Hockeyweb trauert um Oliver Koch

Manche Nachrichten werden unbegreiflicher, je länger sie wirken. Sie erfüllen mit Traurigkeit und Fassungslosigkeit. Mit großer Trauer müssen wir vom Tod unseres Kollegen, unseres Freundes Oliver Koch berichten, der am Samstag nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben ist.
Ist Olli da? Kann Olli das erledigen? Das war für uns bei Hockeyweb fast schon keine Frage mehr. Denn es war klar, dass Olli da ist. Dass Olli es schon erledigen würde. Was immer auch anlag. „Ich habe selten einen Menschen getroffen, der sich mit so viel Herzblut für den Eishockeysport und für Hockeyweb engagiert hat“, sagt Harald Jeschke, der Hockeyweb mit einigen Mitstreitern im Jahr 1999 in Duisburg ins Leben gerufen hatte und lange Zeit für uns tätig war. Schnell wuchs unsere Idee, im Internet über Eishockey zu berichten, über das Ruhrgebiet hinaus. Und in Berlin fanden wir Olli Koch. Zunächst berichtete Olli über die Eisbären Juniors, übernahm aber auch schnell redaktionelle Aufgaben bei Hockeyweb. Nach unserem Wechsel zu Maka Media unter der Leitung von Dirk Makritzki wurde Olli Koch fest angestellt und war der Mann für alles. Er koordinierte unsere Berichterstattung, kümmerte sich um die Mitarbeiter und erledigte alle wichtigen Aufgaben. Auch unsere ersten beiden Leserreisen nach Buffalo und Toronto sowie nach New York waren maßgeblich von Olli Koch auf Hockeyweb-Seite mit organisiert worden. „Oli war immer der ruhende Pol in der Redaktion – für mich war immer klar, wenn ich Hockeyweb übernehme, dann nur zusammen mit Oli Koch“, so Dirk Makritzki. „Er war die Idealbesetzung für diesen Posten, ein brillanter Netzwerker und einzigartig im Umgang mit seinen Mitmenschen. Ausnahmslos überall beliebt und vor allem ein lieber und zuverlässiger Freund.“ Wenn er noch länger im Eisstadion zu tun hatte, formulierte er es immer mit einem Augenzwinkern. „Ich gehe noch etwas netzwerken“, sagte er dann immer. Und genau das tat er. Olli Koch machte sich einen Namen in der kleinen, deutschen Eishockeywelt. Und er machte Hockeyweb einen Namen. So gehörte Olli Koch zum Nominierungskomitee der deutschen Hall of Fame, organisiert vom Deutschen Eishockey-Museum. Olli war geduldig, gütig und immer freundlich. Unfriede war ihm zuwider. Und das ist der Grund, warum wir ihn nicht einfach nur als Kollegen geschätzt, sondern als Freund zutiefst gemocht haben. Umso tiefer geht unsere Trauer. Olli, Du fehlst. Wir sind am Boden zerstört. Olli Koch wurde nur 40 Jahre alt. Er wird am 29. Juli in Berlin beigesetzt.













