"Wölfe" bieten Tabellenführer Bremerhaven einen tollen Kampf

Erster Heimerfolg: "Wölfe" gewinnen 3:0 gegen Berlin CapitalsErster Heimerfolg: "Wölfe" gewinnen 3:0 gegen Berlin Capitals
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Beachtlich zog sich der ERC Selb am gestrigen Freitagabend gegen den Tabellenführer REV Bremerhaven aus der Partie: in einem auf hohem Tempo stehenden, abwechslungsreichen Match mussten sich die Schützlinge von Doug Kacharvich am Ende knapp mit 2:4 (1:3; 1:1; 0:0) geschlagen geben.

Ohne fünf Stammspieler - Schönfeld, Streu, Del Monte, Meyer, Pysz - mußte der Spitzenreiter der Oberliga Süd in der Hutschenreuther Eissporthalle antreten. Wer an eine enorme Schwächung dabei dachte, sah sich getäuscht, denn die Mannen von Peter Draisaitl legten einen furiosen Start aufs Parkett und ließen stellenweise aufblitzen, warum sie aktuell das Oberligafeld anführen, schnelles Kombinieren, die Scheibe lief wie am Schnürchen in Reihen der "Pinguins". Kai Fischer mußte somit bereits in der Anfangsphase sein ganzes Können aufbieten, parierte gegen die durchgebrochenen Caudron und Varvio. Die "Wölfe", in ihrer Rolle des krassen Außenseiters, versteckten sich aber keineswegs und setzen durch Spring und Eden von der blauen Linie, sowie wenig später Garthe, der von König sehr gut in Szene gesetzt wurde, ihrerseits die ersten Duftmarken. Apropos Duftmarke. Diese setze in der 9. Minute der immer besser in Gang kommende Corey Spring. REV-Crack Kraft wegen Halten auf der Strafbank, als Spring in Überzahl nach nur 15 Sekunden Maß nahm und REV-Goalie Hätinen keine Chance ließ. Die Gäste von der Nordsee antworteten mit wütenden Angriffen, Goalie Fischer konnte jedoch die Führung noch verteidigen, im Liegen parierte der "Wölfe-Torsteher gegen den ECHL-Mann Caudron. Gegen Stasiuk´s Nachschuss in Überzahl - Drobny sass auf der Strafbank - hatte aber auch Fischer keine Abwehrmöglichkeit. Die "Pinguine" kamen allmählich auf Betriebstemperatur und ließen 48 Sekunden nach dem Ausgleich das 1:2 folgen - vom Bully weg an Freund und Feind vorbei - Schwab der Torschütze. Als sich abermals Drobny eine Strafzeit wegen unkorrekten Körperangriffs einhandelte, schlug der Spitzenreiter zum drittenmale zu. Drobny saß gerade einmal 7 Sekunden, als Janzen das 1:3 nachlegte.

Der Mittelabschnitt begann keineswegs vielversprechend aus Selber Sicht. Ganze 36 Sekunden waren gespielt, als der Gast nach einer Bilderbuchkombination durch Reader die Führung auf 4:1 ausbaute. Der Spitzenreiter obenauf, viele dachten schon auf "Wölfe-Seite" an den 26. September, als einst bei der 0:11 Niederlage alle Dämme brachen und die "Pinguine" mit den "Wölfen" Katz und Maus spielten. Dieses Szenario blieb aber zum Glück aus, die "Wölfe" fingen sich wieder, nach 60 sekündigen 3/5 Unterzahlspiel fand man zurück ins Spiel und abermals war Corey Spring zur Stelle und überwand aus kurzer Distanz Hätinen zum wichtigen 2:4. Ein Treffer, der nochmals Kräfte frei machte, Dale Crombeen aussichtsreich, Stephan Trolda im Nachschuss sowie Belagerungszustand bei drei folgenden Überzahlspielen des ERC Selb blieben ohne Erfolg. Letzterer sollte sich auch im letzten Drittel nicht mehr einstellen. Die "Wölfe" warfen nochmals alle Tugenden Kampf, Einsatz und Leidenschaft in die Waagschale, der dritte Treffer lag desöfteren förmlich in der Luft, aber er wollte nicht mehr fallen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, die "Wölfe" hielten sich wahrlich tapfer gegen die Gäste, beide Torsteher standen im Brennpunkt und sorgten mit sehenswerten Paraden, dass am Ende der Favorit aus Bremerhaven knapp mit 4:2 die Oberhand behielt. Der Favorit hatte sich durchgesetzt, aber die "Wölfe" verlangten den Gästen einiges ab und wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätten die Hausherren in Ihrer Sturm und Drangphase im zweiten Abschnitt das durchaus mögliche 3:4 erzielt. Die "Wölfe" lieferten eine geschlossene Mannschaftsleistung ab, verdienten sich Bestnoten in Sachen Einsatz und Kampf. Die Bremerhavener Mannschaft hatte in Hätinen, Caudron und Varvio ihre besten Akteure.

Am morgigen Sonntag geben die "Selber Wölfe" beim ESC Dresden Ihre Visitenkarte ab. Beginn dieser Partie ist um 18.00 Uhr.

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