Am 12. Februar 2023 findet der Super Bowl LVII im State Farm Stadium in Glendale, Arizona statt. Nach 18 ereignissreichen Regular Season und drei Playoff Wochen tragen die beiden Conferencesieger der NFL das Endspiel aus. Anders als in den anderen großen Sportligen in Nordamerika gibt es beim Super Bowl nur ein einziges Spiel, welches über den Ausgang einer Saison entscheidet.

Wer gewinnt den Super Bowl LVII?

Der Super Bowl ist das wichtigste Sportevent in den USA und zieht auf der ganzen Welt Millionen Zuschauer vor den Bildschirm. Beim Endspiel um die begehrte Vince Lombardi Trophy werden Heldengeschichten geschrieben und auf der Verliererseite auch häufig bittere Tränen geweint. Diese Dramaturgie und das Spetakel rund um das größte Einzelsportevent der Welt begeistert die Massen. Wir zeigen euch die größten Favoriten auf den Super Bowl Sieg 2023, präsentieren euch dazu die besten Quoten und die dazugehörigen Wetten.

Die Quoten der Favoriten

3.60

Buffalo Bills

6.00

Philadelphia Eagles

7.50

Kansas City Chiefs

13.00

San Francisco 49ers

15.00

Baltimore Ravens

15.00

Minnesota Vikings

Der Top-Favorit: Buffalo Bills

Die Buffalo Bills werden von allen Wettanbietern und auch den meisten NFL Experten als der klare Titelfavorit in der National Football League gesehen. Das Team von Trainer Sean McDermott überzeugt Woche für Woche mit eindrucksvollen Leistungen und war bereits in der Vorsaison extrem stark. Der Grund hierfür ist ein überragender Josh Allen, eine bärenstarke Defense und ein gut gecoachtes Team, welches nahezu keine gravierenden Schwächen hat. Einzig die Playoff-Erfahrungen sprechen nicht unbedingt für die Bills. Zwar gewann man im Vorjahr in der ersten Runde gegen die New England Patriots, musste sich dann aber erneut spektakulär den Kansas City Chiefs um Patrick Mahomes geschlagen geben. Dieses Jahr machen die Bills aber einen gefestigteren Eindruck, sind zurecht der Top Contender auf den Super Bowl Titel und auf jeden Fall eine Überlegung wert für sämtliche NFL Wetten.

Die Mit-Favoriten

Hinter den Buffalo Bills haben sich in dieser Saison vor allem die Philadelphia Eagles und Kansas City Chiefs herauskristallisiert. Das haben natürlich auch die Buchmacher erkannt und haben die Quoten dementsprechend angepasst. Besonders die Quote der Eagles ist durch die starken Auftritte in den letzten Monaten um einiges gesunken.

Philadelphia Eagles

Die Philadelphia Eagles konnten mit ihrer Siegesserie zur Beginn direkt untermauern, dass sie in den Kreis der Titelanwärter gehören und gegen jedes Team bestehen können. Während der Trade-Deadline wurde die ohnehin starke Defensive zusätzlich mit Pass Rusher Robert Quinn verstärkt. Die Offensive um Quarterback Jalen Hurts stellt die gegnerischen Abwehrreihen immer wieder vor große Probleme und kann besonders früh in den Spielen die Gegner überrollen. Philadelphia ist während dieser Saison schon häufig extrem gut ins Spiel gestartet und konnte dann mit einem Vorsprung das restliche Spiel verwalten.

Kansas City Chiefs

Die Kansas City Chiefs sind das einzige Team im Favoritenkreis, das in den letzten Jahren in einer ähnlichen Team-Konstellation den Titel gewinnen konnte. Das Gespann aus Quarterback Patrick Mahomes und Head Coach Andy Reid kann aus den letzten Jahren auf einiges an Playoff-Erfahrungen zurückgreifen. In dieser Saison läuft es auch ohne Tyreek Hill richtig gut und die Chiefs gehören verdienterweise zu den Favoriten auf den NFL-Titel. Besonders vor der Offensive mit den vielen verschiedenen Playmakern fürchten sich die Defensivreihen der anderen Teams.

Kansas City Chiefs Quarterback Patrick Mahomes Quelle: © picture alliance / Douglas R. Clifford / Tampa Bay Times

Die Verfolger

Nach den drei größten Favoriten auf den NFL-Titel gibt es auch noch drei weitere Verfolger, welche ebenfalls zu den Contendern gehören.

