitgereisten Falken-Fans, den Siegtreffer erzielen (61.). Aus Frankfurter Sicht lässt sich sagen, dass es eine unnötige, aber dennoch verdiente Niederlage war. Die Heilbronner Falken waren einfach taktisch cleverer. Vor allem im Slot verteidigten die Falken nah am Mann, holten die Rebounds vor dem eigenem Tor und konnten durch ihre harte Spielweise zwei Punkte mit nach Hause nehmen.

Felix Flüs