Wizards zittern sich gegen Miesbach zum Sieg

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Drei wichtige Punkte haben die Stuttgart Wizards am Sonntagabend gegen den TEV Miesbach eingefahren. Beim knappen 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) musste der Oberligist jedoch lange zittern. "Das Ergebnis stimmt zwar, aber gegen Füssen müssen wir 100 Prozent drauflegen, um eine Chance zu haben", sagt Stuttgarts Trainer Wilbert Duszenko vor dem schweren Heimspiel gegen den Altmeister (Freitag, 5. Dezember, 20 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) und dem Derby beim EV Ravensburg am kommenden Sonntag (7. Dezember, 18 Uhr). Vor 551 Zuschauern auf der Waldau taten sich die Wizards gegen Miesbach lange Zeit sehr schwer. Die Gäste störten früh und ließen so keinen vernünftigen Spielaufbau zu. Die wenigen Chancen der Wizards resultierten aus Einzelaktionen, bei denen allerdings immer Miesbachs starker Keeper Ivo Capek im Weg stand.

In der 18. Minute war jedoch auch er machtlos, als Wizard Corey-Joe Ficek mit einem sehenswerten Heber aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für die Hausherren traf. Im zweiten Spielabschnitt kamen die Stuttgarter dann etwas besser ins Spiel und zu mehr Chancen. Eine davon nutzte Andrej Jaufmann nach 24 Minuten zum 2:0. Der Routinier verwertete die Vorlage von Vitalij Karpenko und Erich Singaitis mit einem trockenen Schuss unter die Latte.

In der Folgezeit hatten die Wizards zahlreiche Möglichkeiten, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Diese wurden aber nicht genutzt, vielmehr ließen die Wizards den TEV Miesbach immer mehr ins Spiel zurück kommen. Nach einer guten halben Stunde übernahmen die Oberbayern die Regie und Stuttgart hatte großes Glück, dass auch die Gäste mit ihren Chancen äußerst nachlässig umgingen. Zweimal trafen sie nur den Pfosten, einmal verfehlten sie gar das leere Tor - Wizards-Keeper Tyrone Garner war schon geschlagen. Der Miesbacher Anschlusstreffer lag nun in der Luft, und in der 38. Minute war es soweit: Alexander Jansen ließ mit einem verdeckten Schuss in Überzahl Stuttgarts Keeper Tyrone Garner keine Abwehrchance. Im letzten Drittel war das Spiel nun wieder völlig offen. Beide Mannschaften hatten zahlreiche Gelegenheiten und hätten als Sieger vom Eis gehen können. Die Wizards hatten das Glück des Tüchtigen und Tyrone Garner - der Torhüter hatte mit etlichen Glanzparaden maßgeblichen Anteil daran, dass die drei wichtigen Zähler in Stuttgart blieben. Auf der Pressekonferenz nach Spielende trauerte Miesbachs Trainer Ludvik Kopecky den vergebenen Chancen nach, war aber dennoch zufrieden mit dem Auftreten seiner Rumpftruppe: "Wir waren heute nur 15 Leute, und die haben sich gut verkauft. Dass es in Stuttgart schwer würde, wussten wir. Unsere Chancen waren da, im zweiten Drittel hatten die Wizards auch viel Glück bei unseren zwei Pfostentreffern. Für die Zuschauer war es ein spannendes Spiel, leider hat unsere Niederlagenserie weiter Bestand." Kopeckys Stuttgarter Kollege Wilbert Duszenko war lediglich mit dem Ergebnis zufrieden: "Die drei Punkte sind heute das wichtigste. Wir haben heute die nötige Geduld bewiesen. Nach dem 2:0 hätten wir nachlegen müssen, leider haben wir das versäumt. So war das Spiel nach dem Miesbacher Anschlusstreffer wieder völlig offen. Die Belastung in der Oberliga geht an unseren Leistungsträgern nicht spurlos vorbei, dafür müssen wir jetzt Tribut zahlen. Wenn wir wirklich unter die ersten Fünf kommen wollen, werden wir nicht ohne Verstärkungen auskommen. Die Punkte heute sind wichtig, aber das ist nicht das, was wir vor heimischer Kulisse bieten müssen. Gegen Füssen bedarf es einer Steigerung um 100 Prozent." Für die Wizards stehen am kommenden Wochenende zwei schwere Partien auf dem Spielplan. "In beiden Matches sind wir Außenseiter. Wenn wir engagiert und diszipliniert zu Werke gehen und über 60 Minuten Vollgas geben, aber wir aber durchaus eine Chance. Die wollen wir - gerade im Heimspiel gegen Füssen mit Unterstützung der Zuschauer - nutzen", gibt sich Stuttgarts Coach Wilbert Duszenko kämpferisch. Allerdings fallen mit Marc Mundil, Mike Bader (Nierenstein) und Rasso Rampp (Ischiasprobleme) gleich drei Angreifer aus. Tore: 1:0 (17:57) Corey-Joe Ficek, 2:0 (23:26) Andrej Jaufmann (Vitalij Karpenko, Erich Singaitis), 2:1 (37:03) Alexander Jansen (Michael Waldschütz). Strafen: Stuttgart 10, Miesbach 8. Zuschauer: 551.

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