Zwei unterschiedliche Wochenend-Aufgaben

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
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Zwei doch recht unterschiedliche Aufgaben warten am Wochenende auf den EHC Dortmund. Zuerst steht am Freitag der dritte Bayern-Trip der noch jungen Oberliga-Saison auf dem Programm, dieses Mal geht es ins westliche Oberbayern an den Lech zum EV Landsberg. Am Sonntag startet dann ab 19 Uhr im Eissportzentrum Westfalenhallen das Nachbarschaftsduell gegen den Herner EV, der sich mittlerweile mit dem Beinamen Ruhrpott Crusaders ziert und aktueller Tabellenführer ist.

„Herne hat den mit Abstand am besten besetzten Kader aller Oberligisten. Da ist reichlich DEL- und Zweitligaerfahrung versammelt. Alles andere als Platz eins wäre mit diesem Team eine Überraschung“, kennzeichnet Elche-Coach Frank Gentges den Heimspielgegner des EHC am Sonntag. Zwar gab es für den HEV zum Saisonauftakt eine 4:5-Niederlage in Rosenheim, danach kamen aber die Kreuzritter zu fünf Siegen in Folge. Damit steht das Team von Trainer Niklas Sundblad auch aktuell dort, wo alle Experten sie vor der Saison in den entsprechenden Prognosen gesehen haben. „Für uns wird es ein ganz schweres Wochenende. Zuerst am Freitag wieder 26 Stunden Busfahrt, dann am Sonntag zuhause gegen den Tabellenführer, der ausgeruht in das Spiel gehen kann, weil Herne am Freitag spielfrei ist“, so Frank Gentges, für den der Sieg der Elche gegen den HEV beim Vorbereitungsturnier in Eindhoven keine Bedeutung mehr hat. „Herne wird nun sicherlich mit einer anderen Motivation in den Kampf um die Punkte gehen.“ Hinzu kommt der Lokalderby-Charakter, der in den letzten Jahren ohnehin immer für reichlich Motivation (auf beiden Seiten) gesorgt hat. Da braucht man nur an die beiden Play-Off-Finals Ende März 2008 denken, als letztlich ein einziger Penalty über den Oberliga-Aufstieg entschied. Damals hatte der HEV das glücklichere Ende für sich und kann somit mittlerweile auf eine Saison Erfahrung in der dritten Spielklasse zurückblicken. Die endete mit dem fünften Platz in der Nordgruppe und dem Ausscheiden in den Play-Offs gegen den späteren Aufsteiger Hannover. Die Planungen für diese Saison wurden in Herne getrübt durch die Probleme mit der Eishalle am Gysenberg. Da die Isolierung des Kühlmittel-Rohrsystems deutlich die Mindest-Wandstärke unterschritten hatte, konnte der TÜV keine neue Betriebserlaubnis erteilen. Für diese Saison wurde in Gelsenkirchen ein Ausweichquartier gefunden, die Zukunft der Herner Traditionsstätte am Gysenberg steht momentan in den Sternen. Auch wie es sportlich weiter geht, hängt nicht unerheblich von den finanziellen Investitionen des Duisburgers Ralf Pape als einer der Gesellschafter beim HEV ab. Ohne sein Engagement wäre schon in der letzten Saison ein Aufstieg in die Oberliga nicht möglich gewesen und auch in dieser Spielzeit ist er maßgeblich verantwortlich für die Zusammenstellung dieser Top-Mannschaft. Das alles spielt aber am Sonntag ab 19 Uhr keine Rolle, wenn die Westfalen Elche mit großem kämpferischen Einsatz auf die Kreuzritter treffen. Dabei ist die Rollenverteilung klar: Der HEV ist Favorit, aber auch Außenseiter haben ihre Chancen. Darauf hofft der EHC und natürlich auf eine gute Kulisse mit der entsprechenden Unterstützung. Schließlich haben sich die Elche bisher in der neuen Umgebung Oberliga mit elf Punkten aus fünf Spielen bestens geschlagen.

Bei aller Begeisterung über das anstehende Lokalderby am Sonntag darf aber nicht das Auswärtsspiel zwei Tage zuvor vergessen werden. „Wir dürfen den EV Landsberg nicht unterschätzen“, warnt Frank Gentges. „Das Team ist sehr offensivstark und hat schon zwei Treffer mehr als wir erzielt.“ Allerdings belegt die Statistik auch einen vermeintlichen Schwachpunkt, denn die Oberbayern haben auch schon 12 Gegentreffer mehr als der EHC. Dabei hat man in der schönen Stadt am Lech mit dem Slowaken Boris Zahumensky und dem Finnen Veli-Antti Leinonen gleich zwei Abwehrspieler auf den Kontingentstellen verpflichtet. Dritter ‚Ausländer‘ ist der Tscheche Michal Kapicka im Angriff, der allerdings in der teaminternen Skorerliste erst auf Platz fünf liegt. Diese Wertung wird vom 39-jährigen Derek Switzer angeführt. Der gebürtige Kanadier spielt schon seit 1996 in Deutschland und verfügt über reichlich Zweit- und Oberligaerfahrung. Momentan ebenfalls gut in Schuss sind Alexander Thiel (in der letzten Saison noch bei den DEG Youngstern), Markus Vaitl (aus Füssen an den Lech gewechselt) und der 37-jährige Routinier Thorsten Rau, der bereits seit 1989 in der zweiten und dritten Liga aktiv ist. Landsberg startete mit einem Sieg nach Penaltyschießen in Bad Tölz, dann gab es eine Heimniederlage gegen Herne. In Bad Nauheim verlor man erst in der Overtime, es folgte am letzten Wochenende ein 6:5 gegen Klostersee und dann eine enttäuschende Niederlage in Deggendorf. Damit ist das Team vom Hungerbachdome nicht leicht einzuschätzen, so dass für die Westfalen Elche höchste Konzentration gefragt sein wird.

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