San Francisco 49ers

Zum Saisonbeginn mussten die San Francisco 49ers einen riesigen Rückschlag verkraften, als sich der junge Quarterback Trey Lance in Woche 2 schwer am Knöchel verletzte und für den Rest der Saison ausfällt. Die einzige gute Nachricht bei dieser Hiobsbotschaft war, dass der vorherige Starting Quarterback Jimmy Garopolo nicht getradet wurde und noch als Ersatz bereit stand. Mit „Jimmy G“ sind die 49ers im vergangenen Jahr bis ins Conference Championship Game gekommen und standen 2020 sogar gegen die Chiefs im Super Bowl. Dieses Team ist also auch mit dem vermeintlichen Ersatz-Quarterback kompetitiv und hat bereits bewiesen, dass es in den Playoffs Spiele gewinnen kann. Der Grund dafür ist vor allem die starke Defensive, die zu den fünf besten Defensivreihen in der ganzen NFL gehört. Aber auch die Offensive wurde zur Trade Deadline mit der Verpflichtung von Christian McCaffrey noch signifikant verstärkt. McCaffrey passt mit seinem Profil perfekt in den Angriff von Cheftrainer Kyle Shanahan.

49ers Spielmacher Jimmy Garoppolo. Quelle © picture alliance / Dalton Hamm / ZUMA Wire |

Baltimore Ravens

Die Baltimore Ravens gehören trotz einem eher schwächeren Saisonstart in den erweiterten Titelkreis. Die Ravens mussten dabei einige bittere Last-Second-Niederlagen verkraften, wo sie durch individuelle Fehler immer wieder selbst den Gegner ins Spiel gebracht haben. Trotzdem hat Baltimore eine starke Defensive, die zur Trade Deadline mit Roquan Smith noch einmal verstärkt wurde und den besten laufenden Quarterback der NFL. Lamar Jackson zieht mit seiner Athletik so viel Aufmerksamkeit auf sich, dass er dadurch immer wieder Räume für andere eröffnet. Selbst sorgt er natürlich auch regelmäßig für Big Plays auf dem Boden oder durch die Luft.

Der beste laufende Quarterback der NFL: Lamar Jackson. Quelle: picture alliance / AP Photo / Wilfredo Lee, File

Minnesota Vikings

Vor der Saison wurden die Minnesota Vikings von kaum einem Experten als Titelkandidat eingestuft, sogar innerhalb ihrer Division wurden sie nicht als Favorit gesehen. Mit einem richtig guten Saisonstart und einem schwächelnden Packers Team haben sich die Vikings aber als die beste Mannschaft in der NFC North herauskristallisiert. Minnesota hat, ähnlich wie die 49ers, keinen Star auf der Quarterback Position, aber einen sehr soliden Veteranen mit Kirk Cousins. Der 34-Jährige ist noch einmal eine Stufe über Jimmy Garopolo einzuordnen. Die Vikings haben mit ihrer guten Defense und den gefährlichen Playmakern rund um Justin Jefferson eine gute Basis für ein erfolgreiches Football Team. Die große Frage wird sein, ob „Captain Kirk“ in den Playoffs abliefern kann.

Die Quoten der Außenseiter

17.00

Dallas Cowboys

21.00

Tampa Bay Buccaneers

23.00

Miami Dolphins

29.00

Los Angeles Chargers

31.00

Cincinnati Bengals

34.00

Los Angeles Rams

41.00

Green Bay Packers

In dieser Kategorie sind alle Mannschaften gelandet, die aus den verschiedensten Gründen kein Top-Team sind, aber die man trotzdem als Titelanwärter nicht ausschließen darf und wo sich Wetten zum aktuellen Zeitpunkt in der Season so richtig lohnen würden.

Dallas Cowboys

Nach dem ersten Saisonspiel der Dallas Cowboys herrschte bei „America’s Team“ große Ernüchterung. Nicht nur verlor man gegen die Tampa Bay Buccaneers mit 19:3, sondern auch Quarterback Dak Prescott verletzte sich am Daumen und musste operiert werden. Einige NFL-Fans waren schon davon überzeugt, dass Dallas ohne ihren Spielmacher überhaupt kein Spiel gewinnen würde. Diese Annahme war allerdings weit gefehlt, denn die Cowboys Defense und ein solide agierender Backup Cooper Rush konnten vier der fünf Spiele ohne Prescott gewinnen. Nur gegen die starken Philadelphia Eagles gab es eine Niederlage. Die Dallas Cowboys sollte man für die Playoffs auf jeden Fall auf dem Zettel haben, aber die Cowboys werden wahrscheinlich als Wildcard Team in die Playoffs gehen, da die Eagles voraussichtlich Division Sieger werden.

