Wölfe vor keinen leichten Aufgaben

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Der Ligaalltag setzt sich aber unvermindert fort. Schon die beiden nächsten anstehenden Spiele werden wieder harte Brocken. Am Freitag (19:30 Uhr) gastiert der VER beim Altmeister EV Füssen. Am Sonntag (18 Uhr) gibt mit dem EC Peiting einer der Ligafavoriten seine Visitenkarte in der Autowelt König Arena ab.

Beim EV Regensburg mit 5:1 gewonnen und schließlich lange Zeit mit dem Spitzenteam SC Riessersee mitgehalten, lautet die Bilanz nach dem ersten Oberligawochenende beim EV Füssen. Vor allem die Leistung gegen die Werdenfelser macht der Mannschaft von Trainer Georg Holzmann Mut. Bis ins letzte Drittel konnte die Mannschaft ein 1:1 halten, ehe der souverän aufspielende Gegner dann doch noch (etwas zu hoch) mit 6:1 gewinnen konnte. Der Coach hofft im Hinblick auf das Spiel gegen die Wölfe natürlich darauf, mit einem nahezu kompletten Kader antreten zu können. Umstellungen in seinen Formationen wird es auf jeden Fall geben. Erstmals gegen Selb auflaufen wird da der erst vor wenigen Tagen verpflichtete kanadische Stürmer Jeric Agosta. Vom 25-Jähirgen verspricht man sich noch mehr Torgefahr als ohnehin schon vom mit einigen jungen Talenten gespickten Angriff, angeführt von Routinier Alexander Golts, ausgehen soll. In die Abwehr indes wird dafür Andrej Naumann rücken und aus der Defensive heraus neben dem Amerikaner Mark Bernier für Offensivimpulse sorgen.

Im Heimspiel am Sonntag haben es die VER-Cracks mit dem EC Peiting zugleich mit einem der Top-Favoriten der Liga zu tun. Während das Team von Trainer Alexej Sulak beim 5:1 gegen Regensburg nur wenig Mühe hatte, so wurmt aber vielmehr noch die knappe 3:5-Auftaktniederlage beim SC Riessersee. In einer kampfbetonten und flotten Partie dominierten die Peitinger lange Zeit. Zu viele eingehandelte Strafen kosteten schließlich aber nach eigenem Ermessen die Punkte. Erfolgshungrig ist die im Vergleich zum Vorjahr kaum veränderte Mannschaft allemal. Zweimal in Folge stand der Verein in den beiden letzten Spielzeiten im Oberliga-Finale. Beide Male wurde man am Ende „nur“ Vizemeister. Garant für den Erfolg sollen auch diesmal die beiden Tschechen Milos Vavrusa in der Abwehr (51 Scorerpunkte) und insbesondere im Sturm Lubor Dibelka (99 Pkt.) sein. Unterstützung im Angriff gibt es zudem durch Rückkehrer Michael Kreitl. War er zuletzt noch in der DEL bei den Augsburg Panther aktiv, so kletterte er schon jetzt mit 3 Toren und 3 Assists an die Spitze der Top-Scorer-Liste der Oberliga Süd.

Wahrlich keine leichten Aufgaben stehen den Wölfen bevor. „Wir sind da klar die Underdogs“, schiebt Coach Holden die Favoritenrollen den Gegnern zu. Aber: „Wir müssen von Anfang an zu 100 Prozent bereits sein und alles geben“, gibt er als Marschroute vor. Wohlwissend, dass man gerade In Bad Tölz sich hat schnell aus dem Konzept bringen lassen und auch, da man gegen Deggendorf nach nur 29 gespielten Sekunden bereits im Rückstand lag. Bis auf Dennis Schiener, der wegen einer Schulterverletzung noch gut eine Woche ausfallen wird, sind alle Mann an Bord. Dabei auch Sergej Waßmiller, der am Freitag seinen 40. Geburtstag hat. Natürlich will der „Oldie“, der mit seiner Reihe mit Simon Schwarzmeier und Hannes Siegeris zuletzt nicht nur Lob kassierte, sondern auch mit den nötigen Toren für den Erfolg sorgte, auch diesmal feiern – und das nicht nur aufgrund seines Ehrentages.

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