Wölfe-Fans fiebern Oberliga-Start entgegen

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Einige hundert Schlachtenbummler werden die Wölfe zum Auswärtsspiel nach Bad Tölz am Freitag (19:30 Uhr) begleiten. Am Sonntag (18 Uhr) steht das erste Heimspiel an. Zu Gast in der Autowelt König Arena ist der Deggendorfer SC.

Bestens eingespielt müssten eigentlich die Tölzer Buam sein. Mit 13 Spielen ein wahres Mammutprogramm hat die Mannschaft in der Vorbereitung seit Ende Juli bereits absolviert. Gegen höherklassige Teams konnte die junge Truppe meist einen guten Eindruck hinterlassen, sogar ein Sieg nach Penaltyschießen gegen den Zweitligisten Landshut sprang dabei heraus. Zuletzt konnte allerdings in Duellen gegen den Bayernliga-Meister TEV Miesbach das Eis nicht als Sieger verlassen werden. Doch jetzt gibt es rechtzeitig noch einmal Verstärkung, ein wahrer Hoffnungsträger. Der 36-jährige Kanadier Yannick Dubé sorgte bereits vor einigen Jahren mit gesamt 177 Toren bzw. 449 Scorerpunkten für eine erfolgreiche Zeit des Bad Tölzer Eissports. Ansonsten setzt man vielmehr auf Eigengewächse. Klar hofft man im Umfeld, dass das Team von Trainer Florian Funk eine gute Rolle in der Liga einnehmen wird. Dafür sorgen soll natürlich auch der Vorjahres-Top-Scorer Johannes Sedlmayr. Überhaupt rechnet Selbs Coach Holden mit einem sehr „ehrgeizigen, erfolgshungrigen Gegner, der uns von der ersten Minute an unter Druck setzen wird.“

Auch der Deggendorfer SC wird alles andere als ein leichter Gegner. „Die gibt es für uns als Aufsteiger ohnehin nicht“, meint Holden, der beide Gegner in der Favoritenrolle sieht. In der Vorbereitung gelangen Deggendorf bereits gute Vorstellungen mit Siegen über Passau und Regensburg. Das Saisonziel ist offiziell der Klassenerhalt. Das kommt nicht von ungefähr, landete man im Vorjahr nach der Hauptrunde in der Tabelle ganz am Ende. Das Gerüst der Mannschaft blieb beisammen. Die Hoffnungen für eine bessere Offensive selbst ruhen derweil auf den kanadischen Neuzugang Mike Sullivan. Auch eine Führungsrolle einnehmen soll Joe Rand.

Harte Aufgaben stehen den VER-Cracks bevor, aber auch keine unlösbaren. Allerdings muss sich Holdens Team auch noch um einiges steigern. „Vor allem das Defensivverhalten war in der Vorbereitung unsere Schwachstelle“, zieht der Trainer als Fazit. Gemeint sind dabei sowohl der Angriff, als auch die Abwehr bis hin zum Torwart. „Wir müssen uns da verbessern und dürfen nicht weiter Tore so einfach her schenken. Und auch in Sachen Strafzeiten muss sich einiges ändern. „Wir handeln uns zu viele unnötige Strafen ein. Das ständige Unterzahlspiel kostet ungemein Kraft.“ Worte sind bereits in der zweiten Pause beim Spiel in Weiden gefallen. „Dann wurde unser Spiel im letzten Abschnitt deutlich besser und konzentrierter“, meint Holden, der zugleich aber auch Lob parat hat. „Besonders gut hat mir da unser dritter Block gefallen.“ Und so wird Waßmiller auch diesmal da seinen Part neben Schiener und Siegeris einnehmen. Fehlen wird voraussichtlich nur Setzer, der aus dem Heimspiel gegen Bayreuth einen schmerzenden Bluterguss am Bein davongetragen hat. Jetzt aber endlich gilt es für die Mannschaft und Holden fordert: „Jetzt können wir uns beweisen.“