Zwei Punkte nach 1:3-Rückstand

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim gewannen am Freitagabend beim TEV Miesbach mit 4:3 nach Verlängerung.

Zwei Drittel funktionierte bei den Starbulls so gut wie gar nichts – das Überzahlspiel war alles andere als gut, selbst über sechs Minuten Powerplay am Stück in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts brachte keinen Torerfolg. Daher lagen sie nach 40 Minuten auch verdient mit 1:3 zurück. Doch in der Kabine stellte SBR-Trainer Markus Berwanger seine vier Reihen komplett um, beorderte die etatmäßigen Stürmer Andi Schneider und Patrick Senger in die Verteidigung und agierte nur mehr mit drei Blöcken. Daniel Bucheli und die DNL-Verteidiger Sinan Akdag und Nikolaus Senger erhielten in diesem Schlussdrittel eine Verschnaufpause, wobei Akdag und Senger am Samstag für das DNL-Team im Einsatz sind. „Unsere 17-Jährigen spielen voll auf Anschlag, da geht nicht mehr. Außerdem ist die Belastung in der Oberliga höher als in der DNL. Da treffen sie eben nicht auf Gleichaltrige, sondern auf gestandene Männer und Spieler aus dem Ausland“, so Berwanger, der für die jungen Akteure wieder nur Lob zu verteilen hatte.

Das Match begann mit einer kleinen Verzögerung, nachdem das Schiedsrichtergespann erst einlief, als die beiden Mannschaften bereits minutenlang auf dem Eis standen. Und auch im Verlauf der Partie trugen sie – so die beiden Trainer auf der Pressekonferenz – zu einem zerfahrenen Spiel bei. Nach nur 50 Sekunden hatten die Miesbacher durch Sebastian Deml eine großartige Konterchance, doch Danjiel Kovacic zwischen den Rosenheimer Holmen entschärfte diese Möglichkeit glänzend. Die Grün-Weißen fanden überhaupt nicht ins Spiel und mussten in der zehnten Minute bei eigener numerischer Überlegenheit das 0:1 hinnehmen. Hier ließ McCarthy die fünf Starbulls-Cracks nur wie Statisten aussehen. Die erste gute Chance für die Gäste hatte in der 16. Minute Schneider, der allerdings den Puck über das Tor schoss, in Minute 17 vergab Stephan Stiebinger in Überzahl, wenige Sekunden später gelang Ronny Martin mit einem Schlagschuss von der blauen Linie der Ausgleich.

In der Drittelpause meinten einige Rosenheimer Anhänger, dass es wohl nur noch aufwärts gehen kann. Aber weit gefehlt: Die Starbulls waren völlig von der Rolle, kassierten nach nur 59 Sekunden durch Waldschütz das 1:2 und in der 27. Minute das 1:3 durch Nagle. Ab der 33. Minute folgte eine Strafzeitenflut gegen den TEV, die Berwanger-Truppe konnte jedoch mit 6:21 Minuten, davon 69 Sekunden 5 gegen 3 nichts anfangen.

Die Hausherren ließen allerdings in dieser Phase sehr viel Kraft, was sich mit zunehmender Spieldauer negativ für sie auswirkte. In der 49. Minute verkürzten die Starbulls nämlich auf 2:3: Paul Weismann schnappte sich die Scheibe, steuerte allein auf Miesbachs Keeper Haider zu, der konnte zwar den ersten Schuss noch parieren, im Nachschuss war Weismann aber erfolgreich. Und Weismann war auch in der 56. Minute am Ausgleich beteiligt, als er zusammen mit Patrick Hager ein Break fuhr und dem Torschützen Hager auflegte. Zehn Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit kassierte der TEV eine Strafzeit wegen Spielverzögerung und in der 62. Minute (genau eine Sekunde vor Ablauf der Strafe) erzielte Markus Kempf den Siegtreffer für Grün-Weiß.

Trainerstimmen:

Heinz Zerres (TEV Miesbach): Man kann wahrscheinlich nicht unglücklicher verlieren. Von den Torchancen her waren wir in meinen Augen besser. Rosenheim hatte aber das Glück, das Spiel mit einem Sonntagsschuss zu beenden.

Markus Berwanger (SBR): Es war ein hart umkämpftes Spiel, für uns sah es nach zwei Drittel nicht gut aus. Aber meine Mannschaft hört nie auf zu kämpfen und konnte das Spiel umbiegen. Aufgrund der Torchancen geht der Sieg für uns in Ordnung.

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