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„München ist ein verdienter Meister“Interview mit Gernot Tripcke

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Herr Tripcke, Sie kommen gerade von der Siegerehrung auf dem Eis und haben noch goldenes Konfetti an den Schuhsohlen. Wieder durften Sie dem Kapitän des EHC München den Meister-Pokal überreichen, ist der alte und neue Meister auch der verdiente Meister?

Ja, aus unserer Sicht auf jeden Fall: Sie waren diese und letzte Saison Erster nach der Hauptrunde und wenn man sich dann anschaut, wie sie durch die Play-offs marschiert sind, dann kann man davor nur den Hut ziehen. Die Qualität des gesamten Kaders bis in den vierten Block ist enorm hoch. Großer Respekt geht aber auch an den Vizemeister Wolfsburg, der tolles Eishockey gespielt und dazu beigetragen hat, dass wir eine grandiose Finalserie mit begeisterndem Sport gesehen haben.

Beide Teams haben große Sponsoren im Hintergrund. Deswegen gibt es immer wieder kritische Stimmen, die das Finale als Duell zweier „Plastik-Clubs“ sehen. Wie stehen Sie dazu?

Wenn man sich das Engagement beider Teams anschaut, den großen Kampf, den sie sich geliefert haben, und was hier und auch in Wolfsburg in der Halle los war, dann kann ich das nicht nachvollziehen. Das ist nun mal die Entwicklung im Profi-Sport, wie auch andere Sportarten zeigen. Und aus Sicht der Liga sind wir froh, dass die Vereine professionelle Partner im Hintergrund haben, und dass wir mit der Deutschen Telekom und Covestro - womöglich bald im DAX gelistet - ebenfalls prominente Unternehmen an unserer Seite wissen.

Nun steht die Heim-WM vor der Tür, bei der vermutlich auch einige der heutigen Akteure zu sehen sein werden. Was erhoffen Sie sich?

Also zunächst mal freuen wir uns auf dieses Turnier, das sicher ein Highlight wird, und darüber, dass wir dabei absolut parteiisch sein können für die deutsche Nationalmannschaft. Und natürlich hoffen wir auf ein erfolgreiches Abschneiden unseres Teams.

Würde eine erfolgreiche Heim-WM auch der Liga einen Push geben?

Das ist immer schwer zu sagen. Zwischen der WM und der neuen Saison vergehen vier Monate. Dazwischen passiert so viel, dass man sich da schwertun würde, einen unmittelbaren Effekt festzustellen. Aber es ist natürlich so, dass eine positiv verlaufene WM eine sehr gute Werbung für unseren Sport ist und das tut auf jeden Fall gut – wie auch die Finalserie zweier sehr guter Teams um die Deutsche Meisterschaft.