Zwei Spiele gegen Teams der unteren Hälfte

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Am kommenden Wochenende geht es für die Roten Teufel Bad Nauheim in der Oberliga gegen zwei Teams der unteren Tabellenhälfte, wenn am Freitag zunächst der TEV Miesbach im Colonel-Knight-Stadion gastiert (Spielbeginn 19:30 Uhr), und es dann am Sonntag zur langen Auswärtsfahrt nach Berlin zu den Eisbären Juniors geht (Beginn 18 Uhr).

Mit dem TEV Miesbach verbinden die Roten Teufel seit jeher positive Erinnerungen. Zum einen war da der erste Sonderzug Mitte der 90er Jahre, bei dem man sogar vom Bürgermeister und einer Blaskapelle empfangen wurde, zum anderen gab es aber auch z.B. den 4:3-Sieg n.P. im Hinspiel in dieser Saison. Oliver Hackert war damals der Schütze des entscheidenden Penaltys. Vor dem Rückspiel plagten RT-Coach Bill Lochead in dieser Woche allerdings einige Verletzungssorgen. Petja Pietiläinen (bester Torschütze der Hessen mit zehn Treffern) wird gegen den TEV auf keinen Fall spielen können, aufgrund seiner Schulterprellung muss er im günstigsten Fall noch ca. zwei bis drei Wochen pausieren. Zumindest ist keine Operation nötig, was schon mal positiv ist. Die zuletzt angeschlagenen Spieler (Hackert, Mader, Eckmair und Michel) werden es zumindest probieren, hinzu kommen die Einsätze vom oberligaerfahrenen Förderlizenzspieler der Frankfurt Lions, Jan Barta (85 Oberliga-Partien, 18 Tore, 18 Assists), sowie die beiden Junioren Pascal Jessberger und Christoffer Hurtik (Sohn des früheren EC-Coaches Marian). Somit stehen trotz der Ausfälle von Pietiläinen und Prada elf Stürmer und sechs Verteidiger zur Verfügung, was im Grunde eine optimale Anzahl an Spielern ist.

Auch die bayrischen Gäste können diese Summe an Spielern aufbieten, und dies trotz ähnlicher Verletzungssorgen. Die am schwersten wiegenden Ausfälle sind dabei sicherlich die der Stürmer Jeff Lucky (Innen- und Kreuzbandabriss) und Florian Mayer (Meniskusoperation, zweitbester Scorer der Bayern). Beide werden in diesem Jahr definitiv nicht mehr für den TEV zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund wurde vor zwei Wochen Jim Nagle unter Vertrag genommen, sein drei Jahre jüngerer Bruder Bob spielt bereits seit Beginn der Saison in Miesbach. In nur vier Spielen hat der US-amerikanische Neuzugang zuletzt zehn Scorerpunkte erzielt (vier Tore, sechs Assists), so dass er Ori in dieser Hinsicht ein wenig entlasten kann. Bislang war es fast ausschließlich der Kanadier, der für das Punkten verantwortlich war, so dass man auch in der Breite qualitativ stärker geworden ist. In der Tabelle haben die Oberländer bereits doppelt so viel Punkte (22) wie die Roten Teufel eingefahren, so dass rechnerisch sogar noch Potenzial nach oben vorhanden ist, immerhin belegt Rivale Peiting mit nur zehn Zählern mehr den begehrten 10.Platz. Mit einem Erfolg in der Kurstadt würde man zumindest nicht an Boden verlieren, so dass also eine engagierte und motivierte Gäste-Truppe zu erwarten ist.

Am Sonntag ist die Lochead-Truppe dann bei den Eisbären Juniors zu Gast, die derzeit sieben Punkte Rückstand auf den begehrten 10.Platz haben. Nach einem Zwischenhoch sind die Schützlinge von Jeff Tomlinson allerdings wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt, jedoch haben die Hauptstädter das spielerische und finanzielle Potenzial, um im Bedarfsfall einen Endspurt einlegen zu können im Kampf um die Meisterrundenplätze. Da sind drei Punkte gegen den Drittletzten natürlich einkalkuliert, zeitgleich spielt aber das DEL-Team in Duisburg, so dass zumindest die Erstligaspieler nicht mit von der Partie sein werden. Dennoch dürften die Trauben in Berlin-Hohenschönhausen hoch hängen, so dass man erneut als Außenseiter in dieses Match gehen wird.

Für die Roten Teufel kann es in den nächsten Spielen ohnehin eigentlich nur darum gehen, die richtige Mischung für die ab Februar beginnende Abstiegsrunde (beginnt für alle Teilnehmer mit null Punkten) zu finden. Besonders gegen die potenziellen Play-down-Gegner will man dabei gute Resultate erzielen und Duftmarken setzen, um diesen Teams zu zeigen, dass mit ihnen zu rechnen sein wird. Bereits dieses Wochenende ist also zwei Mal Gelegenheit dazu.

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