Zu viel Pech im Abschluss

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim unterlagen am Freitagabend vor 1341 Zuschauern dem EHC Freiburg mit 1:2.

Angesichts der nächsten Aufgaben (Bad Tölz, Hannover, Riessersee, Weiden) sind diese drei verlorenen Punkte gegen Freiburg als besonders schmerzhaft anzusehen. Dabei waren die Starbulls über das gesamte Spiel gesehen keinesfalls die schlechtere Mannschaft. Lediglich im ersten Drittel agierten die Gäste sehr druckvoll und hatten gleich in den ersten Minuten zwei gute Chancen durch den Tschechen Martin Kotasek, der die Rosenheimer Hintermannschaft immer wieder beschäftigte. Erst Mitte des ersten Abschnitts kamen die Hauherren besser ins Spiel und Ronny Martin und Patrick Hager hatten zwei Möglichkeiten in Überzahl. Nachdem die Breisgauer eine weitere Unterzahlsituation überstanden hatten, gelang ihnen in der 15. Minute der Führungstreffer. Matthias Vater und Kotasek fuhren ein Break, Ronny Martin und Dory Tisdale griffen nicht energisch genug ein und Kotasek konnte mühelos zum 0:1 einschießen. Die beste Ausgleichschance vor der Pause hatte Andi Schneider, der allerdings bei einem Konter am lettischen Goalie Edgars Masalskis scheiterte. Im Gegenzug rettete die Sirene die Starbulls vor einem höheren Rückstand, als die Wölfe das Tor von Olli Häusler kräftig belagerten.

Nach Wiederbeginn machten sich die Gastgeber das Leben selbst schwer. Eine wahre Strafzeitenflut Mitte des Drittels (innerhalb von dreieinhalb Minuten schickte Schiedsrichter Vogl drei Freiburger und zwei Rosenheimer auf die Strafbank) brachte viel Unruhe in die Partie, wobei sich die Schützlinge von Markus Berwanger insgesamt dreimal eine numerische Überlegenheit durch eine eigene Strafzeit selbst zerstörten. Waren die Starbulls dann aber doch in Überzahl, zogen sie zwar ein gutes Powerplay auf, ein Treffer wollte jedoch nicht gelingen und so wiederholte sich die Geschichte aus dem ersten Drittel. Der EHC war gerade wieder komplett, „Oldie“ Ravil Khaidarov und Michal Bartosch fuhren ein Break, das Bartosch mit einem trockenen Schuss abschloss.

Zum Schlussdrittel stellte Berwanger seine vier Reihen ein wenig um, was sich in der 53. Minute bezahlt machte. Der in den Sturm zu Patrick Senger und Markus Kempf aufgerückte Stephan Stiebinger netzte zum 1:2-Anschlusstreffer ein, nachdem der Puck über Umwege zu ihm kam und Kempf zuvor nur den Pfosten traf. Pech hatten die Starbulls in der 55. Minute bei einem Lattenknaller. Die letzten fünf Minuten liefen ohne Unterbrechung durch, Markus Berwanger konnte keine Auszeit mehr nehmen und seinen Torhüter erst 25 Sekunden vor dem Ende gegen einen sechsten Feldspieler ersetzen. Die Freiburger standen allerdings sehr gut, so dass den Starbulls der Ausgleich versagt blieb.

Trainerstimmen:

Sergej Svetlov (EHC Freiburg): Ich bin sehr zufrieden. Ich habe schon vorher gewusst, dass Rosenheim eine ganz andere Mannschaft ist als der Tabellenplatz aussagt. Wir haben gut angefangen, die Strafzeiten haben uns im zweiten Drittel etwas aus dem Konzept gebracht. Im letzten Drittel sind wir gut gestanden und haben zum Glück die drei Punkte gesichert.

Markus Berwanger (SBR): Meine Mannschaft war im ersten Drittel nicht bereit für die Zweikämpfe im eigenen Drittel. In den 40 Minuten danach kann ich wieder keinem meiner Spieler böse sein. Im letzten Drittel waren wir fast ausschließlich im Drittel der Freiburger, das hat zu meiner Zeit als Spieler normalerweise zum Sieg gereicht. Wie ich vor knapp zwei Wochen nach dem Spiel gegen Füssen gesagt habe, wird es noch ein langer Weg. Das hat sich nun bestätigt und die Mannschaft muss lernen, hinten dichter zu stehen. Wir müssen schauen, dass der Abstand bis zur Deutschlandcup-Pause nicht zu groß wird, da werden wir dann hart trainieren. Meine Mannschaften stehen nämlich für Kampf und körperliche Fitness, die auch noch kommen wird.