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Indians gewinnen nach Verlängerung

Lesedauer: 3 Minuten
Böse Klatsche für die Indians

Rob Hisey erlöst seine Indians in der Verlängerung...

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Mit einem 5:4 Erfolg nach Verlängerung gehen die Hannover Indians in der Halbfinalserie gegen die Herne Crusaders mit zwei Siegen in Führung.

Das Spiel: Es war 22:23 Uhr, als im ausverkauften Eisstadion am Pferdeturm alle Dämme brachen. Nach 62 äußerst dramatisch und spannenden Minuten erlöste Rob Hisey sein Team mit dem entscheidenden Treffer. Dabei begann es für die Hausherren alles andere als günstig. 143 Sekunden waren absolviert, als die Gäste  mit 2:0 in Front lagen. Shawn Mc Neil (1.) und Sven Liesegang (3.) nutzten zwei Unaufmerksamkeiten der Indians-Defensive zur überraschenden Führung. Die Kulisse geschockt, war aber nach neun Minuten wieder da. Kyle Doyle sorgte mit seinen beiden Treffern (5., 9.) für den Ausgleich in einer Partie, die in der Folgezeit an Intensität und Kampf kaum zu überbieten war.

Als in der 23. Minute Jamie Chamberlain mit einem „Lupfer“ den Favoriten erstmals in Führung brachte - und dabei Hernes Keeper Marc Dillman alt aussehen ließ - schien alles für die Niedersachsen zu laufen. Doch der HEV gab sich keineswegs geschlagen, kam durch Thomas Schenkel nach 26 Minuten zum Ausgleich. Hisey´s Handgelenksschuss (37.) brachte die erneute Führung für die Indianer, die aber aus dieser Führung kein Kapital schlagen konnten. Im Gegenteil, denn nur eineinhalb Minuten später markierte Patrick Asselin den 4:4 Ausgleich.

Der Schlussdurchgang brachte Einbahnstraßen-Eishockey, aber keine Entscheidung in der regulären Spielzeit. Dabei hatten die Gäste knapp Minuten vor dem Ende die große Chance zum Sieg. Nach einer unnötigen Spieldauerdisziplinarstrafe für Josiah Anderson, nach Check gegen Schenkel, hatten die Gäste vermeintlich Überzahl bis zum Ende der Spielzeit, doch überflüssige Fouls von Liesegang und Mc Neil brachten die Sundblad-Truppe um den vielleicht entscheidenden Vorteil.

Die anschließende Verlängerung sollte die schnelle Entscheidung bringen. Eine weitere Strafe für Herne nutzten die Hannoveraner zur Entscheidung. Hisey (62.) traf nach großartiger Vorbereitung von Dan Del Monte zur Entscheidung.

Stimmen: Joe West (Hannover): „Es war ein intensives Eishockeyspiel, in den Play-off´s geht die Leidenschaft hoch. Ich bin froh, dass wir einen Weg gefunden haben zu gewinnen. Beide Teams stehen auf Augenhöhe, und wollen gewinnen.“

Niklas Sundblad (Herne): „Wir haben gut angefangen, dann kamen die Strafen. Hannover hat heute gutes Powerplay gespielt. Die Strafen am Ende waren zu viel, andere Schiedsrichter lassen in den Play-off´s die Pfeife weg. Wir fahren jetzt nach Hause und wollen am Freitag ein gutes Spiel spielen.“

Statistik: 0:1 (0:54) Mc Neil (Kosick, Schenkel); 0:2 (2:23) Liesegang (Asselin, McNevan); 1:2 (4:45) Doyle (Chamberlain, Hisey) 4-5; 2:2 (8:19) Doyle (Del Monte, Hisey) 5-3; 3:2 (22:34) Chamberlain (Del Monte, Doyle); 3:3 (25:49) Schenkel (Mc Neil, Kosick) 5-4; 4:3 (36:07) Hisey (Del Monte, Staltmayr) 5-4; 4:4 (37:47) Asselin (Liesegang, Bader); 5:4 (61:39) Hisey (Del Monte, Bagu) 5-4

Strafminuten: Hannover 16 + 5 + Spieldauer für Anderson – Herne 24

Schiedsrichter. Lenhart (Darmstadt)

Zuschauer: 4608

Jens Wilke    

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