Wizards wollen Punktekonto aufstocken

Den Stuttgart Wizards fehlt es in der Oberliga-Abstiegsrunde weiter an Konstanz. So auch am vergangenen Wochenende. Dem überzeugenden Heimsieg gegen den ESV Bayreuth folgte am Sonntagabend eine bittere, weil vermeidbare Auswärtspleite beim Höchstadter EC. In den anstehenden Partien werden die Wizards alles daran setzen, diesen Rhythmus zu durchbrechen und auch in der Fremde die ersten Punkte einzufahren. Gelegenheit dazu haben die Schützlinge von Trainer Wilbert Duszenko am Sonntag, 15. Februar, beim aktuellen Zweiten EV Füssen (18 Uhr). Zunächst gilt die ganze Konzentration der Stuttgarter aber dem Heimspiel am Freitag (13. Februar, 20 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart), in dem die Zauberer auf den TEV Miesbach treffen. Die Oberbayern scheinen dem Team aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt zu liegen. In den bisherigen vier Vergleichen gingen die Cracks um Kapitän John Sicinski jedes Mal als Sieger vom Eis. „Wir möchten diese Serie natürlich ausbauen und drei weitere wichtige Zähler einfahren“, gibt Wizards-Trainer Wilbert Duszenko die Richtung vor, warnt aber auch: „Gegen Miesbach wird es für uns sehr schwer. Die Gäste haben eine eingespielte und kampfstarke Truppe, die zuletzt sogar in Füssen gewinnen konnte. Wir müssen also von Anfang an hellwach sein und hoch konzentriert zu Werke gehen“, fordert der Schwetzinger. Sorgenfalten bekommt der Übungsleiter indes beim Blick auf seinen Kader. Zahlreiche Akteure kämpfen mit der Grippe, neben Tyrone Garner und Georg Hessel meldete sich vor dem Training am Dienstag auch Peter Westerkamp krank. Bei diesem Trio steht jedoch zu hoffen, dass es bis Freitag wieder fit ist und auflaufen kann. Definitiv verzichten müssen die Wizards gegen Miesbach hingegen auf Verteidiger Christian Seeberger. Der Routinier bekam wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge in Höchstadt eine Spieldauerdisziplinarstrafe und ist gegen die Oberbayern gesperrt. Was das spielende Personal angeht, hat es Ludvik Kopecky besser. Dem Trainer des TEV Miesbach stehen bis auf den ebenfalls gesperrten Verteidiger Markus Pflügl alle Akteure zur Verfügung, lediglich der Einsatz der Defensivkraft Jan-Michael Kol (Knieverletzung) ist fraglich. Dennoch lief es auch für die Gäste am letzten Wochenende nicht rund. Dem überraschenden 6:3 in Füssen ließen die TEV-Cracks vor heimischer Kulisse ein bitteres 3:5 gegen Schlusslicht Kempten folgen. In Anbetracht der Tabellensituation – die Wizards haben als Siebter mit sieben Zählern nur einen Punkt Vorsprung vor Miesbach auf Rang neun – steht für beide Teams ein wichtiges Match ins Haus, und Stuttgarts Coach Wilbert Duszenko ist sicher, dass seine Mannschaft als Sieger vom Eis gehen wird: „Bei uns sind zwar einige Akteure angeschlagen, das macht es nicht einfacher. Dennoch zieht die Mannschaft voll mit. Wir haben im Augenblick lediglich drei Zähler Rückstand auf Platz vier, diese Lücke möchten wir am Freitag schließen“, so Duszenko. Ein ganz dicker Brocken wartet an Sonntag auf die Wizards, wenn die Zauberer am Füssener Kobelhang gastieren. Trotz ausgeglichener Bilanz (zwei Siege, zwei Niederlagen in bislang vier Vergleichen) ist der Aufsteiger beim Traditionsclub krasser Außenseiter. Der Altmeister verfehlte mit dem Einzug in die Meisterrunde sein angepeiltes Saisonziel und musste den bitteren Gang in die Abstiegsrunde antreten. Dort kamen die Leopards um Routinier Marcus Bleicher aber immer besser auf Touren und belegen augenblicklich mit zwölf Zählern aus sechs Spielen den zweiten Tabellenplatz. Am letzten Wochenende stotterte der Füssener Angriffsmotor jedoch ein wenig. Sowohl gegen Miesbach (3:6) als auch in Bayreuth (0:2) gab es Niederlagen. Dennoch sind die Allgäuer ein brandgefährlicher Gegner. Die ukrainisch-kasachische Fraktion um die Stürmer Valentyn Oletskyy, Sergiy Kharchenko und Ruslan Bezshchasnyy sowie die Abwehrrecken Maksim Polkovnikov und Oleksandr Mukhanov kann an einem guten Tag Spiele im Alleingang entscheiden. Trotz des hochkarätigen Kontrahenten: Chancenlos sind die Wizards im Allgäu sicher nicht. Wie sie Füssen schlagen können, zeigten die Zauberer Anfang Januar, als sie am Kobelhang 4:3 gewannen.