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NFL Europe vor Zuschauerrekord

NFL Europe vor Zuschauerrekord

Lesedauer: 3 Minuten

Wer gegen wen? Um was geht es noch? Der letzte Spieltag im Überblick.

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Die NFL Europe steuert einen Zuschauerrekord an. Knapp 505.000 Fans sahen die bisherigen 27 Spiele, rund 53.000 fehlen noch, um die Bestmarke aus der Saison 2001 (557.190) zu überbieten. Zu den drei Partien am letzten Spieltag der regulären Saison erwarten die Verantwortlichen jeweils 20.000 Football-Begeisterte. Damit würde der Zuschauerschnitt auf über 18.800 steigen - die beste Marke seit der Wiedereinführung der Liga 1995. Lediglich in den Jahren 1991 und 1992 hatte die damalige World League mit Klubs in Europa und den USA eine größere Resonanz.

Sportlich sind bereits vor dem zehnten Spieltag alle Entscheidungen gefallen. Titelverteidiger Berlin Thunder kann im letzten Heimspiel am Sonntag (Kick Off 16 Uhr) gegen die Cologne Centurions locker aufspielen, denn die vierte World-Bowl-Teilnahme in fünf Jahren steht bereits fest. Der Gegner im Finale am 11. Juni in Düsseldorf, die Amsterdam Admirals, läuft am Samstag (Kick Off 19 Uhr) beim Schlusslicht Rhein Fire schon einmal im Endspielstadion auf.

Gegen Köln will der dreimalige Meister Berlin die gute Form der vergangenen Wochen bestätigen und für den World Bowl in einer Woche konservieren. "Wenn wir in diesem Spiel Fahrt aufnehmen, wird es schwer, uns im Finale zu stoppen“, sagt Quarterback Dave Ragone, mit 154 Pässen zu seinen Empfängern und 13 Touchdowns der beste Spielmacher der Liga.

Wide Receiver Aaron Boone, Ragones häufigste Anspielstation, hat die Glaskugel bereits im vergangenen Jahr mit Thunder gewonnen. "Es ist wichtig, dass wir den Rhythmus beibehalten, um dann gegen die Admirals die beste Leistung abrufen zu können", sagt der 27-Jährige: "Ich weiß, was für ein geiles Gefühl es ist, den World Bowl in die Luft zu stemmen. Ich werde alles geben, damit der Titel dort bleibt, wo er hingehört – in Berlin."

Wesentlich zur guten Zuschauerresonanz in der insgesamt 13. Saison der NFL Europe beigetragen hat Neuling Hamburg Sea Devils. Die Hanseaten, die am Samstag (Kick Off 19 Uhr) zur letzten Partie ihrer Debütsaison Frankfurt Galaxy empfangen, konnten zu ihren ersten vier Heimspielen 68.397 Fans begrüßen - bereits 20.000 mehr als Vorgänger Scottish Claymores in der gesamten Spielzeit 2004 (48.319).

"Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden. Das haben die Fans verdient", sagt Abwehrspieler Sacha Lancaster vor dem Saisonfinale: "Wir können Frankfurt schlagen. Wir sind das bessere Team." Schon im Hinspiel siegten die "Seeteufel" 30:10. Mit einem Erfolg zum Abschluss könnten die Hamburger ihre erste Saison mit einer ausgeglichenen Bilanz beenden. "Das würde den NFL-Teams die Augen öffnen. Und mit Sicherheit schicken sie in Zukunft noch talentiertere Spieler her, damit sie für Hamburg den World Bowl gewinnen", glaubt Lancaster.

TL

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