Zwei Unterzahltore ebnen Sieg gegen die Revier Löwen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim besiegten am Freitagabend die Revier Löwen Oberhausen vor 1738 Zuschauern mit 6:3. Nach 40 Minuten schien die Partie zwischen dem Topteam aus Rosenheim und dem Tabellenvorletzten aus dem Ruhrpott entschieden. Zu diesem Zeitpunkt führten die Starbulls nämlich mit 4:1, machten die Begegnung dann aber doch noch unnötig spannend, denn die Gäste kamen bis zur 52. Minute auf 4:3 heran. In der 55. Minute kassierte SBR-Stürmer Todd Wetzel eine Strafzeit, die Oberhausen nicht zum Ausgleich nutzen konnte. Stattdessen gelang Stephan Gottwald in Unterzahl das 5:3 und sorgte wieder für Beruhigung auf den Rängen.

Vor dem ersten Bully richtete der erste Vorstand der Starbulls, Wilhelm Graue, einige Worte zum Unglück in Bad Reichenhall ans Publikum und bedankte sich bei der Stadt Rosenheim und allen Helfern, die noch am selben Tag Vorsichtsmaßnahmen am Kathrein-Stadion trafen. Nach der folgenden Schweigeminute begann das überaus faire Spiel, in dem Hauptschiedsrichter Heffler nur vier Strafzeiten pro Team verteilte. Gleich nach wenigen Sekunden hatte Jeremy Stasiuk die erste gute Chance für die Hausherren. Nach einer Strafzeit gegen Christoph Koziol hatte Andi Schneider bei einem Alleingang in der zweiten Minute das 1:0 auf dem Schläger. Die Führung war jedoch nur eine Frage der Zeit und so brachte Mondi Hilger nach schöner Vorlage von Schneider in der fünften Minute seine Farben in Front. In der zehnten Minute stoppte DNL-Crack Patrick Hager die Scheibe an der eigenen blauen Linie, nach einer feinen Einzelaktion schob er den Puck vor dem gegnerischen Keeper David-Lee Paton zu Mitch Pohl, dessen (Schlittschuh-)Tor zurecht keine Anerkennung fand. Besser ging es in der zwölften Minute, als erneut Hilger, diesmal nach Zuspiel von Wetzel, auf 2:0 erhöhte. Praktisch mit der ersten echten Möglichkeit verkürzten die Revier Löwen durch einen Schlagschuss von Matthias Potthoff in Minute 14 auf 2:1. Kurz vor der Pause hatte Andrè Grein den Ausgleich vor Augen, doch sein Schuss strich knapp am von Danijel Kovacic gehüteten SBR-Kasten vorbei.

Zum Mittelabschnitt kehrten die Starbulls, die ohne den gesperrten Bobo Kühnhauser, den grippekranken Christian Gegenfurtner und den verletzten Patrick Senger auskommen mussten, wieder konzentrierter und druckvoller aufs Eis zurück. Nach einer Chance von Michael Fröhlich (21. Minute) schloss Koziol in der 22. Minute einen Angriff über Hilger und Schneider ab. Bis zur 37. Minute gab es nur wenige Höhepunkte: Lediglich in der 26. Minute tauchte Gottwald gefährlich vor Paton auf, im Gegenzug verhinderte Kovacic nach einem Schuss von Sergej Hatkevitch den zweiten Treffer der für Oberhausen spielenden Gelsenkirchener. SBR-Urgestein Hilger versprach dem dritten Starbulls-Vorstand Richard Diebald noch tags zuvor „gegen Oberhausen schieße ich drei Tore“, in der 37. Minute setzte er unter dieses Vorhaben ein Häkchen. Wiederum auf Vorlage von Schneider, der hinter der verlängerten Torlinie stand, jagte er den Puck in Unterzahl in die Maschen zum 4:1. Es war übrigens das erste Tor der Rosenheimer in numerischer Unterlegenheit in der laufenden Saison.

Nach den beiden Treffer der Revier Löwen durch Nils Liesegang (45. Minute) und Potthoff (52.) und dem zweiten Unterzahltor der Starbulls fixierte Fröhlich 90 Sekunden vor der Schlusssirene den 6:3-Endstand. Dabei setzte er sich gegen die gegnerische Hintermannschaft hervorragend durch und umspielte zu guter Letzt auch noch Keeper Paton.

Trainerstimmen:

Sergej Jaschin (Revier Löwen): Ich arbeite seit einem Monat mit der Mannschaft zusammen. Wir können gut spielen, aber es reicht noch nicht für 60 Minuten. Es sind bei uns erst zwei Ausländerpositionen besetzt, wir werden uns aber noch verstärken. Dazu waren bereits zwei Spieler im Probetraining. Patrick Strauch ist nun doch nach Landsberg gewechselt.

Ron Chyzowski (SBR): Jeder Gegner kommt zu uns und arbeitet hart. Für uns war es gegen Oberhausen das erste Spiel mit den neuen Regeln. Die Spieler versuchten dies zu berücksichtigen, was gut gelang. Jeder muss sich erst an das neue Eishockey gewöhnen. Die Scheibe muss besser laufen, so wie es in der NHL schon üblich ist. Mir gefallen die neuen Regeln. Ein Lob geht an unseren Torhüter Danijel Kovacic, obwohl er beim dritten Gegentreffer schlecht aussah. Er ist selbst unglücklich darüber, aber das ist kein Problem.

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