Monarchs wurden von Scorpions überrannt

Dresden erlebte einen schlechten Heimspiel-Start.
Die Dresden Monarchs haben ihr erstes Punktspiel der Saison vor heimi-
scher Kulisse klar und deutlich mit 0:34 verloren (0:0/0:7/0:20/0:7). Die
gut 1.500 Fans im Rudolf Harbig Stadion sahen mit den Stuttgart Scorpions einen vor allem abgebrüht und clever agierenden Gegner, der den Hausherren zu keinem Zeitpunkt des Spiels eine Chance gab.
Schon wieder Stuttgart! Diesen Stoßseufzer dürfte so mancher Monarchs-Fan
am Sonntag gen Himmel fahren lassen haben. Zum fünften Mal in drei Jahren traf
man sich zum Match. Zum dritten Mal im Mai. Und zum dritten Mal ging dieses
frühe Aufeinandertreffen in die Hose. In den letzten Jahren mussten sich die Mo-
narchs immer nur knapp geschlagen geben. Diesmal war es eine Klatsche! Keine
Punkte, kaum First Downs. Die Defense konnte im ersten Durchgang noch or-
dentlich gegen halten. Nach der Pause wurde sie vom zähen Laufspiel der Stutt-
garter aber zusehens müde und mürbe gespielt. Und Entlastung von der Offense
gab es keine!
Die ersten Punkte vielen kurz vor der Pause nach einem Fehler im Dresdner An-
griff: zwei Mal hintereinander geriet der Snap zu Quarterback Nick Forston zu
hoch. Beim ersten Mal konnte der noch retten. Beim zweiten Mal nicht – Ballbe-
sitz Stuttgart 2 Yard vor der Endzone. Was folgte war Touchdown Nummer 1
durch Christopher Jackson (PAT Fecke 0:7).
Während Dresden nach der Pause weiter viel versuchte aber nichts zählbares er-
reichte, drehten die Gäste richtig auf. Drei Touchdowns im dritten Quarter. Je
einmal Patrick Geiger, Christopher Jackson und Matthias Mecherlein. Patrick Gei-
ger machte im vierten Viertel mit Touchdown Nr. 5 den Sack endgültig zu.
Der Monarchs Verteidigung kann man kaum einen Vorwurf machen. Dagegen
stimmte der Auftritt des Angriffs bedenklich. Ryan Boswell konnte nach einer
Trainingsverletzung nur halbe Kraft gehen. Bernd Schwaten humpelte schon im
ersten Viertel. Das zuletzt beeindruckend gute Laufspiel von Gregor Hartmann
kam nicht voran. Und Quarterback Nick Forston konnte auch kaum Glanzpunkte
setzen. Neuzugang Kim Kuci hatte zwar ein, zwei sehenswerte Aktionen, es fehl-
te aber noch deutlich an Abstimmung.
Während Fans und Spieler nach dem Spiel noch darüber grübelten, wann die
Dresden Monarchs eigentlich jemals zu „0“ verloren hatten.(die Antwort: in den frühen 90ern leider mehrmals. Zuletzt 1999 in einem Spiel gegen die Magdeburg
Virgin Guards) versuchten die Coaches nach vorn zu sehen. Nächstes Wochen-
ende geht’s nach Düsseldorf und eine Woche drauf kommt schon Vizemeister
Hamburg. Bis dahin muss diese bittere Niederlage irgendwie aus den Köpfen ver-
schwunden sein. (28.05. vs. Hamburg Blue Devils / Opening 14:00 Uhr)
JD














