Zweiter Sieg für Joe West

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Mit einem glücklichen, aber nicht unverdienten, 5:3 Erfolg über den EC

Peiting, gelang den Hannover Indians der zweite Erfolg in Folge unter

Neu-Trainer Joe West.

Das Spiel: Konnte man gestern in den hannoverschen Gazetten

lesen, dass Joe West aus einer verstärkten Defensive den Weg zum Erfolg suchen

will, so erlebten die 3232 Fans im Eisstadion am Pferdeturm in den ersten zehn

Minuten ein Spiel unter umgekehrten Vorzeichen. Die Gäste aus dem Werdenfelser

Land im Vorwärtsgang, drängten die Hausherren von der ersten Sekunden in ihr

eigenes Drittel. Rainer Hain traf nach 43 Sekunden nur den Pfosten. Die Indians

schienen irgendwie noch nicht im Spiel. Als nach sechs Minuten die Gäste in

Person von Simon Maier einen Butler Puckverlust zum 0:1 nutzten, rieben sich

nicht wenige am Pferdeturm verwundert die Augen. Doch das West-Team biss sich

in die Partie. Fünf Minuten nach der Führung traf Tyler Butler mit einem abgefälschten

Schlagschuss zum Ausgleich, dies brachte die notwendige Sicherheit. Besonders

motiviert schien Indians-Kapitän Kyle Doyle, der sich gegen sein Ex-Team noch

mehr als sonst reinkniete. Lohn für Doyle war die Führung. Dank einer

vorausgegangenen Überzahlsituation setzten sich die Hausherren im Peitinger

Drittel fest, nutzten die Drangphase auch nach Ablauf der Strafe und der Kapitän

traf aus spitzem Winkel (16.). Sekunden vor der Pausensirene hatte Doyle die

Gelegenheit die Führung auszubauen, doch er scheiterte im Alleingang an Varian

Kirst im Peitinger Gehäuse.

 

Ein torreiches Drittel erwartete die Fans im Mittelabschnitt. Nachdem

Markus Rohde in der 23. Minute es nicht schaffte einen Alleingang zu nutzen,

taten es ihm die Gäste zwei Minuten später gleich, Maier scheiterte an

Christian Rohde. In seinem zweiten Versuch machte es der Indiansstürmer besser.

Erneut mit einem Break ließ er diesmal Kirst keine Chance, erhöhte zum 3:1

(28.). Doch der Schein der angeblich sicheren Führung sollte trügen. Die Gäste

kamen immer wieder gefährlich vor das Indians-Gehäuse, konnte aber ihre Chancen

und die leichten Unsicherheiten bei Christian Rohde nicht nutzen. Bis zur 30.

Minute. Da nutzte der ECP einen Blackout der Indians-Verteidigung. Aus dem Tor

kommend wollte Keeper Rohde in Höhe der blauen Linie zu einem Mitspieler

passen, doch er traf einen Gästespieler, Adrian Hack nutzte die Situation traf

zum 3:2 Anschlusstreffer. Danach die Indians zwischenzeitlich komplett von der

Rolle. 52 Sekunden später der Ausgleich, Ryan Huddy war im Nachschuss

erfolgreich. West nahm eine Auszeit, versuchte seine Mannschaft zu beruhigen.

Mit Erfolg. Sechs Minuten später nutzte Rohde eine angezeigte Strafe für die Gäste

für die erneute Führung. Aus dem Gewühl traf er zum zweiten Mal an diesem

Abend. Keine Minute später der nächste Torschrei am Pferdeturm. Eine 5-3 Überzahlsituation

für die Gastgeber, und was unter der Woche geübt wurde, sollte sich auszahlen.

Eine schöne Kombination über Dennis Meyer und Jordan Webb der zum am langen

Pfosten lauernden Jamie Chamberlain passte, der direkt zum 5:3 einlochte.

Im Schlussdrittel verwalteten die Indians die Führung. Gestützt auf den

nun sicheren Christian Rohde, der einige Situationen glänzend entschärfte,

brachten die Hannoveraner souverän ihre Führung nach Hause. Die Fans feierten

sich selbst und ihr Team. Gab es doch tagsüber Aufregung aufgrund eines

Zeitungsartikels in der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, ob einer möglichen

Fusion, bzw. Zusammenarbeit mit dem Lokalrivalen Scorpions. Nach einem umgehenden

Dementi seitens der Indians-Verantwortlichen, war der gestrige Abend Balsam für

die Indiansseele. In der Tat gab es ein Treffen zwischen beiden Vereinen, wo

unter anderem über einen gemeinsamen Materialeinkauf, einer gemeinsamen

Marketingstrategie zusammen mit anderen Sportvereinen in Hannover, und auch über

Förderlizenzspieler gesprochen wurde. Aber laut Aussagen der Indians-Chefetage

nie und nimmer über das Aufgeben der eigenen Identität, wie von den Fans befürchtet.

 

Am Rande: …gab es rund um Pferdeturm strahlende Gesichter.

Nagten die Schlagzeilen um das Treffen mit den Scorpions-Verantwortlichen am

Nervenkostüm. Auch das es sportlich wieder aufwärts zu gehen scheint, sorgte für

gute Laune im Indianerland. So zeigte sich Joe West nach der Partie zufrieden: “Wir

waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft. Mit den ersten zehn Minuten bin

ich nicht zufrieden. Danach haben wir uns gefangen, Doyles Tor zum 2:1 war

wichtig für uns. Das 5-3 Überzahltor war schon anzusehen, und es macht Spaß

sowas zu sehen.” Sein Kollege und Freund Ron Chyzowski meinte: “Es macht immer

wieder Spaß in Hannover. Es war ein spannendes Spiel für die Zuschauer, ein ärgerliches

für die Trainer. Hannover hatte heute den besseren Torabschluss. Das vierte und

fünfte Tor hat das Spiel erledigt.” Einen Seitenhieb auf den Nachbarn Scorpions

hatte Indians-Geschäftsführer Horst Werk: “Der ECH ist in Hannover wieder da. Über

3000 Zuschauer heute, da muss sich der Nachbar verwundert die Augen reiben.”

Verzichten müssen die Indians beim sonntäglichen Gastspiel in Bad Tölz auf

ihren Topscorer Jordan Webb. Aufgrund eines Todesfalls in der Familie fliegt

der Kanadier nach Hause und wird am kommenden Mittwoch wieder in der

Landeshauptstadt zurück erwartet.

Statistik: 0:1 (5:37) Maier (Huddy); 1:1 (10:54) Butler (Webb, M.

Rohde); 2:1 (15:03) Doyle (Staltmayr, Butler); 3:1 (27:51) M. Rohde (Butler,

Winkler); 3:2 (29:46) Hack; 3:3 (30:38) Huddy (Hain); 4:3 (36:46) Rohde (Doyle,

Webb) 6-5; 5:3 (37:37) Chamberlain (Meyer, Webb) 5-3

Strafen; Hannover 14 - Peiting 8

Schiedsrichter: Heffler (Dinslaken)

Zuschauer: 3232

 

Jens Wilke 


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