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Holpriger Start für TelekomeishockeyViel Kritik zum Start des neuen Angebotes

Am Freitag begann die 23. Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL). (Foto: Imago)Am Freitag begann die 23. Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL). (Foto: Imago)

Fast wirkte es so, als hätte Telekomeishockey am Freitag noch ein paar Tage gebraucht, um ohne Schwierigkeiten in die Saison 2016/17 zu gehen. Vorneweg - Es ist durchweg positiv zu bewerten, dass mit dieser Saison alle Spiele der besten Eishockey-Liga Deutschlands Live und in Full-HD zu sehen sind. Dass es dabei immer wieder zu Problemen kommen kann, liegt natürlich in der Natur der Sache.

Der neue Auftritt der Deutschen Eishockey Liga ist frisch und modern. Viele Features laden dazu ein, länger auf der Seite zu verweilen. Ein Podcast und ein Magazin können mittelfristig zu einer größeren Fanbindung führen – die Stars der Liga bekommen ein Gesicht. Dafür sorgen auch Pauseninterviews, die an allen Standorten geführt werden und einen guten Eindruck machten. Dennoch gab es viel Kritik zum Auftakt des, von der DEL selbst eingeläuteten, neuen Zeitalters der Deutschen Eishockey Liga. Am Freitag herrschte zunächst eine gewisse Ernüchterung unter Eishockey-Fans. Viele Nutzer beklagten, dass sie sich nicht einloggen können. Einzelne Spiele ließen sich gar nicht abrufen, hier und da fiel der Ton aus. Sicher alles Kinderkrankheiten, doch die Vorfreude wird dadurch erheblich getrübt. Auch am Sonntag gab es in einigen Streams wieder Probleme mit dem Ton und Verbindungsunterbrechungen. Mit der Telekomeishockey-App gab es am Freitag noch erhebliche Probleme, diese schienen Sonntag behoben.

Hinzu kommt leider ein Mangel an Statistiken. In den Kategorien Top-Scorer und Top-Goalies werden nur die fünf besten der jeweiligen Unterkategorie angezeigt. Kurios wird es sogar beim Gegentorschnitt, wo aktuell mit Maximilian Franzreb (Eisbären Berlin) und Felix Bick (Düsseldorfer EG) zwei Torhüter aufgeführt werden, die noch keine Minute auf dem Eis standen. Umfangreiche Statistiken der einzelnen Teams, sowie Strafen, Special-Teams usw. können Nutzer nur teilweise und umständlich über das DEL-Datenarchiv beziehen.

Einen Live-Ticker suchte man am Wochenende ebenfalls vergeblich. Teilweise erschienen die Live-Ergebnisse in der Übersicht der Spiele, oft stand es allerdings bis zum Schluss 0:0. Am Sonntag lief dies etwas besser, ein Live-Ticker wurde allerdings weiterhin nicht angeboten. Das ist besonders für Fans ärgerlich, die bislang nicht auf Angebot der Telekom zurückgreifen können, oder wollen. Fehlende Live-Daten sind auch für die redaktionelle Arbeit bei Zeitungen oder in anderen Medien, ein großes Ärgernis.

Der Statistik-Teil bei den einzelnen Spielen wirkt auf den ersten Blick umfangreich, in der Tiefe fehlt es dann leider doch. Hier ist man als Nutzer doch sehr verwöhnt vom alten Angebot, welches ein Datenblatt für beide Teams, mit Angaben zur Eiszeit, Schüssen, Strafen usw. lieferte. Auf den Übersichts-Seiten der einzelnen Teams werden Fans am Montag noch immer mit der Nachricht begrüßt: „Hier gibt es zum Saisonbeginn Statistiken und Informationen zu...“

Bleibt festzuhalten, dass sich das Angebot sicher im Laufe der Saison verbessern wird. Kritik am Kommentator, Einblendungen, etc. wird es immer geben und dort kann man es sicher nicht jedem gerecht machen. Die Frage wird trotzdem sein, ob die Deutsche Telekom und die DEL auf die Kritik der Fans hört und darauf reagieren wird? Besonders unproblematische Übertragungen, Live-Scores und ein umfassender Statistik-Bereich stehen hier im Vordergrund. Ansonsten feiert die Liga zwar den Beginn eines neues Zeitalters auf der eine Seite und macht gleichzeitig einen Rückschritt auf der Nächsten.