Wölfe feiern erstes Erfolgserlebnis

VER SelbVER Selb
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die ersten Minuten des Derby gehörten den Wölfen, die gleich Druck nach vorne machten und mit einem Gewaltschuss durch Siegeris ihre erste Möglichkeit hatten. Der Gegner, der in der Vorbereitung bereits gegen die Oberligisten Regensburg und Deggendorf gute Spiele abgeliefert hat, zeigte auch gegen Selb keinen großen Respekt und zeigte ebenso Offensivdrang. Selbst bei einem Überzahlspiel ließ Weiden die Gastgeber kaum durchkommen. Lamich konnte zwar die Scheibe noch hauchdünn am Kasten vorbei donnern, doch umso länger die Partie dauerte, umso nervöser wirkte wiederum Selb, die so den Bayernligisten zu seinen Chancen kommen ließ. Waldowsky und Schönberger präsentierten sich hier in bester Schusslaune, doch Keeper Dirksen war stets auf dem Posten. Beim VER wirkten die Angriffsversuche insgesamt noch zu schwerfällig, so dass die Fans oftmals stöhnten, aber der Zweifel in den Gesichtern der Spieler an sich selbst ebenso anzumerken war. Die Erlösung in Form eines Treffers wollte nicht gelingen. Positiv dagegen, als man Weiden in zwei aufeinanderfolgenden Unterzahlspielen nur einen gefährlichen Schuss von Musial zuließ.

Mit einem Powerplay starteten die Wölfe in den zweiten Abschnitt und nutzten das prompt aus. Waßmiller traf hier nach einem schnellem Vormarsch und gutem Zuspiel von Schadewaldt von der rechten Seite aus zur erstmaligen Führung. Weiden steckte aber keineswegs auf, kam immer wieder gefährlich in die Selber Verteidigungszone, hatte aber auch das Pech, als Schönberger Köbeles Zuspiel aus aussichtsreicher Position nicht ausnutzen konnte. Selb dann erneut in Überzahl, doch ausgerechnet hier passierte Verteidiger Holden ein folgenschwerer Abspielfehler. Schönberger kam an die Scheibe, scheiterte noch an Dirksen, der Puck jedoch ging zu Waldowksy, der perfekt für Schönbergers Ausgleichstreffer auflegte. Der Jubel beim Gästeanhang war nur von kurzer Dauer. Wiederum in Überzahl brachte diesmal Sekera seine Farben in Front. Fortan machten die Wölfe ein deutlich besseres Spiel und erarbeiteten sich reihum gute Einschussmöglichkeiten, wenngleich man es dann oftmals wieder zu schön machen wollte und zu eigensinnig agierte. Weiden dagegen handelte sich einige Strafen ein und kamen so kaum noch nach vorne.

Im Schlussabschnitt drang der VER darauf, den Vorsprung auszubauen. Jeschke knallte den Puck an den linken Pfosten. Lamich setzte über das Gehäuse, ehe dann Jaworin von Heilman bedient wurde und zum 3.1 in die Maschen traf. Göldner auf Weidener Seite gefiel das gar nicht und fiel durch unsportliches Verhalten auf. Dem Referee blieb keine andere Wahl, als den Spieler mit einer Spieldauer zu bestrafen. Erst in den letzten Minuten wurde wieder mehr Eishockey gespielt und die Oberpfälzer erwiesen sich weiter als hartnäckig. Urplötzlich wurde es wieder spannend als Waldowsky zunächst verkürzen konnte, ihm aber kurz darauf alleine vor dem Tor die Nerven versagten. 33 Sekunden vor dem Ende machte Lamich mit einem Empty-Net-Treffer zum 4:2 alles klar.

Zwar nicht immer bei der Sache und auch noch so mancher Leistungsträger hinkt den Erwartungen hinter her, dennoch konnte bei den Wölfen eine kleine Steigerung ausgemacht werden. Weiden braucht sich indes ebenso nicht verstecken und könnte so, bei wesentlich mehr Disziplin, in der Bayernliga eine gute Rolle spielen.

Tore: 1:0 (21:11) Waßmiller (Schadewaldt, Heilman; 5-4), 1:1 (26:11) Schönberger (Waldowsky; 4-5), 2:1 (28:31) Sekera (Lamich; 5-4), 3:1 (48:55) Jaworin (Heilman, Sekera), 3:2 (56:09) Waldowsky (Jäske, Kritzenberger), 4:2 (59:27) Lamich (Heilman; 5-4; ENG). Strafen: Selb 18 + 10 (Sekera), Weiden 26 + 10 (Schalamon) + 10 (Schadt) + 10 + Spieldauer (Göldner). Zuschauer: 1056.

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