Dallas Cowboys Quarterback Dak Prescott. Quelle: picture alliance / Kevin Dietsch / UPI Photo via Newscom

Tampa Bay Buccaneers

Wenn es um die Favoriten auf den Super Bowl TItel geht, darf natürlich der größte Football Spieler aller Zeiten nicht fehlen. Mit sieben Ringen weiß Tom Brady natürlich genau wie es ist den Super Bowl zu gewinnen. In dieser Saison sieht sein Team aber aktuell noch nicht wie ein wirklicher Contender aus. Zwar haben die Bucs in vielen Mannschaftsteilen Qualität, aber bekommen diese nur selten über ein gesamtes Spiel umgesetzt. Die Offensive Line ist löchrig, das Laufspiel kaum vorhanden und die Defensive agiert mit einigen Ausfällen auch nicht mehr auf dem Niveau des Vorjahres. Auch Tom Brady spielt in dieser Saison schlechter als noch im vergangenen Jahr. Das große Glück für die Buccaneers ist nur, dass die NFC South schwächer als viele anderen Divisions ist und man sich darüber für die Playoffs qualifizieren kann. Das hört sich jetzt erstmal alles sehr negativ an, aber andersherum reden wir von einem Team, welches von Tom Brady angeführt wird. Wer möchte schon gegen den Greatest of all Time wetten?!

Miami Dolphins

Die Miami Dolphins konnten sich in der Offseason, z.B. mit Tyreek Hill, signifikant verbessern und haben dadurch zusammen mit Jaylen Waddle eines der besten Receiver-Duos der Liga. Die Offensive mit Tua Tagovailoa sieht auch ziemlich rund aus. Cheftrainer Mike McDaniel bekommt seine Playmaker immer wieder in gute Positionen und hilft damit seinem noch unerfahrenen Quarterback. In der Defensive konnte sich das Team aus Florida mit dem Trade von Bradley Chubb verstärken. Die große Frage für die weitere Saison wird sein, wie konstant Tagovailoa spielt und ob er die Offensive tragen kann.

Los Angeles Chargers

Für einige NFL-Experten waren die Los Angeles Chargers der Geheimtipp für den kommenden Super Bowl. Im September standen die Chargers bei einigen Buchmachern auf Platz 6 der Titelanwärter für die Saison. Die Mannschaft wurde mit einigen guten Spielern wie z.B. JC Jackson aufgewertet und vom jungen Quarterback Justin Herbert wurde sich nochmal ein Sprung nach vorne gewünscht. Die ersten Spiele der neuen Saison sollten diese Euphorie dann allerdings schon wieder ein wenig trüben. Es gab keine Mannschaft die so viele Verletzungen auf Schlüsselposition hatte. Wide Receiver Keenan Allen fiel aus, Edge Rusher Joey Bosa musste auf die Injured Reserve Liste, Left Tackle Rashawn Slater fällt für den Rest der Saison aus und Justin Herbert musste mit einem Bruch im Rippenknorpel spielen. Diese Verletzungen und noch einige mehr sorgten dafür, dass die Chargers-Saison nie so richtig Fahrt aufnehmen konnte und sich das Team von Brandon Staley immer nur von Woche zu Woche schleppt. Wenn es die Chargers doch noch schaffen einigermaßen gesund zu werden und sich wieder in Form spielen können, dann sollte man mit ihnen rechnen.

Cincinnati Bengals

Als Vorjahres Finalist gehören auch die Bengals in die Kategorie der erweiterten Titelanwärter. Leider blieb in dieser Saison bisher die Weiterentwicklung von Cincinnati auf der Strecke. Nach wie vor ist die Offensive Line mehr als anfällig und zu abhängig von der individuellen Qualität von Burrow, Higgins und Chase. Im Gegensatz zum Vorjahr haben sich die Gegner der Bengals aber immer besser auf die Spielweise eingestellt und bereiten Burrow und Co. große Probleme. Wenn Cincinnati wirklich an den Erfolg vom letzten Jahr anknüpfen möchte, dann wird es ein besseres Coaching vom Trainerstab um Zac Taylor brauchen.

Los Angeles Rams

Ähnlich wie die Cincinatti Bengals können auch die Los Angeles Rams nicht an die vergangene Saison anknüpfen. Besonders die Offensive ist im Vergleich zu den Vorjahren schwach und nicht konstant genug. Grund hierfür ist vor allem die schwache Offensive Line. Das Karriereende von Andrew Witworth wiegt schwer und auch Verletzungen spielen den Rams einen bösen Streich. Matthew Stafford steht zu häufig unter Druck und auch das Laufspiel funktioniert zu selten. Der einzige Lichtblick in der Offensive ist Cooper Kupp. Der beste Offensivspieler der vergangen Saison liefert auch in dieser Saison wieder ab. Der Super Bowl Kater steckt den Rams noch in den Knochen, aber abschreiben sollte man den Meister auf keinen Fall. Denn wie heißt es so schön: Don’t ever underestimate the heart of a champion!