Zwei Punkte gegen Peiting

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit 5:4 nach Penaltyschießen gewannen die Starbulls Rosenheim am Sonntagabend vor 1705 Zuschauern gegen den EC Peiting.

Für die einen war es ein Spiel wie jedes andere, für andere das Match der Starbulls gegen Ex-Trainer Ron Chyzowski. Und für die Rosenheimer begann die Begegnung äußerst vielversprechend, denn in der siebten Minute markierte Thomas Weiszdorn mit einem Super-Tor die 1:0-Führung. Er überlupfte ECP-Keeper Varian Kirst und der Puck senkte sich hinter dem Torhüter genau unter die Latte. Kurz darauf hatte Patrick Hager die nächste Chance für die Hausherren, die er jedoch nicht nutzen konnte, stattdessen gelang Werner Kößl nach einem Abwehrfehler der Grün-Weißen in der elften Minute das 1:1. Danach verflachte die Partie immer mehr, zwingende Torchancen waren kaum mehr zu verzeichnen.

In der 18. Minute - Peitings Ryan Huddy hatte gerade auf der Strafbank Platz genommen – fuhren seine Teamkollegen einen Konter, den Anton Saal nach herrlichem Zuspiel von Simon Maier abschloss. So gingen die Starbulls mit einem 1:2-Rückstand in die Kabine. In einem für die 1705 Zuschauer eher langweiligen zweiten Drittel hatte lediglich das Duo mit dem 17-jährigen DNL-Cracks Anton Bernard und dem Finnen Janne Kujala zwei gute Ausgleichsmöglichkeiten. Doch sowohl in der 27. als auch in der 32. Minute hatten die beiden Pech. Eine gute Chance hatte allerdings auch der ECP durch Kößl, er scheiterte jedoch an Olli Häusler im SBR-Gehäuse.

Nach Wiederbeginn wurden die Fans mit Toren und auch mit Spannung verwöhnt. Nach zwei Strafzeiten gegen die Chyzowski-Schützlinge (Huddy und Jason Lundmark mussten innerhalb von 28 Sekunden raus) zogen die Gastgeber ein 5:3-Powerplay auf, das Andi Schneider auf Zuspiel von Mondi Hilger und Kujala in der 45. Minute zum 2:2 vollendete. Und 51 Sekunden später kam es noch besser (Rosenheim hatte noch einen Mann mehr auf dem Eis), als ein Schuss von der blauen Linie von Ronny Martin hinter Kirst zum 3:2 einschlug.

In der Folge kassierte Niko Senger eine Strafe, doch zunächst schlugen die Starbulls in Unterzahl zu. Nach Vorarbeit von Christian Gegenfurtner und Bernard erzielte Kujala nach einem Solo das 4:2 und brachte das Kathrein-Stadion zum Kochen. Der Zwei-Tore-Vorsprung hielt aber nur 39 Sekunden, da verkürzte Klaus Müller in Überzahl auf 4:3. Nach einer verpassten Chance durch Patrick Senger wurde Martin in die „Kühlbox“ geschickt und Ty Morris glich – obwohl die Rosenheimer Foulspiel reklamierten – in Minute 54 zum 4:4 aus. In der 55. Minute ergab sich für die Grün-Weißen ein 84-sekündiges 5:3-Powerplay, der Torerfolg blieb allerdings aus. In der Schlussminute war es Dominic Krabbat, der dieses Derby beinahe noch für die Gäste entschieden hätte.

In der Verlängerung blieb es beim Unentschieden, so dass das Penaltyschießen die Entscheidung bringen musste. Hier vergaben zunächst Patrick Neundorfer und Kujala für Rosenheim, sowie Krabbat und Huddy für Peiting. Anschließend trafen Gegenfurtner und Hain, danach scheiterten Hilger und Heilman. Die fünfte Runde wurde dank des Treffers von Schneider und der nicht genutzten Chance von Morris zur letzten Runde und die Starbulls holten den Zusatzpunkt.

Trainerstimmen:

Ron Chyzowski (EC Peiting): Für mich war es ein besonderes Spiel in Rosenheim. Wir wollten unbedingt versuchen Punkte zu sammeln. Es war ein komisches Spiel, wir lagen mit 2:4 zurück, sind zurückgekommen, Rosenheim hatte ein 5:3-Überzahlspiel und ich dachte, dass sie das entscheidende Tor schießen. Am Ende war das Penaltyschießen eine Glückssache. Es war ein verdienter Sieg für Rosenheim und für uns ein wichtiger Auswärtspunkt.

Markus Berwanger (SBR): Ich bin zufrieden, obwohl wir im ersten Drittel schwer in die Gänge gekommen sind. Es war nicht leicht gegen defensive Peitinger. Im zweiten Drittel wurden wir dann besser und durch nimmermüden Einsatz haben wir im letzten Drittel das Spiel gedreht. Bei einer 4:2-Führung müssen wir noch cleverer werden, da mache ich aber den jungen Spielern keinen Vorwurf. Ein großes Lob möchte ich dem jungen Anton Bernard aussprechen, der für mich der beste Spieler auf dem Eis war. Wenn er sich so weiterentwickelt, werden wir an ihm noch sehr viel Freude haben.