Wizards: Wochenende der Entscheidung steht an

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Nach vier von zehn Spieltagen in der Meisterrunden-Gruppe B der Eishockey-Oberliga sind die Stuttgart Wizards mit nur einem Sieg und drei Punkten Schlusslicht, allerdings in Schlagdistanz zum begehrten vierten Tabellenplatz. Den letzten Play-off-Rang hat mit fünf Zählern derzeit der EHC Klostersee inne, direkt dahinter folgen punktgleich die Blue Lions Leipzig. Gegen das Team aus Sachsen müssen die Wizards am kommenden Wochenende zwei Mal die Schlittschuhe schnüren (Freitag, 11.03.2005, 20.00 Uhr, in Leipzig und am Sonntag, 13.03.2005, 18.45 Uhr, im Eissport-Zentrum Waldau in Stuttgart-Degerloch). Die Ausgangslage für die Zauberer aus Baden-Württemberg ist eindeutig: In beiden Spielen müssen Garner und Co. punkten, um die Play-off-Hoffnungen am Leben zu erhalten. „Die Mannschaft ist gefordert und muss zeigen, dass sie in die Play-offs will“, so Stuttgarts Trainer Wilbert Duszenko. „Wir haben bisher alle Niederlagen aufgrund individueller Fehler kassiert und nicht, weil uns ein Gegner haushoch überlegen gewesen wäre. Ich erwarte von meinen Leistungsträgern eine deutliche Steigerung. Schließlich geht es auch um Verträge für die neue Saison“, lautet die unmissverständliche Ansage des Schwetzingers.

In der Tat: Betrachtet man die bisherigen Auftritte der Wizards in der Meisterrunde, fällt auf, dass sowohl gegen München, Dresden und Hannover deutlich mehr drin gewesen wäre als eine jeweils knappe Niederlage. In der bayerischen Landeshauptstadt präsentierten sich die Zauberer nach dem Ausgleich ebenbürtig, ehe ein leichtfertiger Puckverlust bei eigener Überzahl von Tim Leahy mit dem Münchner Siegtreffer bestraft wurde. Gegen Dresden gerieten die Blau-Gelben durch eine unnötige Strafzeit, in der die Elbstädter das entscheidende 3:1 erzielten, auf die Verliererstraße. Am Pferdeturm in Hannover schließlich durften die Indians zwei Mal binnen zwei Minuten unbehelligt vom Gegenspieler, der neben seinem Mann her lief, statt einen Check anzusetzen, in die Angriffszone spazieren. Diese Geschenke nutzten die Hannoveraner zum 2:1 und 3:1, womit ein zuvor ausgeglichenes Spiel entschieden war.

„So kann man nicht auftreten, wenn man in der Meisterrunde etwas erreichen will“, ärgert sich Wilbert Duszenko noch immer über die verschenkten Punkte. „Diese individuellen Fehler haben uns reihenweise um den Lohn unserer Arbeit gebracht. Das darf nicht mehr passieren. Jetzt muss jeder einzelne Spieler Charakter zeigen und beweisen, dass er das Stuttgarter Trikot nicht nur spazieren trägt“, fordert Duszenko ein konsequenteres Auftreten in den kommenden Spielen.

Das wird am Wochenende auch nötig sein, kämpfen die Wizards doch gegen die Blue Lions aus der Sachsenmetropole Leipzig um ihre letzte Play-off-Chance. Sechs Punkte sind für Stuttgart fast schon Pflicht, damit die Endrunden-Qualifikation in Reichweite bleibt. Dass dies gerade gegen Leipzig sehr schwer werden wird, verdeutlicht ein Blick auf den Kader, der Trainer Frank Gentges zur Verfügung steht. Spieler wie der Ex-Dresdener André Grein (laboriert derzeit allerdings an einer Rückenverletzung), die Stürmer Richard Keyes, Pete Gardiner und vor allem John Spoltore – letztes Jahr noch einer der Topspieler des Zweitligisten Eisbären Regensburg – würden auch jedem anderen Oberligisten gut zu Gesicht stehen. Angesichts des hochkarätigen Kaders macht denn auch Coach Gentges, in der Saison 1989/90 schon einmal als Verteidiger in Diensten des EV Stuttgart aktiv, keinen Hehl aus seinen Ambitionen: „Ich trete mit meinem Team nicht an, um Zweiter zu werden.“ Soll heißen: Im Kampf um den Aufstieg wollen die Löwen, die zuletzt in Dresden 1:8 unter die Räder kamen und auch beim EHC Klostersee eine 0:4-Pleite einfuhren, ein gewichtiges Wort mitreden. Auf dem Weg dorthin müssen sie sich am Wochenende zwei Mal mit den Wizards messen und dabei aller Voraussicht nach auch auf Abwehrspieler Steffen Görlitz und Angreifer Dennis Cardona verzichten, die beide mit einer Handverletzung kämpfen.

Nicht viel besser sieht die Personallage in Stuttgart aus. Zum Langzeitverletzten Sebastian Buchwieser gesellte sich am letzten Wochenende noch Georg Hessel, der ebenfalls mit einer Schulterverletzung langfristig auszufallen droht. Der kampfstarke Stürmer biss am Mittwoch im Training zwar auf die Zähne und stellte sich in den Dienst der Mannschaft, sein Einsatz am Wochenende steht jedoch noch in den Sternen. Manuel Weibler, zuletzt einer der bissigsten Wizards, wird von der Grippe geplagt und kann in dieser Woche ebenso wenig am Training teilnehmen wie der an der Schulter verletzte Markus Wartosch. Ob die Beiden am Wochenende ins Geschehen eingreifen können, wird sich erst kurzfristig entscheiden. „Das macht es für uns natürlich noch schwerer, aber wir werden in beiden Spielen Vollgas geben, um unsere Play-off-Chance zu wahren“, sagt Wilbert Duszenko und führt weiter aus: „Wir müssen versuchen, mit körperbetontem, kompromisslosem Spiel zum Erfolg zu kommen und unsere Fehlerquote zu minimieren. Wenn wir dann endlich einmal unsere zahlreichen Torchancen konsequent verwerten, können wir auch Leipzig schlagen, auch wenn die Blue Lions natürlich in beiden Spielen Favorit sind.“

Rechtzeitig zu den richtungsweisenden Spielen haben die Wizards im Fanshop in der Galeria Kaufhof in der Stuttgarter Innenstadt (Königstraße 6, 4. Etage, Sportabteilung) eine Vorverkaufsstelle eingerichtet. Ab sofort können dort Stehplatzkarten für die Heimspiele auf der Waldau zum Preis von 6,00 statt 8,50 Euro erworben werden. „Wir hoffen, mit diesen vergünstigten Tickets einen weiteren Anreiz zu schaffen, die Wizards in den verbleibenden Meisterrunden-Heimspielen lautstark zu unterstützen“, sagt Kai Wunner, Marketingchef des Oberligisten. Die nächste Gelegenheit haben alle Stuttgarter Eishockeyfans bereits am Sonntag, 13.03.2005, wenn um 18.45 Uhr die Blue Lions Leipzig zum Rückspiel im Eissport-Zentrum Waldau in Stuttgart-Degerloch gastieren.

Am kommenden Wochenende müssen die Stuttgart Wizards in der Meisterrunde, Gruppe B, der Eishockey-Oberliga zwei Mal gegen die Blue Lions Leipzig aufs Eis. Zunächst gastieren sie am Freitag (11.03.2005, 20.00 Uhr) in Sachsen, ehe am Sonntag (13.03.2005, 18.45 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) das Rückspiel in Baden-Württemberg ansteht.

Zweites Allgäu-Derby
Saku Salminen bleibt bei den Memminger Indians

​Genug Pause: Am Wochenende geht es für den ECDC Memmingen wieder um Punkte in der Oberliga Süd. Am Freitag steigt das zweite Allgäu-Derby der Saison, dieses Mal in ...

REC trifft auf Duisburg und Herne
Viktor Beck zurück im Kader der Rostock Piranhas

​Die Strafe von Viktor Beck ist abgesessen. Ab dem kommenden Freitag kann er den Sturm der Rostock Piranhas wieder verstärken. Thomas Voronov muss dagegen noch zwei ...

Debüt von Bobby Chaumont am Freitag
EHC Waldkraiburg hofft auf die Wende

​Ausgeruht nach der knapp zweiwöchigen Deutschland-Cup-Pause und mit klarem Kopf geht es für die Löwen vom EHC Waldkraiburg am Freitag wieder los. Der EV Lindau gast...

Die Trappers warten
Nur ein Spiel für die Black Dragons Erfurt

​Nach der Deutschland-Cup-Pause greifen am kommenden Wochenende auch die Oberligen wieder ins Spielgeschehen ein. Auf die Männer von Coach Fred Carroll wartet dabei ...

Am Freitag zu Gast bei den Waldkraiburger Löwen
Lindau Islanders vor Derby am Sonntag gegen Sonthofen

​Nach der Deutschland-Cup-Pause starten die EV Lindau Islanders gestärkt vom achten Tabellenplatz aus in das nächste Spielwochenende. Am Sonntag, 18. November, um 18...

Brandon Morley steht vor seinem Debüt
Personelle Lage der Harzer Falken entspannt sich

​Nach der Deutschland-Cup-Pause hat sich personelle Situation etwas entspannt. Denn nicht nur die verletzten Spieler wie Artjom Kostyrev, Max Bauer und Adam Suchomer...

8:6 gegen Oberliga-Mannschaft des Herner EV
Allstars gewinnen zum Abschied von Nieberle und Albrecht

​Es war ein würdiger Abschluss zweier langer Spielerkarrieren, der am Freitagabend in der Herner Hannibal-Arena gefeiert werden konnte. Und so wurden dann auch Chris...